Achtung, Achtsamkeit!
Es gibt mindestens zwei Dinge, die mich dauerhaft auf eine Weise geprägt haben, dass es ausgeschlossen war, der Welt mit größerem Vertrauen entgegenzukommen: Von dem Bedeutenderen der zwei Dinge will ich nicht anfangen – und werde ich wohl nie, aus Respekt vor den Beteiligten, aus Ehrfurcht und Liebe. Der zweite Grund ist der frühe Umgang mit dem, was man unter Esoterik zusammenfassend bezeichnet hat.
Es wird zahlreiche Menschen in meinem Alter geben, die in einem Elternhaus aufgewachsen sein mögen, in dem in irgendeiner Weise ein Teil des Lebens durch ein Teilgebiet jener Esoterik geprägt war, sei es, dass sie als Kinder zu Homöopathen statt “normalen” Ärzten geschickt wurden, bei Krankheiten anders als andere mit Akupunktur behandelt wurden, aus dem ein oder anderen Grund mit dem Geruch von abbrennenden Räucherstäbchen aufwuchsen, oder ein Elternteil an die Aussagen von Astrologen oder Kartenlegern glaubte, oder der Wirkung der “Strahlung” bestimmter Edelsteine etc. pp. Allen dürfte gemein sein, dass sie in Kontakt mit dieser, sagen wir, “Glaubensrichtung” kamen durch ihre “Gläubigen”.
Bei mir lag die Sache aber etwas anders…
Vom Stand der Gehirnforschung
Träume und Depression
Dreams and depression bei Walking the Black Dog gelesen.
Ich selbst träume jetzt nicht mehr so deutlich, wie ich es vor wenigen Wochen bei meiner letzten Medikamentenumstellung getan habe. Nahezu allmorgentlich wachte ich da noch mit der deutlichen Erinnerung an einen immer befremdlichen, meist verstörenden Traum auf. Dies ist diesmal nicht der Fall.
Ich kann nicht sagen, ob es die Medikamente oder mein Allgemeinzustand ist, aber seit dem Beginn des Ausschleichens des alten und des “Einschleichens” des neuen Antidepressivums fühle ich mich — hohl. Auf die Idee, hier zu schreiben, war ich nicht gekommen, denn diese Leere war nicht zu füllen. Sich Schlecht Fühlen ist vielleicht besser als das.
Gerade habe ich noch mit einer Freundin über meine intensiven Träume geredet. Leider war es fast so, als hätte jemand Drittes geredet, stand ich doch andauernd neben mir. Manchmal fast unbeteiligt.
Ich kann nicht sagen, war mir mehr Angst macht: Dass dies eine Wirkung der Medikamente ist – oder dass es das nicht ist…
Auf der Rückfahrt im Radio:
Und everyday’s like a new beginning / Der Sommer ist noch lang
(Bosse)