Schreiben, Reden
Edit (11.5.): Ich versuche es nochmal. Die Originalfassung des Eintrags weiter unten.
Es ging geht mir nicht gut, die Nachwirkungen der Therapiesitzung letzte Woche. Die letzten Tage habe ich mich zuhause eingeigelt, irgendwo am Rand einer schwereren Depression.
Der Rest war Schweigen.
Doch es brauchte ein…
Es ist schon wieder 2:10 Uhr morgens und meine Gedanken laufen wieder und wieder gegen dieselbe Wand. Irgendetwas will gesagt werden… Ich könnte kotzen, diese Sprachlosigkeit schnürt mir die Brust zu.
Wenn ich nur ehrlich zu mir und meinem Gegenüber bin…
Ab und zu gelingt es mir für einen Moment, ein Stück echten Gefühls zu bergen… Vorhin, beim Schreiben einer Email. Im Dialog, ganz alleine gelingt es mir nicht. Wenigstens eine leere (Monitor-)Seite muss mir zuhören. Mir selbst mache ich mache nur zu gerne etwas vor. Wenn ich nur meinem Gegenüber und mir genug Aufmerksamkeit schenke…
Deshalb hatte ich doch angefangen, hier zu bloggen. Und dazu allein dienen die unzähligen Gespräche in der Therapie. Und doch vergesse ich immer wieder, das Gespräch aufrecht zu erhalten, nach Worten zu ringen, auch wenn es mir schwer fällt.
Und deshalb glaube ich, werde ich doch eine psychoanalytische Therapie suchen. Ich brauche die Intensität, das unvermeidbare Gespräch. Auch wenn mir die Worte zunächst im Halse stecken bleiben.
Und doch wollte ich anderes sagen, als ich angefangen habe zu schreiben… Ein andernmal.