Es funktioniert – nicht
Es ist, wie ich erwartet habe – Dinge, die ich bisher nicht getan habe, werden im Beisein meines Vaters nun irgendwie getan. Durch meinen Vater. Oder durch meine Hand, weil ich mich vor ihm schämen müsste, versuchte ich nicht wenigstens, die Dinge abzuarbeiten, die ich erklärtermaßen erledigen will (oder aus finanziellen oder anderen Gründen schlicht muss).
Aber all das lasse ich nur geschehen in der vagen Hoffnung, dass es mir die Arbeit das Leben in ein paar Tagen vielleicht leichter macht. Aber keines der erreichten “Ziele” lässt mich jubeln. Es ist das Gefühl, das man hat, wenn man eine Pflicht so gerade noch erfüllt hat, eher schlecht als recht: das bisschen Erleichterung, wenigstens nicht zugeben zu müssen, aufgegeben zu haben, aber ohne Überzeugung.
Es ist alles hohl. Die Aufgeräumtheit meiner Wohnung ist ein Bühnenbild für meinen Vater, aber kein Spiegelbild meiner selbst. Die dreckigen Ecken, die irgendein Teil meiner Wahrnehmung bisher einfach ausgeblendet hat, sind nun auch für andere nicht mehr zu sehen, aber ich komme mir weiter dreckig vor, als würde ich verrotten.
Ich habe zu tun, das ist wohl besser so. Aber ich tue es mit meinem Vater, in einem Zustand, in dem ich mich wie der 14-Jährige fühle, der ich mal war. Alles ist Anspannung. Ich träume wieder dieselben Alpträume. Ich will weg.
Aber ich bin immer noch zuhause.