Apr
25
2010
Das Gros der Links zu Artikeln mit Bezug zu Depression oder Psychologie ist auch diese Woche wieder in englischer Sprache. Leider.

Schönen Sonntag Euch da draußen!
keine Kommentare | Stichworte: Beratung, Meditation, Nebenwirkungen, Schule | abgelegt unter Antidepressiva, Psychologie/Psychiatrie/Neurologie
Apr
18
2010
Ohne lange Vorrede, die meiner Meinung nach bemerkenswerten Nachrichten der vergangenen Woche in umgekehrter chronologischer Reihenfolge (älteste zuletzt):
Und zwei bedenkenswerte Gedichte, über die ich diese Woche gestolpert bin – hier nur jeweils die letzten Zeilen:
…
and always serve bread with your wine.
But, son,
Always serve wine.
Advice to my Son by J. Peter Meinke
…
Those “oh-it’s-simply-nothing” things
That make life worth the fight.
The Elf-Errant by Moira O’Neill
Schönen Sonntag.
keine Kommentare | Stichworte: Erinnerung, Familie, Halluzinogene, Hirnforschung, Multitasking, Suizidalität | abgelegt unter Antidepressiva, Psychologie/Psychiatrie/Neurologie
Apr
15
2010
Freunde und ein Berater der Krankenkasse haben mich auf die Ambulanz des Universitätsklinikum Hamburg aufmerksam gemacht, bei der ich mich heute vorgestellt habe. Das ca. dreiviertelstündige Gespräch mit einem Psychiater der Ambulanz hat mich an einigen Stellen gewissermaßen vor den Kopf gestoßen. Ich schaffe es heute nicht mehr, die Dinge in irgendeinen sinnigen Textfluß zu zwingen, deshalb greife ich wieder zu Stichpunkten:
- Meine Medikation hat er als sinnvoll bestätigt, das Valdoxan als gutes Medikament bezeichnet. Allerdings sei meine bisherige 25mg-Dosierung nur für schwache Depressionen sinnvoll. Ich soll sie ab heute Abend auf 50mg erhöhen.
- Er sieht natürlich die Notwendigkeit, einen festen Psychiater zu haben, aber hat mir alle Hoffnungen genommen, dass er mir viel weiterhelfen wird: Bis auf das Erstgespräch stünden Psychiatern für Folgegespräche tatsächlich lediglich zehn Minuten zur Verfügung. Mehr als um die Kontrolle der Medikation könne es nicht gehen.
- Die aktuellen Wartezeiten für einen Therapieplatz hat er auf drei bis sechs Monate beziffert.
- Für mich hielt er einen (Tages-)klinischen Aufenthalt für sinnvoll, mit tiefenpsychologischem Ansatz möglichst. Ich habe mich heute schon an den Ginsterhof gewandt. Wartezeiten sieht er aber auch bei mehreren Monaten – ich erinnere mich an 2006, da war es auch über ein Vierteljahr.
Ich merke erst jetzt gegen Abend, was die Schlussfolgerungen aus diesem Gespräch für eine Wirkung auf mich gehabt haben: Dass ich nämlich weitermachen muss wie bisher, ohne Anhaltspunkte Therapeuten durchtelefonieren, und schließlich nur noch warten, bis irgend jemand Zeit hat, mir richtig zuzuhören.
Und ich kann nicht arbeiten gehen. Ich dachte, es geht mir besser, aber ich musste heute beobachten, wie mir schon die erste nichtalltägliche Aufgabe in kürzester Zeit über den Kopf steigt – und mich auf völlig irrationale Weise zu überwältigen droht. Das einzige, was ich zur Zeit will und kann ist diese angestaute Hoffnungslosigkeit rausschreien, die sich in mir breit macht, aber es bleibt noch immer nur ein stummer Schrei.
Ich habe Angst. Ich habe Menschen kennengelernt, die den Weg nicht geschafft haben, die von Klinikaufenthalt zu Klinikaufenthalt gepilgert sind… Ich will das nicht. Ich kann doch (meistens) noch klar denken. Ich habe es schonmal geschafft, ich kann ein gutes, spannendes, ereignisreiches Leben leben. Verdammt, ich will mein Leben zurück!
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Apr
9
2010
Nun, ich bin also erstmal weiter krankgeschrieben worden.
Obwohl letztendlich alternativlos und abzusehen gewesen, hat mir das doch wieder zugesetzt. Der erneute Versuch, am Nachmittag darauf einen weiteren Psychiater um einen Termin zu bitten wurde mit der schlichten Ansage quittiert, sie könnten zur Zeit gar keine psychiatrischen Patienten mehr annehmen.
Das Valdoxan zeigt noch keine Wirkung, außer vielleicht tatsächlich darin, mir das Einschlafen etwas zu erleichtern. Es verbessert den Schlaf aber nicht, und es hilft auch nicht, am nächsten Morgen besser in die Gänge zu kommen. Noch nicht, jedenfalls. (Wie andere Antidepressiva auch soll das Agomelatin erst nach zwei bis drei Wochen Wirkung zeigen.)
Schade, mir fällt nichts Positives ein, keine Aussicht, keine Ansage, kein Wortspiel und kein Link. Mein Kopf ist leer, mein Herz hat sich versteckt. Krank.
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