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	<title>nullwert &#187; Beruf</title>
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	<description>Leben und Erleben mit Depression</description>
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		<title>T minus 385 Tage</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Oct 2010 14:15:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben mit Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosengeld]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Krankengeld]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute Morgen habe ich schließlich erfahren, mit wie viel wenig mit welchem Eurobetrag ich ab dem 21. November auskommen soll. (Er entspricht ganz grob gerechnet 50% meines Nettogehalts.) Anspruch darauf habe ich 360 Tage, anschließend müsste ich nähere Bekanntschaft mit Herrn Hartz dem Vierten machen. Es sei denn, ich werfe die Flinte ins Korn und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute Morgen habe ich schließlich erfahren, mit <strike>wie viel</strike> <strike>wenig</strike> mit welchem Eurobetrag ich ab dem 21. November auskommen soll. (Er entspricht ganz grob gerechnet 50% meines Nettogehalts.) Anspruch darauf habe ich 360 Tage, anschließend müsste ich nähere Bekanntschaft mit Herrn Hartz dem Vierten machen.</p>
<p>Es sei denn, ich werfe die Flinte ins Korn und lasse mich auf Zeit verrenten, was in meinen Augen dem Eingeständnis gleichkommt, dass ich mich selbst für dauerhaft arbeitsunfähig erkläre. Soweit bin ich noch nicht, auch wenn die Zahlen in Form angehäufter Krankheitstage angeblich anderes beweisen sollen. Ich habe auch 2007 in einer schwierigen Lage wieder erfolgreich in den Beruf zurückgefunden, und ich weiß, dass ich das wieder kann, wenn ich die Umstände, nun ja, &#8220;geradegerückt&#8221; habe.</p>
<p>Unterstützung bei dem Versuch habe ich heute &#8211; eigentlich wie erwartet &#8211; bei der Agentur für Arbeit wieder nicht bekommen. Bevor man mit mir redet, muss man wohl erst noch eine passende Schublade bestimmen, in die meine Akte gehört: Dem zuständigen Sachbearbeiter muss zunächst das Gutachten des <acronym title="Medizinischer Dienst der Krankenversicherung"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Medizinischer_Dienst_der_Krankenversicherung">MDK</a></acronym> veorliegen, ehe er mit mir redet. Offenbar ist mir eine Beschreibung meiner eigenen Lage nicht zuzutrauen&#8230;</p>
<p>Die vergangene Woche war ich noch wie unter Watte begraben, regungslos, bewegungsunfähig, emotionslos, nur Schatten konnte ich um mich rum wahrnehmen. Gestern hat mich etwas wachgerüttelt. Heute spüre ich wieder so etwas wie Wut. Aber es ist mir auch egal, was ich fühle, solange ich wieder fühle.</p>
<p>Und nun, wie weiter?</p>
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		<title>78 Wochen</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Sep 2010 15:29:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben mit Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Krankengeld]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenkasse]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man nur lange genug wartet, erledigen sich manche Dinge von selbst. Auf meiner To-Do-Liste leuchtet in drängendem Rot schon seit Wochen die Aufgabe, meine Krankenkasse anzurufen, um die verbleibende Laufzeit der Krankengeldzahlungen zu erfragen. Die mögliche Antwort erschien mir offenbar bedrohlich genug, die Aufgabe immer wieder vor mir herzuschieben. Mit Eintreffen eines gelben Briefes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man nur lange genug wartet, erledigen sich manche Dinge von selbst. Auf meiner To-Do-Liste leuchtet in drängendem Rot schon seit Wochen die Aufgabe, meine Krankenkasse anzurufen, um die verbleibende Laufzeit der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Krankengeld">Krankengeldzahlungen</a> zu erfragen. Die mögliche Antwort erschien mir offenbar bedrohlich genug, die Aufgabe immer wieder vor mir herzuschieben. Mit Eintreffen eines gelben Briefes heute Mittag darf ich jetzt das Erledigt-Häkchen ganz ohne mein Zutun setzen.</p>
