Quest abgeschlossen
Meine Suche nach einem mich weiterbehandelnden Psychiater hat heute zunächst ihr Ende gefunden. Nachdem ich zwei Monate auf den Termin gewartet habe, konnte ich heute in einem ungewöhnlich langen ersten Gespräch glücklicherweise feststellen, dass sich das Warten wie auch die Suche offenbar gelohnt haben: Der bisher jüngste Vertreter seiner Zunft stellte zur richtigen Zeit vernünftige Fragen, ließ mir dennoch immer Zeit, alle nötigen Details einmal anzusprechen und auch so etwas wie eine eigene Meinung zu haben. Die Gesprächsführung entwickelte sich natürlich, ich kam mir nicht vor, als müsse man einen Fragebogen abarbeiten, den der Arzt vor sich auf dem PC-Monitor sieht.
Der Arzt ist Teil einer Praxengemeinschaft, die insgesamt unter dem “Label” Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) arbeitet. Wenn dies eine Auswirkung auf die Behandlung hatte, war sie mir nicht negativ aufgefallen. Direkt darauf angesprochen meinte der Psychiater scherzhaft, er würde mir jetzt nicht eine kostenpflichtige Akupunktur verschreiben, die mir nichts brächte. Er fragte mich, ob ich davon etwas Bestimmtes erwartet hätte. Eine vorbildliche Reaktion, finde ich.
Eines könnte ein Einfluss der ganzheitlichen Betrachtungsweise der TCM sein: Dies ist der erste Psychiater, der mein Köpergefühl und meine Gewichtsprobleme zu einem entscheidenden Thema gemacht hat.
Eines ändert sich aber auch hier nicht: die Seltenheit der Termine. Den nächsten Termin habe ich, vermutlich nicht zufällig erst im nächsten Quartal, in rund sechs Wochen.
Trotzdem hoffe ich, nein, glaube ich, dass ich hier endlich einen verlässlichen Ansprechpartner gefunden habe. Ich bin froh, dass ich mir die Zeit zur Suche genommen habe, und mich nicht mit weniger zufrieden gegeben habe.
P.S.: Für die Uneingeweihten findet sich die Erklärung des Titels mal wieder bei Wikipedia.