Jan 31 2010

Zu schön, um wahr zu sein

Nach etwa zwei Dritteln des Films kamen mir plötzlich die Tränen. Keine Ahnung, wo das herkam. Ich kann nicht sagen, was mich eigentlich so berührt hat.

Es ist tatsächlich – bis auf die Figur des Fotografen, die Tauben und Flugzeuge – reine Computergrafik, geschaffen von einer einzelnen Person! (Hier ist noch ein Interview mit ihm.)


Jan 31 2010

Worte zum Sonntag (#14)

Ich war diese Woche wohl hauptsächlich damit bechäftigt, meiner jetzigen Lebenssituation wieder eine positivere Haltung gegenüber einzunehmen – womit ich bisher offenbar gescheitert bin (daher auch meine Schreibblockade). Vielleicht habe ich deshalb mehr Nachrichten links liegen gelassen als sonst. Oder es ist tatsächlich wenig Nennenswertes zum Thema Depression geschrieben worden. Jedenfalls gibt es diese Woche nur zwei Themen, die möglicherweise auch Euer Interesse finden:

In seiner Februar-Ausgabe greift der amerikanische Newsweek die Ergebnisse der neuesten Studien zur Wirksamkeit von Antidepressiva auf. Den Depressing News About Antidepressants darf aber auch gleich ein Psychiater widersprechen: “Antidepressants have helped not only my patients, but myself.“.

Und dann hat mich diese Woche noch jemand daran erinnert, warum ich eigentlich mit dem Bloggen über meine Depression angefangen habe: 5 Ways Blogging Can Save Your Sanity.

Schönen Sonntag wünsche ich Euch.

Nachtrag: Vorhin hat jemand auf MetaFilter noch eine großartige Linkliste zu zwei Vorträgen zum Thema Meditation und Achtsamkeit herausgebracht. Ich habe das erste Video, den Vortrag Change your mind, change your brain gerade gesehen – sehr empfehlenswert. Ich werde wohl den Rest des Nachmittags mit den übrigen Links verbringen.


Jan 27 2010

Hadern

Hadern. Schönes Wort. Zaudern gegenüber hat es den Vorzug, dass es mit etwas anderem zusammenhängt. Sagt man, man zaudere, etwas zu tun, ist nichts über den Grund des Zauderns gesagt. Sagt man vielmehr, man hadere mit etwas, ist das Etwas immer auch gleich als Teil des Problems benannt. Man hadert mit etwas, wie man auch mit etwas ringen kann: Beim Ringen jedoch wehrt sich das Gegenüber, das Hadern geschieht in einem selbst.

Ich hätte also gerne geschrieben:

Ich also hadere – mit dem Schreiben hier.

Es ist nicht, dass es nichts zu erzählen gegeben hätte. Im Gegenteil.

Über einen alten Freund, den ich über ein Jahr nicht gesehen hatte, der mein Leben über mein Blog weiterverfolgt hat, und mich ermutigt hat, weiterzumachen. Einen Tag der Schwäche, in dem mich Unsicherheit für einen Moment fast wieder an den Rand depressiven Treibsands getrieben hätte. Von dem mich ein anderer Freund mit einer einfachen Geste wieder weggeführt hat. Und von den letzten Tagen, den Bemühungen, mich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Ich muss aber sagen: Ich habe schlicht gezaudert, es aufzuschreiben. Gehadert habe ich nicht mit dem Schreiben, sondern – mit mir.

Und tue es noch.


Jan 24 2010

Worte zum Sonntag (#13)

Die Leselinks der Woche, diesmal ganz im O-Ton:

 I still run, I still run, I still wander.
 In our day, everyday, we would wander.
 And I want to go, where nobody moves.
 Are you hearing something, don’t let me see you move.