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	<title>nullwert &#187; Alltagsbewältigung</title>
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	<description>Leben und Erleben mit Depression</description>
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		<title>Lebenszeitprävalenz</title>
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		<pubDate>Mon, 17 May 2010 17:45:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben mit Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Alltagsbewältigung]]></category>

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		<description><![CDATA[Dies ist heute auf gewisse Art einer dieser gefährlichen Tage. Diese alltäglich Scheinenden, an denen nichts Spezifisches zu tun ist, keine Aufgabe erledigt werden muss und nichts passiert, an denen ich mich nicht wirklich depressiv fühle, weil mein Zustand so sehr der &#8211; vermutlich Mis- &#8211; Stimmung so vieler vergangener Jahre gleicht, dass ich ihn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dies ist heute auf gewisse Art einer dieser gefährlichen Tage. Diese <em>alltäglich</em> Scheinenden, an denen nichts Spezifisches zu tun ist, keine Aufgabe erledigt werden muss und nichts passiert, an denen ich mich nicht wirklich depressiv fühle, weil mein Zustand so sehr der &#8211; vermutlich Mis- &#8211; Stimmung so vieler vergangener Jahre gleicht, dass ich ihn schon gar nicht mehr als anormal empfinde.</p>
<p><span id="more-1897"></span></p>
<p>Ich schlafe schlecht und zu spät. Zeichen, dass mich etwas belastet, und dass ich diese Belastung tagsüber nicht verarbeiten kann. Und dass mein <a href="http://nullwert.de/category/antidepressiva/agomelatin/">Valdoxan</a> nicht mehr dieselbe Wirkung zeigt wie anfangs, zumindest was die Einschlafwirkung betrifft.</p>
<p>Ich versuche, einmal am Tag aus dem Haus zu kommen für mindestens eine Stunde. Ein Spaziergang, in der Regel unter dem Vorwand, Einkaufen zu wollen. Damit das nicht zu schnell geht, verbinde ich es mit einem Mittagessen bei einem der lokalen &#8220;Teilzeitkantinen&#8221; und einem Kaffee bei <a href="http://www.elbgoldkaffee.de/" title="elbgold Kaffee">meinem Lieblingsdealer</a>. Den Rest der Zeit verbringe ich damit, vagen Gedanken von Link zu Link in meinem Browser zu folgen. Ich habe den gesamten bei <em><a href="https://www.miroguide.com/">Miro</a></em> verfügbaren <em>back catalogue</em> der <a href="http://www.ted.com/talks" title="TED Talks List">TED-Vorlesungen</a> durchgesehen (ich sehe gerade, die Website hat mehr als <em>Miro</em> zu bieten&#8230;) und dutzende davon in voller Länge angesehen, zuletzt z.B. <a href="http://www.ted.com/talks/nicholas_christakis_the_hidden_influence_of_social_networks.html" title="The hidden influence of social networks">diesen hier von Nicholas Christakis</a>, der mich sehr zum Nachdenken über meine Lage in den besprochenen Netzwerken brachte. (Und <a href="http://www.ted.com/talks/julia_sweeney_has_the_talk.html">diesen Humorigen hier</a>, der sich vor allem an die Eltern in meinem <em>1st degree</em> Netzwerk wendet.)</p>
<p>Viel Zeit vergeht dann auch, wenn ich versuche, die dabei entstandenen Ideen in Verhältnis zu meinem Leben zu setzen und vielleicht aufzuschreiben. Doch daran scheitere ich ein ums andere Mal. Vielleicht sollte ich es lassen.</p>
<p>Ich grüble, wie ich ein virtuelles Leben neben <em>Nullwert.de</em> aufbauen kann, um das Gefühl zu haben, mich nicht mehr nur über diese Krankheit zu definieren. Und scheitere daran, weil ich nicht weiss, was ich eigentlich noch anderes bin &#8211; oder sein möchte&#8230;</p>