<p>Ich hätte ja wenigstens Spektakuläreres erwartet: Eine hübsche Agentin vielleicht, die mich unter einem Vorwand an einem öffentlichen Ort in ein Gespräch verwickelt, um mir dann vor Zeugen mit den Worten, dies Schreiben sei hiermit rechtswirksam persönlich zugestellt worden, ein Couvert in die Hand zu drücken und sich dann mit einem bösartigen Grinsen zu verabschieden. Aber das gibt es nur in US-Fernsehserien, aus denen ich solches &#8220;Wissen&#8221; bevorzugt beziehe. Die bundesdeutsche Realität ist da nüchterner: Das Schreiben fand sich schlicht im Briefkasten neben den üblichen Werbewurfsendungen. Es fiel nur auf wegen des ungewöhnlichen gelben Umschlags. Ein dadurch forcierter zweiter Blick führt zur Unterschrift des Postboten im Formfeld rechts oben, wo sich zusätzlich der bizarre Hinweis befindet &#8220;Umschlag bitte aufbewahren, siehe Rückseite!&#8221;. So etwa zu diesem Zeitpunkt setzte bei mir erste Nervosität ein: Was kann die Krankenkasse von mir wollen, das es erfordert, mich auf dem Briefrücken schriftlich darüber aufzuklären, dass mir &#8220;Mit dieser Sendung [...] in gesetzlich vorgeschriebener Form die im Umschlag enthaltenen Schriftstücke förmlich zugestellt&#8221; wurden?!?</p>
<p>Ich habe es eingangs vorweggenommen: Es war die Benachrichtigung, dass mein Anspruch auf Krankengeld gegen Ende November auslaufen würde.</p>
<p>Das ändert objektiv betrachtet zunächst einmal gar nichts, erwarten musste ich es ja schon. Aber ich bin nicht objektiv. Für mich ist der gelbe Brief die &#8220;gelbe Karte&#8221;: wenn es so weiter geht, stellt man mich endgültig vom Platz und ich muss für den Rest des Spiels von der Auswechselbank aus zusehen, wie andere die Tore schießen.</p>
<p>Meine Form der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Torschlusspanik">Torschlusspanik</a>.</p>
<p>Neuer Eintrag To-Do-Liste: &#8220;Besuch Arbeitsamt Hamburg-Nord&#8221;.</p>
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		<title>Herr Karzai und das Vertrauen</title>
		<link>http://nullwert.de/2010/09/24/herr-karzai-und-das-vertrauen/</link>
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		<pubDate>Fri, 24 Sep 2010 12:23:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben mit Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsfähigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Hamid Karzai]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Stigma]]></category>
		<category><![CDATA[Urteil]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrauen]]></category>

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		<description><![CDATA[Herr Bob Woodward ist nicht einfach irgendwer. Er ist (indirekt &#8211; wegen Robert Redfords Darstellung) mit &#8220;schuld&#8221; daran, dass ich zu Ende meiner Schulzeit überzeugt war, Journalist werden zu müssen. Wenn er etwas schreibt, dürften wie ich viele geneigt sein, dem fast blind zu vertrauen. In seinem neuen Buch berichtet er nun, der US-Geheimdienst habe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bob_Woodward" title="siehe Wikipedia">Herr Bob Woodward ist nicht einfach irgendwer</a>. Er ist (indirekt &#8211; wegen <a href="http://www.imdb.com/title/tt0074119/">Robert Redfords Darstellung</a>) mit &#8220;schuld&#8221; daran, dass ich zu Ende meiner Schulzeit überzeugt war, Journalist werden zu müssen. Wenn er etwas schreibt, dürften wie ich viele geneigt sein, dem fast blind zu vertrauen.</p>
<p>In seinem neuen Buch berichtet er nun, der US-Geheimdienst habe Aufzeichnungen, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hamid_Karzai">Hamid Karzai</a> nehme Medikamente gegen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bipolare_St%C3%B6rung" title="Wikipedia">manische Depression</a>. So berichtete es unter anderem der britische <em><a href="http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/asia/afghanistan/8017747/Karzai-suffers-depression-says-Watergate-investigator.html">Telegraph</a></em>. Ich zitiere:</p>
<blockquote>
<p>It cites claim from American intelligence reports that Mr Karzai was diagnosed as manic depressive.<br />
