Sep 19 2010

Interludium

Ich bin noch da. Gewissermaßen soger noch “daer” als bisher. Was mir – neben meinem Ringen mit einer beginnenden Erkältung – gerade Kopfschmerzen bereitet – deshalb dazu erst später mehr. Wie auch zu mehreren anderen Themen, die mir seit Tagen und teils Wochen im Kopf rumspuken.

Will sagen: Bleibt dem Blog gewogen. Danke. Bis demnächst.


Sep 9 2010

10.9. ist Welt-Suizid-Präventionstag

Ich weise hier darauf hin, weil vermutlich der von der Weltgesundheitsorganisation geschaffene Tag zur Information über Suizid und seine Prävention (Wikipedia) in Deutschland keine besondere Beachtung finden wird. Trotz der enormen Aufmerksamkeit, den die Selbsttötung Robert Enkes vergangenes Jahr auf sich zog, verschwand das Thema wieder in der Versenkung. Wenn der Zustand der Webseiten als Maßstab für die Mittel und Aufmerksamkeit genommen werden kann, die dem Thema von offizieller Seite gewidmet wird – die deutsche Seite hat selbst heute noch keine Angaben zu den mitwirkenden Organisationen (einziger Inhalt: “Informationen in Kürze.” – Stand: 09.09.2010, 15:39 Uhr) und auch der Auftritt der dahinter stehenden Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention (Wikipedia) ist bestenfalls altbacken zu nennen – ist das auch kein Wunder.

Dabei sind die Zahlen erschreckend:

On average, almost 3000 people commit suicide daily. For every person who completes a suicide, 20 or more may attempt to end their lives.

So lauten die weltweiten Schätzungen der WHO laut oben verlinkter Seite. Die deutsche Tochterseite spricht für Hamburg von 217 Menschen, die sich hier vergangenes Jahr das Leben genommen hätten. FRND.DE spricht von jeden Tag durchschnittlich sechs Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die täglich deutschlandweit Opfer eines der schätzungsweise 150 Suizidversuche werden. (Laut National Public Radio ist Suizid die vierthäufigste Todesursache U.S.-amerikanischer Kinder.) Hier sind die Zahlen laut Wikipedia.

Ich finde es auch unglücklich, dass die Leitveranstaltung in Hamburg (und möglicherweise die einzige?) ausschließlich ein christlicher Gottesdienst ist. Leider weiß die wie ich finde ganz ansehnlich gemachte FRND.DE-Seite mit dem morgigen Termin auch nicht mehr anzufangen.

Ich denke, die Weltgesundheitsorganisation hat sich von dem Termin anderes versprochen!

Wenn Sie selbst akut unter Depressionen leiden oder einen direkten Ansprechpartner suchen: Bitte lesen Sie unbedingt die Hinweise für Betroffene!


Sep 6 2010

Kein Gefängnis

Meine tageszeitung veröffentlichte heute mit dem Montagsinterview ein Gespräch mit Prof. Dr. Andreas Heinz, Leiter der Psychiatrie der Charité Mitte.