Mrz 29 2010

Erste Schritte – zum x-ten Mal…

Vergangene Woche habe ich immerhin noch ein paar Dinge in die Wege leiten können, die mich die kommende Woche beschäftigen werden.

Über eine Suche im bundesweiten Ärzteverzeichnis der Neurologen und Psychiater im Netz habe ich Adressen in meinem Postleitzahlenbereich finden können. Verlinkte Einträge werden dort offenbar zuerst aufgelistet, sodass ich auch schnell und unkompliziert erste Eindrücke sammeln konnte. Der hat mich zu einer Ärztin geführt, die ich – ob mangelnder Telefonsprechstunde letzten Mittwoch – per E-Mail kontaktierte. Nachdem ich Donnerstag telefonisch erklärt bekam, dass die Ärztin auf Fortbildung (gutes Zeichen!) sei und deshalb nicht auf die Mail habe antworten können, bekam ich Freitag eine freundliche und erläuternde Antwort. Ob und wann das zu einem Termin führt, erfahre ich auch morgen, wenn sie von der Fortbildung zurück ist.

Freitag habe ich es auch noch geschafft, einen tatsächlichen Termin bei einem Psychiater zu “ergattern”, der mir empfohlen worden war. Ich war schon wieder von dessen Anrufbeantworteransage – die mich umgehend an dem geistigen Zustand des Sprechers, der offensichtlich der Arzt selber war, zweifeln ließ – soweit wiederholt abgeschreckt worden, dass ich das Ganze schon wieder vergessen wollte, als ich doch noch die Sekretärin(?) erreichte, die mir einen Termin am Montag einrichtete.

Auch am Freitag erreichte mich noch Post vom Balint-Institut, das mir ja zunächst nicht hatte helfen können: eine Adressenliste aller beim Institut eingetragenen Psychoanalytiker. Immerhin.

Morgen also.


Mrz 28 2010

Worte zum Sonntag (#22)

Diese Worte der Woche werden Ihnen testweise präsentiert von Windows Live Writer – falls sich jemand fragt, warum die <li> sich so drängeln. (Wer nicht versteht, was ich meine, einfach ignorieren.)

  • Die Süddeutsche fasst einige der aktuellsten Forschungsergebnisse zur Psychosomatik zusammen: Balsam für die Neuronen
  • Cary Grant: “In one LSD dream I shit all over the rug and shit all over the floor. Another time I imagined myself as a giant penis launching off from earth like a spaceship…” – Destination Subconscious: Cary Grant and LSD (via)
  • Zeitgemäßeres Gehirndoping: Ritalin (Wikipedia).
  • Der (vermutlich zurecht) sehr umstrittene Artikel der New York Times zu Depression’s Upside war bei der Frankfurter Allgemeinen auch in deutsch erschienen, unter dem Titel Vom Nutzen der Schwermut hatte ich ihn aber nicht wiedererkannt und deshalb nicht verlinkt. (Wie ich finde nimmt sich die Übersetzung auch sonst zu viel Freiheiten, aber für den des Englischen Unkundigen immer noch besser als Google Translate.)
  • “[…] more than three decades of research has shown that people with depression are less satisfied in their romantic relationships.” – O RLY?

Mehr war nicht diese Woche, oder ich habe es einfach überlesen. Würde mich nicht wundern.

Macht was Schönes.


Mrz 28 2010

Zeitumstellung

2 Uhr werde ich wach erleben. Die Uhren, die zu dumm sind, sich selbst zu stellen, kann ich gleich selbst richtigstellen.

Ich wünschte, das gelänge mir mit mir selbst.

Ich jedenfalls gehe nicht mehr richtig. Ganz offensichtlich bewegt sich ein Teil von mir weit in der Vergangenheit. Der andere Teil fürchtet sich vor der Zukunft.

Es ist tatsächlich so, die Zeit vergeht die letzten Tagen anders. Sie verrinnt nicht, sie verschwindet, springt, oder bleibt stehen. Vielleicht liegt es daran, dass mein Gedächtnis sich weigert, sich an Stunden sinnlosen Dahinvegetierens zu erinnern, wenn ich wie jetzt, inzwischen mitten in der Nacht, ein wenig wacher werde. Wenn ich plötzlich etwas will nach all dem Weder-Wollen-Noch-Können, sei es etwas Essen, weil ich den Hunger wieder spüre, oder Schreiben, weil ich wieder – denken kann.

Wenn ich Psychiater anrufe oder anschreibe, habe ich immer mein Notizbuch bei mir liegen, damit ich nachsehen kann, falls ich eine Jahreszahl brauche oder einen Zeitraum. Ich habe die Zahlen schon so oft wiederholt, und meine Erinnerung versagt dennoch ihren Dienst.

Es ist Zeit, die Uhr zu stellen.


Mrz 26 2010

Die Ausgangslage

Wenn ich mich zusammenreißen kann, werde ich hier in der Folge vom Verlauf meiner neuen Behandlungsversuche berichten. Damit man dem folgen kann, will ich versuchen, die Ausgangslage dafür zu beschreiben. (Den weiter gefassten Gesamtüberblick über meine Krankheitsgeschichte findet Ihr ja in Über/About “Nullwert”.)

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