  “He’s on his meds, he’s off his meds,” Karl Eikenberry, US ambassador to Kabul, is quoted as saying in the book, according to the Washington Post. <em>(Es wird die Behauptung aus Berichten des amerikanischen Geheimdienstes widergegeben, Herr Karzai sei als manisch-depressiv diagnostiziert worden. &#8220;Mal nimmt er seine Medikamente, mal nimmt er sie nicht&#8221;, wird Karl Eikenberry, US-Botschafter in Kabul, zitiert.)</em></p>
</blockquote>
<p><em><a href="http://www.stern.de/news2/aktuell/karsai-weist-berichte-ueber-angebliche-depressions-erkrankung-zurueck-1606737.html">Karsai weist Berichte über angebliche Depressions-Erkrankung zurück</a></em>, so in der Folge der <em>Stern</em>. Natürlich, was soll er sonst tun. Aber wird ihm noch jemand glauben?</p>
<p>Das Problem ist dabei nicht der Vorwurf der Krankheit selbst, sondern die daraus abgeleitete Interpretation seines (bisherigen und zukünftigen) Verhaltens. Auftritte, Reden, konkrete Entscheidungen, die bisher mit polititschen Interessen erklärt wurden, sind jetzt nur noch Ausdruck einer &#8220;Laune&#8221; &#8211; Symptom seiner Krankheit. Den zukünftigen Handlungen Karzais wird damit nahezu jedes Gewicht genommen. Kein Wunder, dass Karzai das dementieren lassen <em>muss</em>. Aber das wird nichts ändern können: Karzais Verhalten ist damit praktisch dauerhaft <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pathologisierung">pathologisiert</a>.</p>
<blockquote>
<p>Mr Karzai’s mercurial moods have often exasperated his international backers. <em>(Herr Karzais starke Stimmungsschwankungen haben oft seine internationalen Unterstützer zur Verzweiflung gebracht.)</em></p>
</blockquote>
<p>So der <em>Telegraph</em> weiter. Das wäre mit der Diagnose dann ja erklärt.</p>
<p>Diese Nachricht folgt zeitlich einem Studienergebnis, das ich nicht weiter beachtet hatte, das sinngemäß besagte, dass in den USA Medizinstudenten, die unter Depression litten, besonders unter der mit der Krankheit verbundenen Stigmatisierung litten. Mein erster Gedanke war: &#8220;Natürlich. Denen wird auch klar sein, dass sich niemand von einem depressiven Arzt behandeln lassen will.&#8221; Wer will eine schwerwiegende Behandlungsentscheidung &#8211; womöglich über Leben und Tod &#8211; in die Hände eines Depressiven legen? Auch Politiker wie Karzai entscheiden über Leben und Tod. Darf man diese Macht einem &#8220;instabilen Geist&#8221; überlassen? Vermutlich genausowenig, wie man sein Kind einem depressiven Chirurgen anvertrauen würde. Oder <a href="http://www.nytimes.com/2010/09/19/business/19entre.html?_r=1&amp;src=tptw">wie ist es mit einflussreichen Geschäftsleuten</a>? Sie entscheiden über Abertausende, und zwar im Zweifelsfall nicht &#8220;nur&#8221; Dollars/Euro/&#8230; sondern mittelbar auch über ebensoviele Schicksale von Arbeitnehmern oder von Hausbesitzern auf der ganzen Welt.</p>
<p>Diese Befürchtungen ändern sich nur wenig, wenn man den Maßstab ändert: Gestern in der Fernsehserie <em><a href="http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,682640,00.html">Lie to Me</a></em> gab es eine Mitarbeiterin eines Blutkonservendienstes, die dazu befragt wurde, ob es in ihrer Schicht Unregelmäßigkeiten gegeben hätte, nachdem verunreinigte Konserven zu Todesfällen geführt hatten. Die Befragung ergab, dass die Frau unter Schlafstörungen, Stress und familiären Problemen gelitten hatte &#8211; typische Symptome einer Depression &#8211; und deshalb(!) ein paar Tests an den Konserven übergangen hatte. Sie hätte &#8211; zumindest in dem Zustand &#8211; dort nicht arbeiten dürfen, sagt man sich.</p>
<p>Also: Würde man sein Fußballteam <a href="http://nullwert.de/tag/robert-enke/">einem unter Depressionen leidenden Torwart</a> anvertrauen? Ab wieviel Millionen Euro Jahresumsatz des Vereins nicht mehr? Darf man Antidepressiva nehmen und weiterhin Rettungswagen fahren? Wie ist es mit <a href="http://articles.cnn.com/2010-04-02/travel/pilots.depression_1_faa-federal-air-surgeon-pilots?_s=PM:TRAVEL">Flugzeugpiloten</a>? Müssen Tagesmütter über ihre Depression Auskunft geben? Krankenpfleger?</p>
