Sep 15 2009

Depression und “manliness”

Auf der Suche nach Ratschlägen zu klassischen britischen Anzügen bin ich auf The Art of Manliness gestoßen – und dort, in diesem Kontext überraschend (aber ganz und gar nicht unangebracht) – auf einen Artikel zum Thema Depression: Dealing with Male Depression.

Der Autor beschreibt einen ganz anderen, aber nicht gänzlich fremden Lebens- und Leidensweg als meinen. Ganz anders, weil unter meinen Depressionen nie andere direkt leiden mussten – ich habe mich versteckt, vielleicht aber auch einfach nie die Beziehung beginnen lassen, in der jemand hätte leiden können – oder ich mache mir was vor… Aber vertraut, weil meine Depression in der Kindheit begann und ich dennoch erst sehr spät im Studium das Ganze als Krankheit kennengelernt habe – und erst noch später als solche begreifen konnte. Und zum Kontext “Männlichkeit” (engl.: manliness): Ja, sie spielt (auch) bei mir eine bedeutendere Rolle, als ich mir angesichts einer vermeindlich metrosexuellen Gesellschaft und nach einer Art Post-68er-Erziehung eingestehen wollte – durfte, konnte, will…

Ich merke, irgendwann werde ich auch darüber etwas schreiben müssen.


Sep 15 2009

France Télécom: Privatisierung, Leistungsdruck – und Selbstmorde!

Ein Telepolis-Artikel macht auf eine anhaltende Reihe von Selbstmordversuchen aufmerksam, die offenbar Folge der Privatisierung des Unternehmens und der anschließenden Geschäftsführung sind.

Update 30.09.09: Inzwischen ist die Geschichte auch bei der ARD angekommen – geändert hat sich dabei inzwischen offenbar nichts.


Sep 11 2009

Der Schwarze Hund ist zu Besuch

Das erste Mal, dass eine Therapiesitzung mich so runtergerissen hat. Vorgestern. Ich hatte über meine Pläne reden wollen – und habe damit geendet, mir meine jetzige Lage kaputtzureden bewusst zu machen: Mich erwarten nur Verpflichtungen. Ich bin allein.

Was soll ich hier überhaupt schreiben? Mir selbst hilft es kaum noch, ich schreibe nur, wenn es mir besser geht. Hilft es anderen? Wenn es niemand liest… Fishing for compliments. Würg.

Ich geh’ dann mal gegen meinen fehlenden Appetit ankochen…


Sep 9 2009

Und wo bin ich?

Hinter all meiner Wortgewandtheit und den zahlreichen Nachrichten aus aller Welt hätte ich mich in diesem Blog mal wieder selbst zum Verschwinden gebracht, so meine Therapeutin.

Da hat sie wohl recht. Ich verstecke mich hinter den Meldungen anderer. Mich sieht man darin nur, wenn man die Nachrichten wie Polaroids von einem Tatort betrachtet, kleine Einzelbeweise, Indizien, dass es mich gibt und welche Meinung ich verträte, täte ich es.

Das war eigentlich nicht so gedacht.

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