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	<title>nullwert &#187; Venlafaxin</title>
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	<description>Leben und Erleben mit Depression</description>
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		<title>Vertigo</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 18:46:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben mit Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Venlafaxin]]></category>
		<category><![CDATA[Medikament Absetzen]]></category>
		<category><![CDATA[Nebenwirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[Schwindel]]></category>
		<category><![CDATA[Vertigo]]></category>

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		<description><![CDATA[150, 85, 50, 25 und 0 Milligramm &#8212; Heute ist also der erste Tag ohne Venlafaxin. Vor drei Wochen hatte ich auf Anraten meiner neuen Psychiaterin begonnen, das Medikament langsam auszuschleichen. Von der vollen Dosis 150 mg habe ich angefangen mit 85 mg die letzten zweieinhalb Wochen die Dosis bis zuletzt 25 mg herunterdosiert, heute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>150, 85, 50, 25 und 0 Milligramm &#8212; Heute ist also der erste Tag ohne <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Venlafaxin">Venlafaxin</a>. Vor drei Wochen hatte ich auf Anraten meiner neuen Psychiaterin begonnen, <a href="http://www.netdoktor.de/Medikamente/Trevilor-r-retard-75-mg-1-100007544.html">das Medikament</a> langsam <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ausschleichen">auszuschleichen</a>. Von der vollen Dosis 150 mg habe ich angefangen mit 85 mg die letzten zweieinhalb Wochen die Dosis bis zuletzt 25 mg herunterdosiert, heute habe ich zum ersten Mal vollständig darauf verzichtet.</p>
<p>Nachdem ich bisher bei jeder (mehr oder weniger) Halbierung der Dosen praktisch nebenwirkungsfrei geblieben war, überraschten mich heute Nachmittag die ersten Anzeichen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vertigo">Schwindel</a>. Aktuell führen schnellere Bewegungen praktisch gleich zu einem Schwindelgefühl. Alles wahrlich noch sehr erträglich&#8230;</p>
<p>&#8230;aber irritierend: Was macht diese letzten 25 mg für mein Gehirn so bedeutend, die ich ihm nun vorenthalten habe, dass es mich jetzt quasi mit Fehlalarmen irritiert? Warum beim Entzug, aber nicht bei und seit der ersten Einnahme &#8211; während andere bereits bei der Einnahme geringer Dosen mit diesen Nebeneffekten malträtiert werden?</p>
<p>Ich fürchte, die Frage wird mir niemand vollständig beantworten können, aber vielleicht belehrt mich meine Psychiaterin oder ein Internet-Fundstück eines Besseren.</p>
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		<title>CAS-Nummer 50-48-6</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Jul 2009 20:58:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Amitriptylin]]></category>
		<category><![CDATA[Venlafaxin]]></category>
		<category><![CDATA[Medikation]]></category>

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		<description><![CDATA[Also auf ein Neues. Einem Zufall zu verdanken, bekam ich gestern von einem Moment auf den nächsten einen Termin bei einer Psychiaterin. Das erste Gespräch verlief, wie ich finde, dass solche Gespräche verlaufen sollten. Ihre Nachfragen schienen immer die richtigen Stichworte und Probleme anzusprechen. Die inzwischen mit 150mg wohl schon hohe Dosis Trevilor bzw. Venlafaxin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Also auf ein Neues.</p>
<p>Einem Zufall zu verdanken, bekam ich gestern von einem Moment auf den nächsten einen Termin bei einer Psychiaterin. Das erste Gespräch verlief, wie ich finde, dass solche Gespräche verlaufen sollten. Ihre Nachfragen schienen immer die richtigen Stichworte und Probleme anzusprechen.</p>
<p><span id="more-501"></span></p>
<p>Die inzwischen mit 150mg wohl schon hohe Dosis <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Venlafaxin">Trevilor bzw. Venlafaxin</a> findet sie kritisch, wenn sie keine Wirkung mehr zeige. Ich schleiche das nun also aus. Stattdessen wieder Rückgriff auch die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trizyklische_Antidepressiva">Trizyklika</a>. Ich beginne parallel zum Ausschleichen die Einahme von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Amitriptylin">Amitriptylin</a>.</p>
<p>Erste Wirkung: Gestern Nacht nahe an 12 Stunden durchgeschlafen. Am späteren Nachmittag wieder Müdigkeit. Ich warte gespannt auf die nächste.</p>
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		<title>Neulich beim Psychiater (Medikation)</title>
		<link>http://nullwert.de/2009/06/12/neulich-beim-psychiater-medikation/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 14:44:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben mit Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Nortriptylin]]></category>
		<category><![CDATA[Venlafaxin]]></category>
		<category><![CDATA[Medikation]]></category>
		<category><![CDATA[Psychiatrie]]></category>

