Eins nach Enke
Um es vorwegzunehmen: Die sich hinter den folgenden Links verbergenden Artikel aus der vergangenen Woche, in der Vielzahl von heute, die sich mit dem Thema Depression, Gesellschaft und die Wirkung des Suizids von Robert Enke vor einem Jahr beschäftigen – ich habe sie im besten Fall nur quergelesen. Ich möchte mich damit nicht wirklich auseinandersetzen. Wer will das schon? Vermutlich ist mit dieser Frage auch schon alles zur Problematik der medialen Verarbeitung von Enkes Schicksal gesagt.
Ich habe meinen erweiterten Grund, warum ich die Artikel jetzt nicht lesen will: Ich könnte mich an so Vielem festbeißen, mich mit den Details auseinandersetzen… Vielmehr: Lese ich, muss ich es auch. Es führt sofort zu Wut und darauf Frustration, weil ich an der Wahrnehmung und den kolportieren Halbwahrheiten zu der Krankheit letztendlich nichts ändern könnte. Allein so ein Satz wie…
Da, ich fange schon wieder an, beim ersten Artikel, den ich verlinken wollte. Nein, später einmal, wenn ich begriffen habe. Im Kontext.
Ich lasse Euch also mit den Artikeln für den Moment allein:
- Eine bessere Gesellschaft heilt keine Depression (ZEIT Online)
- Der beste Mann im falschen Job (nochmal die ZEIT über die erschienene Enke-Biografie)
- Blauäugige Betrachtung (Sport1)
- Wer Schwäche bekennt, wird aussortiert (Frankfurter Rundschau)
- „Depression ist eine sehr gut behandelbare Erkrankung“ (Interview der Frankfurter Rundschau)
- “Wenn Robbie das nur gewusst hätte” (stern.de-Interview mit Ronald Reng)
- “Ich rate keinem Fußballer, sich zu outen” (Andreas Biermann bei WELT Online)
- Sammers Rat bei Depression: Keine Öffentlichkeit (Sportbild.de)
- “Fußball hat immer noch Probleme mit Tabuthemen” (WELT im Gespräch mit Hannover-96-Verantwortlichen)
- Bündnis gegen Depressionen: Kaum Hilfe von Kassen, Stadt und SC Freiburg (Badische Zeitung)
Die AFP fasst zusammen: Enke’s suicide changed little – und liefert aber auch die gute Nachricht:
“A former world-class athlete recently said in an interview that he was saved because his family heard about Enke and saw similar symptoms in him,” said Gebauer.
Aufmerksamkeit hilft.