Im Halbschlaf in Hamburg
Typisch, dass ich erst über Internet-Suchmaschinen grüble, bevor ich über mich nachdenke – na ja, ich arbeite daran.
Nachdem ich gestern und vermutlich auch vorgestern vergessen hatte, mein neues Medikament einzunehmen (nachdem ich das alte ja bereits ausgeschlichen habe), hatte ich die wirrsten und klarsten Träume in der im Halbschlaf durchwachten vergangenen Nacht. Ich träumte, ich träume, wurde mir dessen bewusst und wollte aufwachen, um in einem Traum aufzuwachen, in dem ich geträumt hatte, dass ich träumen würde. Man merke also: Um bunte Farben zu sehen und wirre Visionen zu haben, kann es auch helfen, Drogen abzusetzen, statt sie einzuwerfen.
Ich sollte damit eigentlich nicht scherzen. Oder damit bzw. hiermit: Nach den Daten des Statistischen Bundesamts gab es 2006 fast doppelt so viele Todesfälle durch Vorsätzliche Selbstbeschädigung als durch Transportmittelunfälle.
Glücklicherweise geht es mir besser – trotz oder wegen abgesetzter oder vergessener Medikamente sei mal dahingestellt. Ich denke nur im politischen Interesse über dieses ernste Thema nach. Vielleicht, damit ich in meinen Anstrengungen nicht nachlasse. Damit ich aufwache aus dem Halbschlaf.