Antidepressiva für gegen Alles
Während sich die Rate der Verschreibung bzw. Nutzung von Antidepressiva in den USA in den letzten knapp zehn Jahren verdoppelt hat, blieb die Zahl der wegen Depression Behandelter konstant, so eine neue Studie. Das bedeutet, wie Telepolis treffend zusammenfasst:
der Rest nimmt Antidepressiva wegen Rückenschmerzen, Müdigkeit, Schlafstörungen und anderen Problemen. Der gestiegene Konsum muss also nicht bedeuten, dass mehr Menschen depressiv sind – die Zahl bleibt annähernd gleich -, sondern dass die Medikamente zur Bewältigung oder Erleichterung des Alltagslebens, eventuell auch als Enhancer verwendet werden.
Dies sollte eine Warnung für Europa für den Umgang mit diesen Medikamenten sein, denn man kann sich sicher sein, dass die Pharmaunternehmen diesen Trend auch auf dieser Seite des Großen Teichs gerne fortsetzen würden. Wohl bekomm’s.