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		<description><![CDATA[Am vergangenen Dienstag war ich also bei &#8220;meinem&#8221; Psychiater. Das &#8220;Mein&#8221; muss in Anführungszeichen, weil man ihn mit einem dutzend anderer Wartender teilen muss, und feste Termine hauptsächlich Erstgesprächen vorbehalten sind. Ich nehme zur Behandlung meiner Depression nun seit über anderthalb Jahren Trevilor. Wie ich bis zu meinem letzten Einbruch vor drei Monaten dachte, mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am vergangenen Dienstag war ich also bei &#8220;meinem&#8221; Psychiater. Das &#8220;Mein&#8221; muss in Anführungszeichen, weil man ihn mit einem dutzend anderer Wartender teilen muss, und feste Termine hauptsächlich Erstgesprächen vorbehalten sind.</p>
<p>Ich nehme zur Behandlung meiner Depression nun seit über anderthalb Jahren <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Venlafaxin">Trevilor</a>. Wie ich bis zu meinem letzten Einbruch vor drei Monaten dachte, mit Erfolg. Da dieser Erfolg nun infragegestellt war, nehme ich nun seit etwa zwei Monaten noch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nortrilen">Nortrilen</a> dazu, um die Abwärtsbewegung zu stoppen und mich insgesamt wieder &#8220;wacher&#8221; zu machen.</p>
<p>Mir ging diese Behandlung aber gegen den Strich: Noch ein Medikament! Ich beobachte Nebenwirkungen wie z.B. einen leichten Tinnitus! Ich vergesse regelmäßig einen der drei täglichen Einnahmen! usw.<br />
<span id="more-360"></span></p>
<p>Als ich dann Dienstag vor meinem Psychiater saß und den Verlauf meiner Krankheit über die letzten Wochen erläuterte, versuchte ich also, das Ganze in negativem Licht darzustellen. Doch als wollte ich meinem Deutschlehrer nochmal <i><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Über_die_allmähliche_Verfertigung_der_Gedanken_beim_Reden">Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden</a></i> referieren, stelle ich mitten in der Schilderung fest, dass ich eigentlich Fortschritte in den letzten Wochen beschreiben muss: Was sind Alpträume, Einschlafprobleme und ein (wohlgemerkt sehr leichter!) Tinnitus gegenüber den Wachphasen, in denen ich tatsächlich einigermaßen fokussiert bin, und so Dinge fertigbringe wie diesen Blog zu starten?!? Meine Selbstwahrnehmung, mein Selbst-Bewusstsein unterlief meinen Plan komplett: War ich im letzten Gespräch ein kaum zur Rede zu bringendes Wrack, übernahm ich diesmal fast die Führung des Gesprächs!</p>
<p>Inzwischen ist mir klar geworden, was mein Hauptproblem mit der Pharmakotherapie, wie sie fachsprachlich bezeichnet wird, also mit der medikamentören Behandlung der Depression ist: Es ist meine <em>Hilflosigkeit</em>!</p>
<p>Nehmen wir an, ich hätte eine Viruserkrankung, die mit Antibiotika behandelt werden soll, die bekannte Nebenwirkungen hat. Dann wäre folgendes gegeben: Man kann die Krankheit durch Tests nachweisen. Man kann den Erfolg der Behandlung messen, und man kann sie selbst beobachten, weil die Symptome der Krankheit verschwinden. Man kann die Behandlung (in der Regel) von hier auf jetzt abbrechen, wenn die Nebenwirkungen schlimmer sind als der positive Effekt der Behandlung.</p>
<p>Im Fall von Depressionen ist alles anders: Durch Beobachtung kann man annehmen, dass ich unter chronifizierten Depressionen leide, man kann es aber nicht messen. (Deshalb verlangen die Krankenkassen auch ärztliche Gutachten, wenn sie einen Nachweis brauchen, und nicht konkrete Untersuchungen bzw. Messwerte!)<br />
Meine &#8220;Antibiotika&#8221;, die Antidepressiva, haben bekannte Nebenwirkungen, allerdings auch weniger bekannte, sie wirken bei allen unterschiedlich, und sie sind alle derart, dass sie auch gar nichts mit dem Medikament zu tun haben könnten (Schwindel, erhöhte Neigung zum Schwitzen, Schlaflosigkeit, Übelkeit etc.). Absetzen kann man das Zeug von selbst auch nicht, man muss es <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ausschleichen">ausschleichen</a>.</p>
<p>Deshalb kann man auch nur schwer den Erfolg messen: Geht es mir aktuell besser wegen des Medikaments &#8211; oder trotz des Medikaments?</p>
<p>Kurz: Ich muss meinem Psychiater und seiner Erfahrung vertrauen. Weder er noch ich können prüfen, geschweige denn beweisen, welche Wirkung genau von dem Medikament ausgeht.</p>
<p>Ich habe also mittem im Gespräch festgestellt, dass ich meinem Arzt vertrauen muss. Und, was wichtiger ist, dass ich ihm vertrauen <em>will</em>. Und das ist gut so.</p>
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