<p>Ich bin insgesamt schlicht nicht kreativ. Sobald ich versuche, nicht nur zu konsumieren, sondern irgendetwas weiterzuverarbeiten, renne ich wie gegen eine Wand und werfe nach kurzer Zeit die Flinte ins Korn. Ich bin ungeduldig &#8211; das war ich schon immer &#8211; aber mir fällt dann auch auf, dass mir der &#8220;Nerv&#8221; dafür fehlt, ein Gefühl für das Ergebnis: Ist das, was ich da mache, gerade gut/schlecht/schön/hässlich, oder um es ganz einfach zu halten: Gefällt <em>mir</em> das? Ich kann es nicht sagen, und da bin ich wieder bei den Symptomen der Depression &#8211; oder ist es gar <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84tiologie#Die_drei_.E2.80.9EC.E2.80.9C_der_.C3.84tiologie" title="Wikipedia">eines der drei Cs</a>?</p>
<p>Apropos Symptome: Sie sind immer noch da, das Gefährliche ist eben, dass ich sie an einem Tag wie heute oft verdränge. Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Nervosität, Unlust; alle noch da.</p>
<p>Deshalb halte ich auch Abstand zu anderen. Ich hasse es, das zugeben zu müssen, aber ich fühle mich klein und verletzlich, und denke ich wäre in größeren Menschengruppen schlicht überfordert.</p>
<p>Vielleicht wird es mir helfen, endlich eine Entscheidung treffen zu können, zu müssen, wie meine Behandlung weiter verlaufen soll. Ich habe diese Woche zwei entscheidende Termine, einmal bei der Therapeutin der Klinikambulanz und einmal bei der Psychoanalytikerin, und mein Ziel ist es, in diesen Gesprächen eine Grundlage zu schaffen, um mich zu für eine der beiden Therapieformen und Therapeutinnen entscheiden zu können. Falls mir die Psychoanalytikerin nicht die Entscheidung abnimmt, indem sie entscheidet, mich nicht ausreichend behandeln zu können &#8211; sie deutete dies immerhin schon an.</p>
<p>Also eigentlich warte ich nur ab. Und das ist, ich sagte es schon, gefährlich. Ich muss wieder das Gefühl bekommen, dass sich etwas bewegt &#8211; dass <em>ich</em> etwas bewege.</p>
<p>Glaube ich&#8230;</p>
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		<title>Es funktioniert &#8211; nicht</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 00:05:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben mit Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Alltagsbewältigung]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Vater]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist, wie ich erwartet habe &#8211; Dinge, die ich bisher nicht getan habe, werden im Beisein meines Vaters nun irgendwie getan. Durch meinen Vater. Oder durch meine Hand, weil ich mich vor ihm schämen müsste, versuchte ich nicht wenigstens, die Dinge abzuarbeiten, die ich erklärtermaßen erledigen will (oder aus finanziellen oder anderen Gründen schlicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://nullwert.de/2010/03/10/fur-mich/">Es ist, wie ich erwartet habe</a> &#8211; Dinge, die ich bisher nicht getan habe, werden im Beisein meines Vaters nun irgendwie getan. Durch meinen Vater. Oder durch meine Hand, weil ich mich vor ihm schämen müsste, versuchte ich nicht wenigstens, die Dinge abzuarbeiten, die ich erklärtermaßen erledigen will (oder aus finanziellen oder anderen Gründen schlicht <em>muss</em>).</p>
<p>Aber all das lasse ich nur geschehen in der vagen Hoffnung, dass es mir <strike>die Arbeit</strike> das Leben in ein paar Tagen vielleicht leichter macht. Aber keines der erreichten &#8220;Ziele&#8221; lässt mich jubeln. Es ist das Gefühl, das man hat, wenn man eine Pflicht so gerade noch erfüllt hat, eher schlecht als recht: das bisschen Erleichterung, wenigstens nicht zugeben zu müssen, aufgegeben zu haben, aber ohne Überzeugung.</p>
