Mrz 31 2010

Was geht?

Gut, die vorige Woche ging es mir scheisse. Ich konnte nicht viel mehr von mir erwarten, als aufzustehen, zu essen und zu schlafen – und das fiel mir schon schwer genug. Dann hatte ich ein paar Tage, an denen ich einmal mehr feststellen durfte, was mal nicht so eben geht – wie z.B. einen Termin bei einem Psychiater zu bekommen, der einen auch weiterbehandeln wird.

Was geht jetzt?

Ich werde es morgen rauszufinden versuchen. Ihr hört von mir.

P.S.: Meditieren ging heute z.B. schonmal wieder.

P.P.S.: Danke nochmal für den Tritt in den Arsch. (Der Angesprochene weiss Bescheid.)


Mrz 30 2010

Zwei neue Termine

Ich habe heute Termine für Erstgespräche bei zwei meiner favorisierten Psychiater(innen) bekommen: einen am 19. April, den zweiten am 26. Mai (sic).

Unter Umständen bleibt mir kurzfristig doch nur der Weg in die Ambulanz eines Klinikums. Zu den schon genannten habe ich heute noch eine weitere nähergelegene sog. Institutsambulanz gefunden, an der Schön Klinik Hamburg-Eilbek. Im Telefonat mit dem Klinikum wurde mir nochmal gesagt, dass für Ersttermine bei niedergelassenen Psychiatern Wartezeiten von zwei bis drei Wochen die Regel seien.

Derweil geht es mir besser als letzte Woche – vielleicht durch die Botenstoffe, die gestern ob der Wut über den geplatzten Termin freigesetzt wurden, vielleicht, weil ich etwas mehr an der frischen Luft war, keine Ahnung.


Mrz 29 2010

Ratschläge eines Bekloppten an die Zunft der Psychiater

Weil ich mich gerade aufrege, hier noch ein paar kleine Verbesserungsvorschläge:

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Mrz 29 2010

Ein Einzelfall(?)

Wenn ich in eine Wohnung käme, die aussähe wie die Behandlungsräume, aus denen ich vor einer Stunde geflüchtet bin, hätte ich bestenfalls Mitleid mit dem Bewohner. Sähe meine Wohnung so aus, ich würde mich schämen und niemanden mehr einladen, bis ich den Zustand nicht geändert hätte. Es kann mir beschissen gehen, aber ich will eine Restwürde behalten.

Oberflächlichkeit?

Der “Termin” um 14:30 Uhr war Makulatur. Offensichtlich galt first-come, first-served. Ich hätte auch so zur Sprechstunde reinschneien können. Bedient war ich dann auch bald, wurde es aber nie: Denn von der Assistentin wurde ich beim ersten Kontaktversuch gebeten, draußen noch zu warten – sie müsse noch andere Patienten vor mir aufnehmen. Sie vergaß, mich nach meinem Namen oder Termin zu fragen. Wenigstens die Überweisung schon mal hinlegen, damit sie weiß, wer wann gekommen ist? Auch nicht.

Nach 35 Minuten hatte Sie immer noch weder meinen Namen noch meine Überweisung. Sie hatte sich weder für die Verzögerungen entschuldigt, noch die Situation irgendwie erklärt, noch mich anderweitig angesprochen. Ich tat dasselbe und ging.

Warum – obwohl es so schwer ist, Termine bei Psychiatern zu bekommen?

Es gab noch mindestens ein halbes Dutzend weiterer Dinge, die mein Vertrauen gekostet haben: Die Art, wie die Assistentin telefonisch eine andere Praxis kontaktierte und ihren Fachjargon offenbar nicht im Griff hatte. Die Bestuhlung. Die Ordnerbeschriftungen im Aktenschrank. Die einzigen Worte des Psychiaters, ohne jede Freundlichkeit im Ton, gerufen aus der halboffenen Tür seines Behandlungszimmers: “Der Nächste!” (Ich könnte schwören, da war kein “Bitte”! Ich bin sicher, da war kein Name. Es fühlte sich auch niemand angesprochen (inklusive Assistentin). Das Behandlungszimmer war fünf Meter den Flur runter: herauskommen und den Patienten freundlich mit Namen begrüßen? Nur so eine Idee…)

Ich lasse doch niemanden in den Kreislauf der Botenstoffe meines Gehirns eingreifen, dem ich nicht mal vertrauen würde, fünf Minuten auf meine Jacke aufzupassen während ich aufs Klo gehe!

PS: Es ist 16:40 Uhr, zwei Stunden nach meinem Termin. Ich habe keinen Anruf bekommen, warum ich nicht zum Termin erschienen bin. Ich rechne nicht damit, dass noch einer kommen wird. Danke für das Interesse.