Aug
12
2009
Tag Drei des Auslassens der Tagesdosis 50mg Amitryptilin: anhaltender seekrankartiger Schwindel, sobald ich meine Augen oder den Kopf zu sehr bewege; Schlafprobleme, da ich beim Einschlafen quasi übergangslos in eine Traumphase übergehe, die seltsam real und meist mit unangenehmen Träumen einhergeht, sodass ich gleich wieder aufwachen will und dies auch immer wieder tue; wegen beidem Probleme, trotz Antrieb Dinge vernünftig zu erledigen, da das Rumlaufen mit Dauerschwindelgefühl schnell zuviel wird.
Ohne weitere Erklärung, warum gerade dieses Medikament mir dauerhafte Unterstützung bieten soll, wenn es bisher drei andere nicht geschafft haben, werde ich das Zeug jedenfalls nicht wieder anfassen.
Nachtrag (14.8.): Dummheit gehört aber auch bestraft – warum schleiche ich das Zeug nicht auch langsam(er) aus..?!?
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Aug
10
2009
Typisch, dass ich erst über Internet-Suchmaschinen grüble, bevor ich über mich nachdenke – na ja, ich arbeite daran.
Nachdem ich gestern und vermutlich auch vorgestern vergessen hatte, mein neues Medikament einzunehmen (nachdem ich das alte ja bereits ausgeschlichen habe), hatte ich die wirrsten und klarsten Träume in der im Halbschlaf durchwachten vergangenen Nacht. Ich träumte, ich träume, wurde mir dessen bewusst und wollte aufwachen, um in einem Traum aufzuwachen, in dem ich geträumt hatte, dass ich träumen würde. Man merke also: Um bunte Farben zu sehen und wirre Visionen zu haben, kann es auch helfen, Drogen abzusetzen, statt sie einzuwerfen.
Ich sollte damit eigentlich nicht scherzen. Oder damit bzw. hiermit: Nach den Daten des Statistischen Bundesamts gab es 2006 fast doppelt so viele Todesfälle durch Vorsätzliche Selbstbeschädigung als durch Transportmittelunfälle.
Glücklicherweise geht es mir besser – trotz oder wegen abgesetzter oder vergessener Medikamente sei mal dahingestellt. Ich denke nur im politischen Interesse über dieses ernste Thema nach. Vielleicht, damit ich in meinen Anstrengungen nicht nachlasse. Damit ich aufwache aus dem Halbschlaf.
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Jul
17
2009
Also auf ein Neues.
Einem Zufall zu verdanken, bekam ich gestern von einem Moment auf den nächsten einen Termin bei einer Psychiaterin. Das erste Gespräch verlief, wie ich finde, dass solche Gespräche verlaufen sollten. Ihre Nachfragen schienen immer die richtigen Stichworte und Probleme anzusprechen.
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