<p>Es ist alles hohl. Die Aufgeräumtheit meiner Wohnung ist ein Bühnenbild für meinen Vater, aber kein Spiegelbild meiner selbst. Die dreckigen Ecken, die irgendein Teil meiner Wahrnehmung bisher einfach ausgeblendet hat, sind nun auch für andere nicht mehr zu sehen, aber ich komme mir weiter dreckig vor, als würde ich verrotten.</p>
<p>Ich habe zu tun, das ist wohl besser so. Aber ich tue es mit meinem Vater, in einem Zustand, in dem ich mich wie der 14-Jährige fühle, der ich mal war. Alles ist Anspannung. Ich träume wieder dieselben Alpträume. Ich will weg.</p>
<p>Aber ich bin immer noch zuhause.</p>
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		<title>Für mich</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 22:01:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben mit Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Alltagsbewältigung]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstwertgefühl]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein Vater wird mich besuchen kommen, nachdem ich den eigentlich geplanten Besuch bei ihm für diesen Urlaub abgesagt habe. Außer dass wir uns sehen können, dient der Besuch dazu, mir dabei zu helfen, die Dinge erledigt zu bekommen, die ich eigentlich schon in der vorigen Woche hatte erledigen wollen. Das wird dann vermutlich auch funktionieren. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Vater wird mich besuchen kommen, nachdem ich den eigentlich geplanten Besuch bei ihm für diesen Urlaub abgesagt habe. Außer dass wir uns sehen können, dient der Besuch dazu, mir dabei zu helfen, die Dinge erledigt zu bekommen, die ich eigentlich schon in der vorigen Woche hatte erledigen wollen.</p>
<p>Das wird dann vermutlich auch funktionieren. Aber nicht etwa, weil man zu zweit doppelt so viel schaffen kann &#8211; das Problem ist eigentlich gar nicht, dass soviel zu tun wäre. Hätte ich die Dinge einfach eins nach dem anderen abgehakt, es wäre in der Woche zu bewerkstelligen gewesen.</p>
<p>Wie mir gerade durch den Kopf geht: Ich werde die Dinge dann erledigen, weil ich es quasi für meinen Vater tue. Er ist extra angereist, ich muss mich zusammenreißen, er soll sehen, dass es vorwärts geht. Wie mir wieder mal bewusst wird: Ich kann sehr gut Dinge für andere erledigen; nur nicht <em>für mich</em>.</p>
<p>Als wäre ich mir den Aufwand nicht wert. Als hätte ich mich schon aufgegeben.</p>
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		<title>Besser(?)</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 18:55:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben mit Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Alltagsbewältigung]]></category>
		<category><![CDATA[Geduld]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Fragezeichen musste ich jetzt doch noch anfügen. Trotzdem, es geht mir wieder etwas besser als noch vor ein paar Tagen. Viel getan habe ich nicht dafür. Ich denke, entscheidend war, dass ich nach dem Tiefpunkt und dem Blogeintrag schließlich nur noch sagte: &#8220;Scheiss auf den verdammten Urlaub, ist ohnehin gelaufen.&#8221; &#8211; was mich von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Fragezeichen musste ich jetzt doch noch anfügen. Trotzdem, es geht mir wieder etwas besser als noch <a href="http://nullwert.de/2010/03/06/urlaub/">vor ein paar Tagen</a>.</p>
<p>Viel getan habe ich nicht dafür. Ich denke, entscheidend war, dass ich nach dem Tiefpunkt und dem Blogeintrag schließlich nur noch sagte: &#8220;Scheiss auf den verdammten Urlaub, ist ohnehin gelaufen.&#8221; &#8211; was mich von dem (eingebildeten) Zwang befreit hat, unbedingt etwas Großartiges anstellen zu müssen. Damit konnte ich mich dann den &#8220;unwichtigen&#8221; Dingen widmen: etwas Aufräumen, eine Nacht durchmachen, um die Oscarverleihung anzusehen, meinen Windows 7 Desktop einrichten, endlich eine <em>To Do</em>-Liste schreiben &#8211; und ihrer drögen Realität ins Angesicht schauen&#8230; Kleinkram, aber Dinge, die mir halfen, mich wieder etwas zu sammeln.</p>
