Nach etwa zwei Dritteln des Films kamen mir plötzlich die Tränen. Keine Ahnung, wo das herkam. Ich kann nicht sagen, was mich eigentlich so berührt hat.
Ich war diese Woche wohl hauptsächlich damit bechäftigt, meiner jetzigen Lebenssituation wieder eine positivere Haltung gegenüber einzunehmen – womit ich bisher offenbar gescheitert bin (daher auch meine Schreibblockade). Vielleicht habe ich deshalb mehr Nachrichten links liegen gelassen als sonst. Oder es ist tatsächlich wenig Nennenswertes zum Thema Depression geschrieben worden. Jedenfalls gibt es diese Woche nur zwei Themen, die möglicherweise auch Euer Interesse finden:
Und dann hat mich diese Woche noch jemand daran erinnert, warum ich eigentlich mit dem Bloggen über meine Depression angefangen habe: 5 Ways Blogging Can Save Your Sanity.
Hadern. Schönes Wort. Zaudern gegenüber hat es den Vorzug, dass es mit etwas anderem zusammenhängt. Sagt man, man zaudere, etwas zu tun, ist nichts über den Grund des Zauderns gesagt. Sagt man vielmehr, man hadere mit etwas, ist das Etwas immer auch gleich als Teil des Problems benannt. Man hadert mit etwas, wie man auch mit etwas ringen kann: Beim Ringen jedoch wehrt sich das Gegenüber, das Hadern geschieht in einem selbst.
Ich hätte also gerne geschrieben:
Ich also hadere – mit dem Schreiben hier.
Es ist nicht, dass es nichts zu erzählen gegeben hätte. Im Gegenteil.
Über einen alten Freund, den ich über ein Jahr nicht gesehen hatte, der mein Leben über mein Blog weiterverfolgt hat, und mich ermutigt hat, weiterzumachen. Einen Tag der Schwäche, in dem mich Unsicherheit für einen Moment fast wieder an den Rand depressiven Treibsands getrieben hätte. Von dem mich ein anderer Freund mit einer einfachen Geste wieder weggeführt hat. Und von den letzten Tagen, den Bemühungen, mich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren.
Ich muss aber sagen: Ich habe schlicht gezaudert, es aufzuschreiben. Gehadert habe ich nicht mit dem Schreiben, sondern – mit mir.
“Researchers found that among nearly 3,000 women who gave birth in Washington State, those who started taking antidepressants known as selective serotonin reuptake inhibitors (SSRIs) in the second or third trimester had a higher risk of preterm birth. [...] Exactly what the study means for women on SSRIs or benzodiazepines is not entirely clear.” – Drugs for depression, anxiety tied to preterm birth
“An international consortium of scientists, led by H. Lundbeck A/S and King’s College London, has launched one of the largest ever research academic-industry collaboration projects to find new methods for the development of drugs for schizophrenia and depression.” – hier der vollständige Pressetext des King’s College London
I still run, I still run, I still wander.
In our day, everyday, we would wander.
And I want to go, where nobody moves.
Are you hearing something, don’t let me see you move.