Sep 22 2010

Eine Verknüpfung unglücklicher Umstände

Die einzelnen Umstände, deren Zusammentreffen ich für unglücklich erachte, in annähernd chronologischer Reihenfolge, ohne Kommentar:

  1. Absetzen des Valdoxan
  2. Wetterumschwung und Temperaturabfall
  3. Freunde beschäftigt, ich ziehe mich zurück
  4. Erkältung mit Grippeerscheinungen wie Kopf-, Glieder- und Halsschmerzen
  5. zunehmende Appetitlosigkeit
  6. Einstellen des morgentlichen Laufens wegen besagten Beschwerden
  7. Einschlafbeschwerden; (Alp-)Träume
  8. (zu) spätes Aufstehen und Auslassen des Frühstücks

Zu Punkt 1: Das war am 9. September plangemäß nach Rat/mit Einverständnis meines Psychiaters. Cipralex nehme ich unverändert weiter.

Ich sehe es als Erfolg, dass mich das noch nicht kleingekriegt hat. Es ist nur… sehr anstrengend.


Jul 27 2010

The Empty Life (1963)

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Jun 20 2010

Vorworte zum Sonntag

Die üblicherweise jetzt schon erschienenen Worte zum Sonntag (#33) werden diesmal noch etwas auf sich warten lassen. Ich ringe mit Unlust und technischen Schwierigkeiten, i.e. einem nicht bootenden Windows-PC.

Statt “Unlust” könnte ich auch Depression schreiben – will ich mir aber nicht eingestehen aus Angst, dass ich damit anerkennen würde, dass der Zustand noch ein paar Tage anhält.

Vielleicht später mehr, wenn technische und sonstige Beschwerden überwunden und die Worte zum Sonntag im Kasten sind.


Jun 9 2010

In der Warteschleife

Die Erleichterung darüber, praktisch alles mir Mögliche für meine weitere therapeutische Weiterbehandlung getan zu haben, hat sich in eine erschreckende Leere verwandelt.

Was für andere gerade angesichts der Sonnentage letzte Woche ein erstrebenswerter Zustand sein muss, die Abwesenheit jedweder Pflichtaufgaben, hat bei mir eine Art Stress ausgelöst. Der kategorische Imperativ Carpe Diem! versetze mich jeden Tag aufs Neue in Panik. Tu was! Erleb was!

An mehreren Tagen liege ich in der Sonne und versuche mich zu zwingen, mich zu entspannen. Wie lächerlich.

Ich habe versucht, dagegen anzurennen, wortwörtlich, wenn schon das Meditieren unmöglich scheint, dann vielleicht “mit Gewalt” – ohne Ergebnis. Ich bin ziellos durch die Straßen gewandert, in der Hoffnung, das Leben der Anderen könnte mich aufwecken – erfolglos.

Sonntag machte mein Kreislauf schlapp. Kopfschmerzen. Übelkeit. Es mag die Hitze gewesen sein. Das falsche Essen. Der Kaffee nach drei Tagen selbstverordneter Koffeinabstinenz. Vielleicht war es der abschließende Versuch meines Körpers, mich darauf aufmerksam zu machen, dass ich mich zum Leben nicht zwingen kann…

Seitdem verfolgen mich die Kopfschmerzen, Kieferprobleme, meine Muskeln sind dauerverkrampft. Appetitlosigkeit.

Aber mein Gejammer geht mir auch gegen den Strich, es hilft niemandem. Eine Mischung aus Pflichtübung und Selbstbestrafung. Das will ich eigentlich nicht, aber es ist das einzige, was an diesem Leben zur Zeit bemerkenswert ist. Ein Leben in der Warteschleife.