<p>Als ich mich vor ein paar Jahren entschloss, zunächst meinen Freunden, später jedem, der ein berechtigtes Interesse zeigte, offen gegenüber meine Krankheit zu beschreiben, dann geschah das, um ihnen erklären zu können, dass einige meiner Verhaltensweisen sich aus dem Krankheitsbild ergeben. Z.B. warum ich mich manchmal unwillkürlich zurückzog und nicht meldete. Oder Konzentrations- und Erinnerungsstörungen hatte. Ich zog das der anderen Möglichkeit vor, dass sie und andere sich ihren Kram selbst zusammenzureimen beginnen. (Ich befürchtete vor allem, man könne mir irgendein Drogenproblem unterstellen.)</p>
<p>Mit jedem weiteren Monat stelle ich diese Entscheidung mehr in Frage. Denn erst langsam wird mir bewusst, was das Wort <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stigmatisierung">Stigma</a></em> in diesem Zusammenhang zu suchen hat. Wie weit vertraut man mir noch, wenn man weiss, dass ich Antidepressiva nehme?</p>
<p>Und ich kann es eigentlich niemandem übel nehmen. Ich weiss, wie ich selbst im ersten Moment auf ein paar der obigen Fragen antworten würde. Erst seit ich selbst zum Objekt solcher Fragen geworden bin, sehe ich langsam was es bedeutet, unter dem ständigen Verdacht zu stehen, man sei nicht mehr völlig Herr seiner Handlungen.</p>
<p>Ich habe über die letzten zwei, drei Jahre das Vertrauen daran verloren, dass andere die nötigen Überlegungen anstellen, ehe sie ihr Urteil über von Depressionen Betroffene fällen. Für Arbeitgeber, Versicherungen, Krankenkassen &#8211; und wer weiss für wen noch &#8211; bin ich zunächst ein statistisch relevanter Risikofaktor. Für andere bin ich vielleicht sogar &#8220;ein genetischer Fehler&#8221;. Welche Rolle die Umstände dabei spielen, fällt dabei in vielen Fällen völlig unter den Tisch.</p>
<p>Herr Karzai wird sich wehren können wie er will. Den Verdacht, dass diese oder jene Entscheidung, dieser oder jener Auftritt Folge seiner angeblichen psychischen Störung war statt die seines bewussten Handelns, wird er vermutlich nicht mehr los werden.</p>
<p>Ich auch nicht.</p>
<p><sub>Übersetzungen der Zitate (in Klammern) von mir.</sub></p>
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		<title>Worte zum Sonntag (#29)</title>
		<link>http://nullwert.de/2010/05/23/worte-zum-sonntag-29/</link>
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		<pubDate>Sun, 23 May 2010 09:35:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antidepressiva]]></category>
		<category><![CDATA[Leben mit Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie/Psychiatrie/Neurologie]]></category>
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		<category><![CDATA[Vaterschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum ich das hier immer erst auf den letzten Drücker zusammenschreibe? Ist jedenfalls einmal mehr einigermaßen gutgegangen. Die Frankfurter Allgemeine beschäftigt sich mit dem Wiedereinstieg in das Berufsleben nach langen, schweren Krankheiten wie eben Depression: Überleben &#8211; und dann? Auch Väter werden nach einer Geburt depressiv fasst Spiegel Online eine neue Metastudie zusammen. Einen Tick [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Warum ich das hier immer erst auf den letzten Drücker zusammenschreibe? Ist jedenfalls einmal mehr einigermaßen gutgegangen.</p>
<ul>
<li>Die <em>Frankfurter Allgemeine</em> beschäftigt sich mit dem Wiedereinstieg in das Berufsleben nach langen, schweren Krankheiten wie eben Depression: <em><a href="http://www.faz.net/s/RubC43EEA6BF57E4A09925C1D802785495A/Doc~EC291328666794D00BF83FA1E9BFC02AA~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Überleben &#8211; und dann?</a></em></li>
