Jun
20
2010
Die üblicherweise jetzt schon erschienenen Worte zum Sonntag (#33) werden diesmal noch etwas auf sich warten lassen. Ich ringe mit Unlust und technischen Schwierigkeiten, i.e. einem nicht bootenden Windows-PC.
Statt “Unlust” könnte ich auch Depression schreiben – will ich mir aber nicht eingestehen aus Angst, dass ich damit anerkennen würde, dass der Zustand noch ein paar Tage anhält.
Vielleicht später mehr, wenn technische und sonstige Beschwerden überwunden und die Worte zum Sonntag im Kasten sind.
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Jun
13
2010
Meine Systemfestplatte hat einen ernsthaften Fehler – und ausnahmsweise meine ich das mal nicht im übertragenen Sinne. Deshalb schnell veröffentlichen, ehe mein Rechner nochmal abstürzt:
Wenn Meditieren nur manchmal nicht so schwer wäre… ;-)
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Jun
9
2010
Die Erleichterung darüber, praktisch alles mir Mögliche für meine weitere therapeutische Weiterbehandlung getan zu haben, hat sich in eine erschreckende Leere verwandelt.
Was für andere gerade angesichts der Sonnentage letzte Woche ein erstrebenswerter Zustand sein muss, die Abwesenheit jedweder Pflichtaufgaben, hat bei mir eine Art Stress ausgelöst. Der kategorische Imperativ Carpe Diem! versetze mich jeden Tag aufs Neue in Panik. Tu was! Erleb was!
An mehreren Tagen liege ich in der Sonne und versuche mich zu zwingen, mich zu entspannen. Wie lächerlich.
Ich habe versucht, dagegen anzurennen, wortwörtlich, wenn schon das Meditieren unmöglich scheint, dann vielleicht “mit Gewalt” – ohne Ergebnis. Ich bin ziellos durch die Straßen gewandert, in der Hoffnung, das Leben der Anderen könnte mich aufwecken – erfolglos.
Sonntag machte mein Kreislauf schlapp. Kopfschmerzen. Übelkeit. Es mag die Hitze gewesen sein. Das falsche Essen. Der Kaffee nach drei Tagen selbstverordneter Koffeinabstinenz. Vielleicht war es der abschließende Versuch meines Körpers, mich darauf aufmerksam zu machen, dass ich mich zum Leben nicht zwingen kann…
Seitdem verfolgen mich die Kopfschmerzen, Kieferprobleme, meine Muskeln sind dauerverkrampft. Appetitlosigkeit.
Aber mein Gejammer geht mir auch gegen den Strich, es hilft niemandem. Eine Mischung aus Pflichtübung und Selbstbestrafung. Das will ich eigentlich nicht, aber es ist das einzige, was an diesem Leben zur Zeit bemerkenswert ist. Ein Leben in der Warteschleife.
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Jun
6
2010
Zum einunddreißigsten Male Worte und Zahlen zu Depression und (teils in weiterem Sinne) verwandten Themen aus dem Internet der vergangenen Woche:
- “Inzwischen sind psychische Überlastungen zur häufigsten Ursache für Arbeitsausfälle geworden. Die Zahl der Fehltage, die auf Burn-out und Co. zurückzuführen sind, stieg zuletzt in weniger als zehn Jahren um 70 Prozent.”, schreibt ZEIT ONLINE.
- Welt Online wiederum berichtet: “Immer mehr Arbeitslose leiden an psychischen Erkrankungen – eine Folge der Hartz-Reformen. Männer sind dabei mehr betroffen als Frauen.”
- Sozusagen zur rechten Zeit also zitiert die Süddeutsche Zeitung Theresa Enke zur Robert Enke Stiftung: “Wir wollen erreichen, dass sich keiner mehr schämen muss.”
- “Ein neues Verfahren könnte bald Tinnitus lindern, indem kombinierte elektrische und akustischen Signale das Hörzentrum neu justieren.”, berichtet Technology Review.
- “Nach einer Studie ist bei US-Studenten die Empathie in den letzten 30 Jahren drastisch gefallen, besonders stark ab dem Jahr 2000″, fasst Telepolis eine neue U.S.-amerikanische Studie zusammen.
- Zur gleichen Zeit gibt es in den USA mehr und mehr Neuroleptika und Antidiabetika für das junge Volk.
- “The stimulatory effects of caffeine may be nothing more than an illusion according to new research, which shows there is no real benefit to be gained from the habitual morning cup of coffee.” (via)
Zitat der Woche:
From what we know of the future DSM-V, Anakin is a “good” to “very good” match to the future BPD[...]“.
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