Aug
13
2010
Eigentlich hatte ich ja über etwas ganz anderes (als das hier) schreiben wollen…
Eigentlich hatte ich auch damit gerechnet, dass ich zweimal die Woche einen Therapietermin hätte. Wie ich allerdings in meiner ersten Sitzung letzten Freitag erfahren habe (vgl. Eintrag vom Donnerstag), wurde nur eine Stunde pro Woche von meiner Therapeutin eingereicht und von der Krankenkasse so bewilligt. Diese “Planänderung” hat mich unvorbereitet getroffen – ähnlich wie die Verschreibung meiner neuen alten Medikation. Plötzlich gleicht alles wieder meinen ersten Behandlungserfahrungen vor fünf Jahren, fehlt nur noch, dass mich meine alte Tagesklinik zum Jahresende wieder als Patienten aufnimmt…
Die ersten beiden Therapiestunden – diesen Montag war die zweite – waren dennoch… nun, ein Anfang. Und doch habe ich Vieles so schon einmal erzählt – dabei suche ich eigentlich nach einer neuen Narration.
Ich sollte jetzt eigentlich ins Bett…
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Jul
20
2010
Bei der Suche nach einer deutschen Pressemitteilung zum vorigen Eintrag bin ich auf ein Protokoll einer Onlinefragestunde vom 15. Juli mit dem Ärztlichen Direktor der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Freiburg, Prof. Dr. Mathias Berger, gestoßen.
Das Protokoll ist in der ursprünglichen Form belassen, d.h. es wurde nicht transkribiert und ist deshalb nur mühsam nachzuvollziehen, da Fragen und Antworten chatüblich nicht direkt beieinander stehen. Das ist auch der Grund, weshalb ich es selbst noch nicht vollständig gelesen habe. Ich konnte aber schon sehen, dass sich sich zahlreiche häufig gestellte Fragen mit kurzen Antworten dazu finden und auch einige seltener zur Sprache kommende Stichworte.
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Mai
26
2010
Meine Suche nach einem mich weiterbehandelnden Psychiater hat heute zunächst ihr Ende gefunden. Nachdem ich zwei Monate auf den Termin gewartet habe, konnte ich heute in einem ungewöhnlich langen ersten Gespräch glücklicherweise feststellen, dass sich das Warten wie auch die Suche offenbar gelohnt haben: Der bisher jüngste Vertreter seiner Zunft stellte zur richtigen Zeit vernünftige Fragen, ließ mir dennoch immer Zeit, alle nötigen Details einmal anzusprechen und auch so etwas wie eine eigene Meinung zu haben. Die Gesprächsführung entwickelte sich natürlich, ich kam mir nicht vor, als müsse man einen Fragebogen abarbeiten, den der Arzt vor sich auf dem PC-Monitor sieht.
Der Arzt ist Teil einer Praxengemeinschaft, die insgesamt unter dem “Label” Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) arbeitet. Wenn dies eine Auswirkung auf die Behandlung hatte, war sie mir nicht negativ aufgefallen. Direkt darauf angesprochen meinte der Psychiater scherzhaft, er würde mir jetzt nicht eine kostenpflichtige Akupunktur verschreiben, die mir nichts brächte. Er fragte mich, ob ich davon etwas Bestimmtes erwartet hätte. Eine vorbildliche Reaktion, finde ich.
Eines könnte ein Einfluss der ganzheitlichen Betrachtungsweise der TCM sein: Dies ist der erste Psychiater, der mein Köpergefühl und meine Gewichtsprobleme zu einem entscheidenden Thema gemacht hat.
Eines ändert sich aber auch hier nicht: die Seltenheit der Termine. Den nächsten Termin habe ich, vermutlich nicht zufällig erst im nächsten Quartal, in rund sechs Wochen.
Trotzdem hoffe ich, nein, glaube ich, dass ich hier endlich einen verlässlichen Ansprechpartner gefunden habe. Ich bin froh, dass ich mir die Zeit zur Suche genommen habe, und mich nicht mit weniger zufrieden gegeben habe.
P.S.: Für die Uneingeweihten findet sich die Erklärung des Titels mal wieder bei Wikipedia.
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