<li><em><a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,695433,00.html" title="Spiegel Online">Auch Väter werden nach einer Geburt depressiv</a></em> fasst <em>Spiegel Online</em> eine <a href="http://jama.ama-assn.org/cgi/content/short/303/19/1961" title="JAMA - Journal of the American Medical Association">neue Metastudie</a> zusammen. Einen Tick genauer sind die Zahlen dazu im <a href="http://online.wsj.com/article/SB10001424052748703957904575252263501070290.html?mod=WSJ_latestheadlines" title="New Dads, Too, Can Suffer Depression">englischsprachigen Artikel des <em>Wall Street Journals</em></a> widergegeben, der britische <em>Guardian</em> fasst die Ergebnisse wieder vorbildlich <a href="http://www.guardian.co.uk/lifeandstyle/besttreatments/2010/may/19/new-dads-not-immune-to-postnatal-depression">für den Alltagsgebrauch</a> zusammen.</li>
<li>In den USA beschäftigt sich eine neue Filmdokumentation mit der <em><a href="http://www.misunderstoodepidemic.com/">Misunderstood Epidemic: Depression</a></em>.</li>
<li>Eben diesem Begriff der &#8220;Epidemie&#8221; versucht ein Kommentator von <em>Psychology Today</em> kritisch auf den Grund zu gehen: <em><a href="http://www.psychologytoday.com/blog/charting-the-depths/201005/the-depression-epidemic-old-news-mysteries-and-bold-claims">The Depression Epidemic: Old News, Mysteries, and Bold Claims</a></em>.</li>
<li>Eine Nachricht, die mich irgendwie nicht wirklich überrascht hat: &#8220;<a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32674/1.html" title="Ergebnis von Arzneimittelstudien hängen von Geldgebern ab (sic) - Telepolis">Eine Metastudie bestätigt, dass von Pharmafirmen finanzierte Studien günstiger für deren Wirkstoffe ausfallen als unabhängige Studien</a>&#8220;.</li>
<li><a href="http://www.youtube.com/watch?v=yW405x_18_0" title="YouTube">Ein dazu gut passendes Interview</a> liefert uns die <em>heute-Show</em> &#8211; inklusive der Negativschlagzeile <em><a href="http://www.heise.de/tp/blogs/6/147670" title="Telepolis">ZDF-Programmchef schützt Lobbyisten</a></em>.</li>
</ul>
<p>Schönen Pfingstsonntag.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Apophenia</title>
		<link>http://nullwert.de/2010/03/24/apophenia/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 22:42:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben mit Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Krankschreibung]]></category>

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		<description><![CDATA[Mir fällt kein anderer Titel ein. Mir fällt eigentlich gar nichts dazu ein, dass ich gestern wieder krankgeschrieben wurde. Wegen Depression. Wieder. Arbeiten &#8211; ging nicht. Gestern wurden die Ergebnisse einer Studie online, über Zeitungen und Radio- wie Fernsehnachrichten verbreitet: Jede zehnte Krankschreibung aufgrund psychischer Probleme&#8230; Kein Zusammenhang. Apophänie.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mir fällt kein anderer Titel ein. Mir fällt eigentlich gar nichts dazu ein, dass ich gestern wieder krankgeschrieben wurde. Wegen Depression. Wieder. Arbeiten &#8211; ging nicht.</p>
<p>Gestern wurden die Ergebnisse einer Studie <a href="http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/article/595067/moderne-arbeitswelt-fordert-ihren-tribut.html" title="z.B. Ärztezeitung.de">online</a>, über <a href="http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/weiblich-staedtisch-depressiv/" title="z.B. in die taz">Zeitungen</a> und <a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5380934,00.html" title="Deutsche Welle">Radio</a>- wie <a href="http://www.tagesthemen.de/inland/jobkrank100.html" title="Tagesthemen (?)">Fernsehnachrichten</a> verbreitet: <em><a href="http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5inLAYeXg935v5yktDchuiDl45Bkg">Jede zehnte Krankschreibung aufgrund psychischer Probleme</a></em>&#8230;</p>
<p>Kein Zusammenhang. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Apoph%C3%A4nie" title="Wikipedia">Apophänie</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Im Konjunktiv</title>
		<link>http://nullwert.de/2010/03/21/im-konjunktiv/</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Mar 2010 16:19:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben mit Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Pläne]]></category>