<p>Vielleicht gelingt es mir, langsam die eigentlichen Versäumnisse wiedergutzumachen: das Meditieren wieder aufzunehmen, mich mehr zu bewegen, wieder vernünftiger zu essen.</p>
<p>Leider <strike>ist das</strike> klingt das ekelhaft langweilig. Aber das ist nunmal der Stand der Dinge für mich, wie es scheint, ob ich das nun wahrhaben will oder nicht. Geduld und Disziplin. <em>Ogottogott!</em></p>
<p>Disziplin, Exzess, Geduld, Impulsivität&#8230; Dazu muss ich mal etwas Längeres schreiben.</p>
<p>Danke für Eure Aufmerksamkeit.</p>
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		<title>Drei Wochen</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 16:25:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben mit Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Alltagsbewältigung]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Meditation]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt sind es schon drei Wochen, die ich wieder am Arbeitsleben teilnehme, und bis auf eine Andeutung, dass es auch mal nicht so rund läuft habe ich mal wieder fast nichts darüber verraten, wie es mir damit eigentlich geht&#8230; Der wichtigste Grund für mein &#8220;Schweigen&#8221; &#8211; das wird mir gerade bewusst, während ich das schreibe! [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt sind es schon drei Wochen, die ich wieder am Arbeitsleben teilnehme, und <a href="http://nullwert.de/2009/11/13/freitag-der-13-ist-keine-erklarung/">bis auf eine Andeutung, dass es auch mal nicht so rund läuft</a> habe ich mal wieder <a href="http://nullwert.de/2009/11/07/eine-woche-arbeit/">fast</a> nichts darüber verraten, wie es mir damit eigentlich geht&#8230;</p>
<p>Der wichtigste Grund für mein &#8220;Schweigen&#8221; &#8211; das wird mir gerade bewusst, während ich das schreibe! &#8211; ist wohl, dass ich mich offensichtlich schwer tue, so etwas wie &#8220;Normalität&#8221; oder &#8220;Alltag&#8221; als etwas Gutes zu begreifen &#8211; selbst wenn ich mir diesen Zustand über ein halbes Jahr lang erkämpfen musste und ja auch spüre, dass mir die letzten drei Wochen gut getan haben&#8230;</p>
<p>Denn das kleine Stückchen Ordnung, das mein Bürojob so mit sich bringt und das man landläufig als &#8220;Alltag&#8221; bezeichnet, hilft ja: Ich stehe (mehr oder weniger) regelmäßig morgens früh auf, was mit sich bringt, dass mir in der Regel spätestens kurz nach Mitternacht die Augen zufallen. Und ich esse regelmäßig und pünktlich etwas Warmes zu Mittag. (Für Nichtbetroffene mag es merkwürdig sein, solche Selbstverständlichkeiten als Fortschritt darzustellen &#8211; aber ihre Bedeutung wird deutlich, wenn man sich bewusst macht, dass Schlafstörungen und Appetitlosigkeit mit die ersten Symptome (m)einer Depression sind!)</p>
<p>Und da ist noch gar nicht mit berücksichtigt, was der tägliche Kontakt mit Freunden und Kollegen mir gibt, und die positiven Rückmeldungen auf meine Arbeit &#8211; auf die man mich allerdings offenbar auch erst mit dem Zaunpfahl winkend aufmerksam machen muss, damit ich sie mitbekomme.</p>
<p>Es ist also eigentlich erstaunlich &#8211; und für mich, wenn ich jetzt so darüber nachdenke, sehr befremdlich &#8211; dass ich hier nicht einfach schreiben kann: &#8220;Hey, es geht mir richtig gut!&#8221;</p>
<p>Vielleicht liegt es daran, dass ich bei jeder Meditationsübung &#8211; die ich, <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Toi,_toi,_toi">toi toi toi</a></em>, weiter täglich mache &#8211; feststellen muss, wie sehr sich meine Gedanken noch immer um Ängste und Probleme in Verbindung mit meiner Arbeit drehen, dass ich noch immer nicht &#8220;loslassen&#8221; und einfach mal zufrieden mit meinem Tagewerk sein kann.</p>
