Mrz 29 2010

Ratschläge eines Bekloppten an die Zunft der Psychiater

Weil ich mich gerade aufrege, hier noch ein paar kleine Verbesserungsvorschläge:

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Mrz 29 2010

Ein Einzelfall(?)

Wenn ich in eine Wohnung käme, die aussähe wie die Behandlungsräume, aus denen ich vor einer Stunde geflüchtet bin, hätte ich bestenfalls Mitleid mit dem Bewohner. Sähe meine Wohnung so aus, ich würde mich schämen und niemanden mehr einladen, bis ich den Zustand nicht geändert hätte. Es kann mir beschissen gehen, aber ich will eine Restwürde behalten.

Oberflächlichkeit?

Der “Termin” um 14:30 Uhr war Makulatur. Offensichtlich galt first-come, first-served. Ich hätte auch so zur Sprechstunde reinschneien können. Bedient war ich dann auch bald, wurde es aber nie: Denn von der Assistentin wurde ich beim ersten Kontaktversuch gebeten, draußen noch zu warten – sie müsse noch andere Patienten vor mir aufnehmen. Sie vergaß, mich nach meinem Namen oder Termin zu fragen. Wenigstens die Überweisung schon mal hinlegen, damit sie weiß, wer wann gekommen ist? Auch nicht.

Nach 35 Minuten hatte Sie immer noch weder meinen Namen noch meine Überweisung. Sie hatte sich weder für die Verzögerungen entschuldigt, noch die Situation irgendwie erklärt, noch mich anderweitig angesprochen. Ich tat dasselbe und ging.

Warum – obwohl es so schwer ist, Termine bei Psychiatern zu bekommen?

Es gab noch mindestens ein halbes Dutzend weiterer Dinge, die mein Vertrauen gekostet haben: Die Art, wie die Assistentin telefonisch eine andere Praxis kontaktierte und ihren Fachjargon offenbar nicht im Griff hatte. Die Bestuhlung. Die Ordnerbeschriftungen im Aktenschrank. Die einzigen Worte des Psychiaters, ohne jede Freundlichkeit im Ton, gerufen aus der halboffenen Tür seines Behandlungszimmers: “Der Nächste!” (Ich könnte schwören, da war kein “Bitte”! Ich bin sicher, da war kein Name. Es fühlte sich auch niemand angesprochen (inklusive Assistentin). Das Behandlungszimmer war fünf Meter den Flur runter: herauskommen und den Patienten freundlich mit Namen begrüßen? Nur so eine Idee…)

Ich lasse doch niemanden in den Kreislauf der Botenstoffe meines Gehirns eingreifen, dem ich nicht mal vertrauen würde, fünf Minuten auf meine Jacke aufzupassen während ich aufs Klo gehe!

PS: Es ist 16:40 Uhr, zwei Stunden nach meinem Termin. Ich habe keinen Anruf bekommen, warum ich nicht zum Termin erschienen bin. Ich rechne nicht damit, dass noch einer kommen wird. Danke für das Interesse.


Mrz 29 2010

Erste Schritte – zum x-ten Mal…

Vergangene Woche habe ich immerhin noch ein paar Dinge in die Wege leiten können, die mich die kommende Woche beschäftigen werden.

Über eine Suche im bundesweiten Ärzteverzeichnis der Neurologen und Psychiater im Netz habe ich Adressen in meinem Postleitzahlenbereich finden können. Verlinkte Einträge werden dort offenbar zuerst aufgelistet, sodass ich auch schnell und unkompliziert erste Eindrücke sammeln konnte. Der hat mich zu einer Ärztin geführt, die ich – ob mangelnder Telefonsprechstunde letzten Mittwoch – per E-Mail kontaktierte. Nachdem ich Donnerstag telefonisch erklärt bekam, dass die Ärztin auf Fortbildung (gutes Zeichen!) sei und deshalb nicht auf die Mail habe antworten können, bekam ich Freitag eine freundliche und erläuternde Antwort. Ob und wann das zu einem Termin führt, erfahre ich auch morgen, wenn sie von der Fortbildung zurück ist.

Freitag habe ich es auch noch geschafft, einen tatsächlichen Termin bei einem Psychiater zu “ergattern”, der mir empfohlen worden war. Ich war schon wieder von dessen Anrufbeantworteransage – die mich umgehend an dem geistigen Zustand des Sprechers, der offensichtlich der Arzt selber war, zweifeln ließ – soweit wiederholt abgeschreckt worden, dass ich das Ganze schon wieder vergessen wollte, als ich doch noch die Sekretärin(?) erreichte, die mir einen Termin am Montag einrichtete.

Auch am Freitag erreichte mich noch Post vom Balint-Institut, das mir ja zunächst nicht hatte helfen können: eine Adressenliste aller beim Institut eingetragenen Psychoanalytiker. Immerhin.

Morgen also.