Okt 25 2010

Es geht weiter

Das Leben will offenbar gerade, dass ich einmal mehr – oder besser: endlich – lerne, mit den Widersprüchlichkeiten im Leben umzugehen. Vor wenigen Stunden saß ich bei meiner Therapeutin und habe ihr mir eingestanden, dass es mir wieder schlechter geht – und es will etwas heißen, dass ich offen sage, es gehe mir wirklich schlecht. Jetzt stehe ich an meinem etwas improvisierten Arbeitspult am PC und betrachte mit Erstaunen die Kurve der Besucherzahlen meines zuletzt so schweigsamen Blogs, die über das Wochenende steil angestiegen ist.

Der Grund ist offensichtlich das Feedback auf die Spiegel TV-Doku vom Samstag Abend.

Auf der einen Seite freue ich mich über jeden Besucher. Aber in diesem Kontext kann ich nur annehmen, dass die von der Sendung Angesprochenen im Internet unterwegs sind, um Hilfe und Unterstützung zu suchen, Ansprechpartner, Details – weil sie – Sie? – sich oder einen Freund, Bekannten, Verwandten in der Sendung “wiedergefunden” haben.

Wenn dem so ist, wenn Sie erstmals hierher gefunden haben:

Lesen Sie bitte die Hinweise für Betroffene.

Unter “Depression” im Internet finden Sie Links zu weiteren Seiten mit Informationen zum Thema.

Wenn Sie darüber hinaus in diesem meinem Blog weiterlesen wollen, freue ich mich natürlich.

Aber da ist sie, die Widersprüchlichkeit: Es fällt mir schwer, “freuen” zu schreiben, wenn ich annehmen muss, dass es Ihnen vielleicht nicht anders geht als mir. Mit einem einfachen Wort: schlecht. Vielleicht schlechter. Ich habe genug über mich und die Krankheit gelernt, um zu wissen, dass diese Skala noch weit nach unten reicht, bis zum gar nichts mehr fühlen – und etwas darüber hinaus.

Ich kann und will für Ihren Zustand mit dem, was ich hier schreibe, keine Verantwortung übernehmen. Deshalb die schon erwähnten Hinweise für Betroffene. Alles, was ich hier bieten kann, ist ab und an ein Einblick in meine persönliche Misere, in der vagen Hoffnung, dass vielleicht ein “Ich bin nicht allein damit.” Trost spendet. Dass die ein oder andere Erfahrung oder Meinung, die ich hier teile, vielleicht doch weiterhilft. Dass gemeinsames Nachdenken über diese Krankheit ein Bewusstsein dafür schafft, was mit einem passiert, um zu der Erkenntnis zu kommen…

…an die ich mich gerade heute nach einer schweren letzten Woche selbst erinnern musste. Wegen der ich dieses Blog begonnen habe – um sie nicht zu vergessen…

Es geht weiter!

Und auch wieder bergauf. Irgendwann, wenn auch nicht von jetzt auf gleich. Ich habe es schon selbst erlebt. Tja, ich bin gerade wieder zurück an einem Tiefpunkt – glauben Sie mir, ich wünschte, ich hätte mit dem vorigen Satz aufhören können – aber ich erinnere mich, wohin ich gehöre, wie das Leben auch aussehen kann, wenn man die Mauer der Depression einmal durchbrochen hat. Und da finde ich wieder hin, koste es was es wolle! Und das schaffen Sie auch – oder Ihr Lebensgefährte, Ihr Freund/Ihre Freundin, Ihr Kind oder Ihr Vater/Ihre Mutter! Lassen Sie sich dabei helfen.

Vielen Dank für den Besuch. Passen Sie auf sich auf. Ich verspreche auch, ich tue dasselbe für mich.


Sep 19 2010

Interludium

Ich bin noch da. Gewissermaßen soger noch “daer” als bisher. Was mir – neben meinem Ringen mit einer beginnenden Erkältung – gerade Kopfschmerzen bereitet – deshalb dazu erst später mehr. Wie auch zu mehreren anderen Themen, die mir seit Tagen und teils Wochen im Kopf rumspuken.

Will sagen: Bleibt dem Blog gewogen. Danke. Bis demnächst.


Mrz 17 2010

Einen Tag später

Vorigen Eintrag habe ich bereits gestern Nacht (von Montag auf Dienstag) geschrieben, aber erst nachträglich öffentlich geschaltet.

Ich habe mich dafür entschieden, weil ich – unbewusst und zum ersten Mal, glaube ich – meine Jugend angesprochen habe. In meiner Selbstbeschreibung habe ich sie – bewusst – übergangen. Aber ich stelle fest, dass ich ohne sie vielleicht den wichtigsten Punkt meiner Geschichte ausgelassen habe, und ich so vielleicht fälschlicherweise eine bestimmte Vorstellung der Depression vermittle: die eines plötzlich eintretenden, quasi unerklärbar über einen hereinbrechenden “Fluchs”, einer Krankheit, die einen möglicherweise nur wegen eines Gendefekts befällt.

Aber so einfach ist es nicht. Nicht in meinem Fall. Und das muss ich erzählen – will ich erzählen!

Es ist vielleicht doch kein Zufall, dass mir dies bewusst wird an dem Tag, an dem ich mich auf Rat anderer entschieden habe, einen neuen therapeutischen Weg einzuschlagen zu versuchen, mit dem ich bisher meine Schwierigkeiten hatte: Psychoanalyse.

Die Behandlung fängt also nochmal von vorne an. Und so auch dieses Blog, irgendwie. Dieselbe Geschichte – Version 2.0.


Feb 15 2010

Mängelexemplar

Um es vorwegzunehmen: In erster Linie ist dies die Blogvariante einer Testmail oder eines vergleichbaren Blindtexts zu Testzwecken, denn ich muss mal sehen, ob dieser Eintrag via RSS in voller Länge zu lesen ist. Da ich selber gerne Blogs mittels ihrer Feeds verfolge, ist es mir fast unverzeihlich, dass ich diesen Service selbst bisher abgeschaltet hatte (Danke für den Hinweis!). Nun nicht mehr. Da es aber offensichtlich trotzdem nicht funktioniert, die Notwendigkeit, das Ergebnis anhand eines neuen Eintrags zu prüfen…

Der Text muss natürlich auch lang genug sein. Um Euch ein Lorem Ipsum zu ersparen, hier noch ein paar weitere Mängel, auf die ich aufmerksam gemacht wurde oder die mir selbst auf die Nerven gehen:

  • Mit Ausblenden des Autors (der ja nun mal immer ich bin) ist jegliche Kontaktaufnahme zu mir via Mail nicht mehr möglich. Muss ich wieder ändern.

  • Blogkommentare sind nicht eingerückt, Antworten auf Kommentare sind als solche nicht erkennbar.

  • Einige Layoutdetails, die ich am aktuellen Thema ändern möchte: Weiterlesen-Links, Blockquote-Darstellung und ein paar andere Dinge, die mir gerade nicht mehr einfallen…

Mir wird diese und vermutlich auch nächste Woche noch die Zeit fehlen, mich um diese Dinge zu kümmern, leider. Vermutlich auch kaum zum Bloggen kommen. Der Beruf ruft, und nach einem Tag programmierend vor einem Bildschirm schalte selbst ich dann irgendwann gerne den PC ab. Um in die Glotze zu starren…