Blogüberarbeitung

Wie ich ja schon festgestellt habe, erfüllt mein Blog einige meiner Erwartungen nicht.

Ich werde deshalb die Bloginhalte neu ordnen und teilweise aussortieren. In der Zeit könnte es zu Schwierigkeiten kommen, einigen Links zu folgen oder Artikel wiederzufinden.

Wen’s interessiert: unten mehr zu den Gründen und den kommenden Änderungen.

Zu meinen nicht erfüllten Erwartungen und daraus gezogenen Konsequenzen:

Mein Umfeld scheint das Blog nicht als Möglichkeit zu sehen, sich anonym und unaufdringlich über mich und meine Verfassung zu informieren – obwohl ich angenommen hatte, dass dies vielleicht Not tut, da ich in schlechteren Phasen Kontakte vermeide oder gar ganz abbrechen lasse. Wenn es doch gelesen wird, möglicherweise per RSS, so bekomme ich zumindest keine Rückmeldungen. Das wurde nochmal dadurch bestätigt, dass keiner meiner Freunde und Bekannten mich auf meinen letzten Eintrag zum Umgang mit dem Blog angesprochen hat.

Ich habe jedoch immerhin einen Kommentar von jemandem bekommen, der meine Offenheit schätzt und das Blog offenbar weiter verfolgt. Positiv ist auch, dass die sogenannten hits seit dem Blog-”Relaunch” gestiegen sind. D.h. dass langsam mehr Besucher vorbeischauen, oft via Suchmaschinentreffer.

Die Statisktik zeigt jedoch, dass die meisten hier offenbar nicht finden, was sie erwartet haben. Nicht verwunderlich, breche ich doch häufig aus dem spezifischen Kontext aus und poste mal was zu Street Art oder etwas zur Wahl. Damit mache ich es dem Erstbesucher nicht leicht zu verstehen, wozu dieses Blog dient – und wie es ihm vielleicht nutzen kann.

Ich denke, es gibt nur wenige Gründe, aus denen man ein Blog mehrmals oder gar regelmäßig besucht: 1. persönliches Interesse am Blogger (oder seinen Meinungen), 2. Nachrichten und Informationen zu einem Thema, das man vom Blogger gut vertreten sieht und 3. Unterhaltung, d.h. man erwartet schlicht immer Neues und Überraschendes, das einem die Zeit vertreibt.

Sehe ich mir Blogs an, die ich besuche, fallen sie alle immer in genau eine dieser Kategorien. Betrachte ich mir nullwert.de, scheint es von allen drei Dingen etwas zu bieten. Aber eben keines so richtig.

Ich will ein Blog über (meine) Depressionen schreiben, also sollte ich das tun. Das bedeutet, ich blogge nichts mehr, was ich nicht direkt dem Thema zuordnen kann, z.B. auch nichts mehr zur Gesundheitspolitik, wenn sie sich nicht direkt mit der Behandlung von Depressionen beschäftigt. Das erlaubt mir auch, die Kategorien treffender zu wählen, da sie dann spezifische Themenbereiche zur Depression abbilden können. Dies geschah bisher unzufriedenstellend über die Tags.

Meine Selbstauskünfte, Erfahrungen und Gefühle will ich damit nicht aus dem Blog ausschließen. Als Einzelperson ist und bleibt alles hier eine Meinungsäußerung, und die ist nur glaubwürdig, sie ist überhaupt nur relevant, wenn man einschätzen kann, wer ich bin und warum ich schreibe, was ich schreibe. Und es gibt sie eben auch kaum, die Menschen, die über ihre Erfahungen mit der Krankheit öffentlich schreiben; die meisten tun es, wenn überhaupt, aus völlig verständlichen Gründen nur in zugangsbeschränkten Foren.

Ich werde meine “Befindlichkeiten” in ein oder zwei getrennte Kategorien verpacken, um sie leichter erkennbar zu machen. Und mich in der Disziplin üben, bei einem Thema pro Eintrag zu bleiben und nicht abzuschweifen. Vielleicht wird es mir dann sogar gelingen, mehr ich statt man zu schreiben…


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