Aug
26
2009
Laut einem hervorragenden Wired-Artikel kommen die Pharmakonzerne zunehmend in Schwierigkeiten, einen erfolgreichen Nachweis für die Wirksamkeit ihrer Medikamente zu liefern. Selbst vermeindlich erfolgreich getestete und bereits zugelassene Medikamente schneiden in aktuelleren Untersuchungen immer häufiger schlechter ab.
Grund sind Erkenntnisse zum Placebo-Effekt, der in früheren Jahren unzureichend berücksichtigt wurde – in neueren Studien aber häufiger nachgewiesen wurde und deshalb statistisch betrachtet zuzunehmen scheint.
Zwei für mich zentrale Aussagen des Artikels:
the body’s response to certain types of medication is in constant flux, affected by expectations of treatment, conditioning, beliefs, and social cues.
Und:
The litmus test of drug efficacy in antidepressant trials is a questionnaire called the Hamilton Depression Rating Scale. The HAM-D was created nearly 50 years ago based on a study of major depressive disorder in patients confined to asylums. Few trial volunteers now suffer from that level of illness. In fact, many experts are starting to wonder if what drug companies now call depression is even the same disease that the HAM-D was designed to diagnose.
Gerade Antidepressiva und Psychotherapie sind also von den neuen Erkenntnissen besonders getroffen.
Für mich sagt der Artikel deutlich aus, was ich bereits immer gefühlt habe: Ein guter Arzt, der einem zuhört und Vertrauen in die Zukunft vermittelt, ist mindestens soviel oder vermutlich sogar mehr wert als ein einigermaßen wirksames Antidepressivum. Und je besser es einem geht, um so mehr sollte man auf seine Selbstheilungskräfte vertrauen.
via BoingBoing
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Aug
25
2009
Vor drei Monaten war ich 36 Jahre alt geworden, vor drei Tagen erhöhte mein Vater seinen Jahrestagzähler um eins auf sage und schreibe 70. Zu letzterem Anlass hat mich mein Vater für vier Tage nach Paris eingeladen, um ihn mit seiner Frau zu begleiten und gemeinsam am 22. den runden Geburtstag zu feiern. Für mich war dieser kleine Stadtbesuch auf vielerlei Weise ein Ereignis, das für immer einen besonderen Platz in meinem Gedächtnis behalten wird.
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Aug
12
2009
Tag Drei des Auslassens der Tagesdosis 50mg Amitryptilin: anhaltender seekrankartiger Schwindel, sobald ich meine Augen oder den Kopf zu sehr bewege; Schlafprobleme, da ich beim Einschlafen quasi übergangslos in eine Traumphase übergehe, die seltsam real und meist mit unangenehmen Träumen einhergeht, sodass ich gleich wieder aufwachen will und dies auch immer wieder tue; wegen beidem Probleme, trotz Antrieb Dinge vernünftig zu erledigen, da das Rumlaufen mit Dauerschwindelgefühl schnell zuviel wird.
Ohne weitere Erklärung, warum gerade dieses Medikament mir dauerhafte Unterstützung bieten soll, wenn es bisher drei andere nicht geschafft haben, werde ich das Zeug jedenfalls nicht wieder anfassen.
Nachtrag (14.8.): Dummheit gehört aber auch bestraft – warum schleiche ich das Zeug nicht auch langsam(er) aus..?!?
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Aug
11
2009
Soviel sind die Trevilor retard 150mg Kapseln laut Internetpreis wert, die ich nach Absetzen durch meine neue Psychiaterin vernichten muss. Das geht aber nicht nur mir so!
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