Chatprotokoll zum Thema Depression
Bei der Suche nach einer deutschen Pressemitteilung zum vorigen Eintrag bin ich auf ein Protokoll einer Onlinefragestunde vom 15. Juli mit dem Ärztlichen Direktor der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Freiburg, Prof. Dr. Mathias Berger, gestoßen.
Das Protokoll ist in der ursprünglichen Form belassen, d.h. es wurde nicht transkribiert und ist deshalb nur mühsam nachzuvollziehen, da Fragen und Antworten chatüblich nicht direkt beieinander stehen. Das ist auch der Grund, weshalb ich es selbst noch nicht vollständig gelesen habe. Ich konnte aber schon sehen, dass sich sich zahlreiche häufig gestellte Fragen mit kurzen Antworten dazu finden und auch einige seltener zur Sprache kommende Stichworte.
Farblos
Schon einmal haben Wissenschaftler sich mit der Farbwahrnehmung von unter Depressionen leidenden Menschen beschäftigt. Nun haben Wissenschaftler der Universität Freiburg eine neue Studie dazu veröffentlicht (via):
“These data highlight the profound ways that depression alters one’s experience of the world,” commented Dr. John Krystal, Editor of Biological Psychiatry. “The poet William Cowper said that ‘variety’s the very spice of life’, yet when people are depressed, they are less able to perceive contrasts in the visual world. This loss would seem to make the world a less pleasurable place.”
Es ist also tatsächlich nachweislich so: Depression hüllt die Welt in einen grauen Schleier, wie auch der englische Independent titelt (sinngemäß übersetzt).