Vitamin D
Tatsache: Information is Beautiful! Über Cholecalciferol.
Den Hausärzten, die damit Probleme haben, Depressionen zu erkennen (denn “psychische Leiden sind oft schwieriger zu erkennen als ein verstauchter Fuß”) sei hiermit der heute erschienene mhGAP Information Guide (Pressemitteilung) der Weltgesundheitsorganisation empfohlen.
Sofern man des Englischen mächtig ist, gibt sie aber auch anderen Laien einen guten Einblick in die derzeit international gefestigten Ansichten zu Symptomen und Behandlung von Depressionen sowie einer Reihe anderer verbreiteter psychischer Krankheiten.
Vergangenen Mittwoch erschien das Stern-Magazin Gesund leben: Wege aus dem Seelentief. Es ist für €5,90 beim Zeitschriftenhändler zu erwerben.
Was ich davon bisher gelesen habe schien mir aber bisher grundsätzlich nur an der Oberfläche zu kratzen. Genretypisch finden sich zahlreiche “Schicksale” beschrieben, die natürlich alle ihre Krisen erfolgreich überwunden haben. (Gut, man darf den Leuten auch nicht den Mut nehmen, aber…) Die Ratgeber zu Behandlungsformen und Medikamenten sind mir zu kurz, als dass ich glaube, dass sie jemandem weiterhelfen.
Wenn man denn überhaupt das Magazinformat für den Einstieg in so ein Thema wählen will, empfehle ich eher das schon vor einigen Monaten erschienene Heft der ZEIT-Redaktion ZEIT WISSEN Ratgeber Psychologie – Glücklich Leben. Es sollte zumindest noch an größeren Bahnhofskiosken für €6,95 erhältlich sein.
Bevor ich Privates von mir gebe, hält mich die Tagespolitik vom konstruktiven Schreiben ab. Für den Moment will ich mich auf das Thema “Gesundheitsreform” nicht weiter einlassen. Ich bin erstmal sprachlos. Ich verweise auf die ersten Bestandsaufnahmen von Stern.de und der Süddeutschen Zeitung. (Etwas von der taz folgt sicher in den Abendstunden.)
Interessant sind nicht nur in diesem Zusammenhang noch zwei Artikel auf Telepolis. Gesundheit und Profit ist heute gerade ganz passend ein “Interview mit Ursel Sieber über die Ablösung von Peter Sawicki und die Willfährigkeit der Politik gegenüber der Pharma-Lobby” betitelt. Und unter der Frage Warum werden Antipsychotika so häufig verschrieben? finden sich ein paar weitere Gründe für die Kostensteigerungen im Gesundheitswesen mit weiterführenden kritischen Fragen zu Psychopharmaka.
Edit: Ich habe den polemischen ersten Absatz gelöscht, der Euch womöglich schon via RSS erreicht haben. Ich sollte lernen, erstens nicht sofort zu veröffentlichen, sondern mir eine Stunde Überdenkzeit gönnen und/oder zweitens schlicht länger nachdenken. Hat auch etwas mit meiner selbstauferlegten Blogpolitik zu tun – dazu (vielleicht) wieder einmal später mehr dazu.
Edit: Feler korrigiert…