<p>Vielleicht liegt es daran, dass ich beobachte, dass ich trotz nur halbtägiger Beschäftigung langsam wieder anfange, Schwierigkeiten mit der Koordination meines Alltags zu bekommen: Ich koche seltener selbst, mein Bio-Gemüse-Abo, das mir geholfen hatte, gesünder &#8211; gemüsereicher &#8211; zu essen, musste ich abbestellen, da die Lieferzeit nicht hinkam, und noch zahlreiche andere Kleinigkeiten dieser Art&#8230;</p>
<p><strike>Vielleicht</strike> <strike>Ich denke</strike> Es liegt aber letztendlich an etwas anderem, wenn ich ehrlich bin. Das ist etwas Grundlegendes, und heute will ich darüber nicht mehr nachdenken. Tut mir leid, lieber Leser.</p>
<p>Aber dafür darf ich die drei Wochen nach diesen Gedanken positiv zusammenfassen: <strong>Mir geht&#8217;s gut!</strong></p>
<p>Danke der Nachfrage.</p>
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		<title>Stillstand</title>
		<link>http://nullwert.de/2009/07/03/stillstand/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Jul 2009 18:16:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben mit Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Alltagsbewältigung]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Neuanfang]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstüberwindung]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute Morgen schreibe ich noch von Bewegung, selbst trete ich aber auf der Stelle. In den letzten Gesprächen sah ich so klar wie lange nicht mehr meine Reise bis hierhin und den Weg, der noch vor mir liegt. Doch nun, da ich jeden Schritt vorgezeichnet sehe&#8230; Es könnte so einfach sein: Schlafe zu festen Uhrzeiten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://nullwert.de/2009/07/03/bewegung/">Heute Morgen schreibe ich noch von Bewegung</a>, selbst trete ich aber auf der Stelle. <a href="http://nullwert.de/2009/06/29/indem-sie-schweigen-rufen-sie-laut/">In den letzten Gesprächen</a> sah ich so klar wie lange nicht mehr meine Reise bis hierhin und den Weg, der noch vor mir liegt. Doch nun, da ich jeden Schritt vorgezeichnet sehe&#8230;</p>
<p><span id="more-455"></span></p>
<p>Es könnte so einfach sein: Schlafe zu festen Uhrzeiten. Mache Montag, Mittwoch und Freitag etwas Dauerlauf. Räume zwischendrin deine Wohnung auf, damit du dich wohlfühlst. Die Küche, damit es leichter ist, zu kochen &#8211; denn schließlich willst du auch noch regelmäßig Gesundes kochen. Ich sehe diese Schritte wohl, sie stehen in meinem Notizbuch. Aber&#8230;</p>
<p>Aber es ist anders als würde ich für einen Marathon trainieren: Das Ziel liegt nicht in 42,195 Kilometern Entfernung! Niemand kann mir sagen, wie weit ich werde laufen müssen. Deshalb wird dort auch erstmal niemand auf mich warten. Stattdessen spielt mir ein Schatten auf der Leinwand meiner Erfahrungen immer wieder das Trauerspiel meiner bisherigen vermeindlichen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sisiphos">Sisyphosarbeit</a> vor: War es nicht so, dass alles, was dich kurz vor Erreichen des Ziels als &#8220;Belohnung&#8221; erwartet hatte eine erneute Niederlage und ein weiteres Mal dieselbe Arbeit war?</p>
<p>Das Licht am Ende des Tunnels sieht man nicht, wenn man zu Boden blicken muss, um überhaupt voran zu kommen.</p>
<p>Mein Ziel ist ein kleines Stückchen Zufriedenheit, und alles, was ich vor mir sehe, ist Arbeiten, Selbstdisziplinierung, Verzicht.</p>
<p>Heute musste ich einen Tag ruhen. Vielleicht habe ich morgen die Kraft für den nächsten Schritt. Und dann immer so weiter&#8230;</p>
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