Okt 19 2009

Placebo-Effekt nachgemessen

Nicht allzuweit entfernt von hier, das heisst hier in Hamburg am Universitätskrankenhaus Eppendorf, wurde ein wichtiger Durchbruch zum Verständnis der Wirkung von eigentlich nicht wirkfähigen Dummy-Medikamenten, den sogenannten Placebos erzielt. Wenn ich alles richtig verstanden habe: Es ist gelungen, die direkte Wirkung in den für die Schmerzwahrnehmung zuständigen Nervensträngen des Rückgrads mittels FMRI quasi im Bild festzuhalten.

Now that researchers know the neural hallmark of placebo pain relief, they could use it to develop treatments, cognitive or chemical, that take better advantage of belief, Eippert says.

laut Artikel bei NewScientist über die Veröffentlichung beim Science Magazine


Okt 18 2009

Einsam immer wieder

Den vorigen, in keinem guten Zustand geschriebenen Artikel habe ich wieder entfernt. Falls ihn jemand gelesen hat, sollte er/sie ihn nicht zu ernst nehmen. Es stimmt aber Folgendes: Selbst an Tagen, die ich mit Freunden in guter Laune verbracht habe, holt mich die Einsamkeit und damit meine Depression meist in dem Moment ein, in dem ich den Weg nach Hause alleine antrete.

Es wartet nichts und niemand auf mich. Das war auch schon immer so. Und das strengt mich unendlich an.

Alkohol ist da wahrlich keine Hilfe – im Gegenteil. Ich sollte keinen mehr trinken. Ich denke darüber nach…


Okt 17 2009

An die Arbeit

Ab November werde ich wieder geregelt meinem Beruf nachgehen. Zunächst im Rahmen einer Wiedereingliederungsmaßnahme. Das bedeutet, dass ich ich zunächst nur Teilzeit arbeite (20 Stunden/Woche) und erhalte weiter Krankengeld von der Krankenkasse – solange bis feststeht, dass ich die Arbeit wieder Vollzeit aufnehmen kann.

Dieser Entschluss ist schon vor über einer Woche gefallen, der Papierkram wollte aber noch erledigt werden und ich selbst musste mich mit dieser Entscheidung nochmal auseinandersetzen. Denn anders als beim letzten Mal nach meiner letzten schwereren depressiven Phase habe ich diesmal nicht den (damals offensichtlich falschen) Eindruck, ein “neuer Mensch” zu sein, sondern “nur” wieder der alte. Hatte ich damals noch beruflichen Fortschritt in Form einer Weiterbildung vor Augen, muss ich jetzt realistisch betrachtet damit rechnen, erstmal “auf der Stelle zu treten” – oder vielmehr sogar mein altes Können und Ansehen erst wieder erreichen zu müssen.

Damals schien einiges “wie von selbst” zu laufen – diesmal wird es anstrengend. Es ist es schon jetzt. Also: An die Arbeit!


Okt 17 2009

Blog-Überarbeitung ohne Effekt

Darf ich meiner Blogstatistik glauben schenken, hat sich nicht viel getan: Die Suchmaschienen schicken offenbar immer noch Leute aufgrund der alten Artikel hierher, und dann ist es nicht überraschend, dass 90% dieser Besucher nach einigen Sekunden wieder abziehen. Allerdings muss ich auch zugeben, dass angesichts der wenigen Besucher die Statistik wenig aussagekräftig ist.

Laut eines Artikels (zu dem ich den Link nicht mehr habe) über die sog. SEO könnte mein Löschen alter Artikel sogar das Gegenteil des Gewollten auslösen: Wenn z.B.(!) Googles Algorithmen das Löschen als “Betrugsversuch” werten, ginge das bisschen Ranking, dass ich mir erarbeitet hätte, verloren bzw. wird gar mit Negativpunkten bestraft.

Noch eine Überlegung: Unter nullwert bin ich mit Verweis auf nullwert.de bei einigen Webseiten angemeldet, z.B. bei deviantART. Kontext dort ist aber alleine die Fotografie. Das stellt sich zum einen wieder als nicht nachvollziehbar für Suchmaschienen und ihre Linkbewertungen heraus, zum anderen natürlich auch für Besucher – der deviantART-Besucher, der etwas über meine Fotografie wissen will, dotzt unvermutet auf eine deutschsprachige Seite zu Depressionen.

Irgendwie ist das Ganze vertrackt. Ich stehe also immer noch vor der Frage, ob ich das Unternehmen hier versuche weiter zu professionalisieren – z.B. nochmal eine neue Domain aufziehen, um eine Suchmaschinen-Neustart einzuleiten – und mehr Zeit in Nachrichten und Wissenslinks stecke, die nicht direkt mit mir persönlich, aber mit der Krankheit Depression zu tun haben. Oder ob ich doch zurückkehre zu einem rein privaten Tagebuch – mit allem Unsinn, der mir eben so manchmal einfällt.

Als hätte ich nicht genug andere Probleme…