Worte zum Sonntag (#2)
Bevor ich mit den wochenaktuellen Nachrichten anfange, hier noch eine ältere Ausgabe meines Lieblingswebcomic xkcd, den ich erst gestern entdeckt habe:

Und nun wie geplant die Dinge, die mir diese Woche im Internet ins Auge gefallen sind:
Die Kombination dieser beiden Forschungsergebnisse gibt zu denken: Fast Food kann zu Depressionen führen und Junk Food macht abhängig wie Heroin! Während ich allerdings letztere Nachricht kaum woanders gefunden habe, hat erstere es zu weltweiter Verbreitung geschaft, wie z.B. beim britischen Mirror und der BBC (mit Video) sowie der Presseagentur AFP. Abschließend noch die originale Pressenachricht.
Apropos Abhängigkeit: (unter anderem) eine wunderbare Infografik zur Letalität von Drogen im Vergleich zur Presseberichterstattung – oder besser noch, direkt beim Grafiker selbst.
Noch etwas aus dem Vereinigten Königreich: Report highlights workplace stress
13.7 million working days are lost each year as a result of work-related mental illness. [...] However, simple measures such as giving positive feedback and allowing flexible hours and home working could significantly improve the wellbeing of staff and help reduce the cost of absenteeism [..]
Diese Kosten sind sicher auch ein Grund für die neue Initiative der EU work. in tune with life. move europe., die das Bewusstsein von Unternehmen für einen besseren Umgang mit psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz schärfen möchte.
Die WELT Online berichtet, Depressionen bei Kindern werden zu oft ignoriert.
ZEIT ONLINE veröffentlicht ein Interview zum Thema Gender-Medizin: “Männer und Frauen werden unterschiedlich krank”.
Die New York Times bloggt über Life as a Depressed Parent.
Newsweek versucht, einen Sinn in Depressionen zu finden: “Depression might be evolution’s way of fixing what ails us” – spannende Gedanken und Links zu weiteren Erkenntnissen.
Zwei neue Behandlungsmethoden, bei denen mir ein kalter Schauer über den Rücken läuft: Einmal sollen “Hirn-Schrittmacher” Neue Hoffnung für Schwerst Depressive sein, das andere Mal Transcranial Magnetic Stimulation.
Nochmal eine Nachricht aus der Forschung, diesmal aus dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf: “Die Gabe eines Medikamentes, das die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol hemmt, zusätzlich zur antidepressiven Standardtherapie in den ersten drei Wochen bewirkte, dass die Therapie schneller wirkte.“
Psychologie Today mit Bedenkenswertem zu The continuing stigma of depression, unter anderem mit diesem schönen Satz, mit dem ich diese Woche auch beschließen möchte:
If we acknowledge that surviving depression requires a special toughness, we will [..] not see formerly depressed people as a broken legion, but as a resource who can teach us all about overcoming adversity.