		<category><![CDATA[Ziele]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich war vorhin doch noch etwas in der Sonne spazieren. Dabei fiel mir ein Zitat wieder ein, das mir letztens untergekommen ist: It is never to late to become what you might have been. George Elliot Eine Aufstellung meiner einstigen Traumberufe nach Jahren: 1982: Privatdetektiv; 1989: Filmregisseur; 1991: Schriftsteller; 1993: Journalist vs. Bildender Künstler; 1995: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war vorhin doch noch etwas in der Sonne spazieren. Dabei fiel mir ein Zitat wieder ein, <a href="http://mnmal.tumblr.com/post/447275620/it-is-never-too-late-to-become-what-you-might-have" title="Minimal">das mir letztens untergekommen ist</a>:</p>
<blockquote>
<p><strong>It is never to late to become what you might have been.</strong> <sub><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/George_Eliot ">George Elliot</a></sub></p>
</blockquote>
<p>Eine Aufstellung meiner einstigen Traumberufe nach Jahren:</p>
<p><strong>1982</strong>: <em>Privatdetektiv</em>;<br />
<strong>1989</strong>: <em>Filmregisseur</em>;<br />
<strong>1991</strong>: <em>Schriftsteller</em>;<br />
<strong>1993</strong>: <em>Journalist</em> vs. <em>Bildender Künstler</em>;<br />
<strong>1995</strong>: <em>Professor für Kunstgeschichte</em>;<br />
<strong>2000</strong>: <em>Webdesigner</em>;<br />
<strong>2007</strong>: <em>Fotograf</em>.</p>
<p>Anderes, das ich irgendwann mal sein wollte:</p>
<p><em>Cowboy; selbstbewusst; Liebhaber; gebildet; Vorbild; gerissen; Bakushi/Nawashi; Zorro; unsichtbar; Fotoreporter in Krisengebieten; weise; Computerspieldesigner; zügellos; berühmt; Han Solo; deutscher Squash-Meister; Top; hilfreich; Goth; kreativ; Grafikdesigner; muskulös; besser; Hacker; chaotisch neutral; Karate Kid; Drehbuchautor; <strike>frei</strike> unabhängig; jemand anderes</em>&#8230;</p>
<p>Und, was jetzt?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Nolife</title>
		<link>http://nullwert.de/2010/03/19/nolife/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 11:44:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben mit Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein Vater ist bereits gestern und auf meine direkte Bitte früher als ursprünglich von ihm gedacht wieder abgereist. Ich fühlte, ich brauche ein paar Tage, in denen ich wieder auf mich allein gestellt bin, um die Fallhöhe zu verringern, bevor ich Montag wieder meine geregelte Arbeit aufnehmen werde. Das wird mir dennoch schwer genug fallen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Vater ist bereits gestern und auf meine direkte Bitte früher als ursprünglich von ihm gedacht wieder abgereist. Ich fühlte, ich brauche ein paar Tage, in denen ich wieder auf mich allein gestellt bin, um die Fallhöhe zu verringern, bevor ich Montag wieder meine geregelte Arbeit aufnehmen werde.</p>
<p>Das wird mir dennoch schwer genug fallen. Wenn ich eine Psychoanalyse beginne, bedeutet das, drei bis vier Mal pro Woche einen einstündigen Termin neben der Arbeit fest einplanen zu müssen. Plus Anfahrtszeiten, also eigentlich zwei Stunden. Selbst wenn es mir gelingt, die Termine ausreichend spät zu legen, wird das anstrengend. Und dann heißt das vielleicht, doch wieder eine 6-Stunden-Arbeitszeitregelung zu beantragen &#8211; mit allen Konsequenzen, die dieser &#8220;Sonderstatus&#8221; mit sich bringen würde.</p>
<p>Und das sind zwei Stunden, die ich für eine Therapie aufbringe. Nicht damit, wozu sie mir verhelfen soll: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Get_a_life" title="Get a life!">wieder ein eigenes (Privat-)Leben zu finden</a>.</p>
<p>Anfang des Jahres hatte ich noch die versteckte Hoffnung, vielleicht einen ähnlichen Aufschwung zu <em>erleben</em> wie vor drei Jahren nach meiner ersten langen &#8220;Auszeit&#8221;. Es war ein anderes Leben, es war <em>mein</em> Leben damals. Ich würde sagen, ich war endlich einmal ich selbst &#8211; also &#8220;ein anderer&#8221; als jetzt &#8211; aber das wurde mir ja auch schon als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Manie" title="siehe Wikipedia">manische Phase</a> ausgelegt&#8230;</p>
<p>Ich habe also einmal vom Leben gekostet, einmal eine Einstellung zu mir und den Menschen um mich herum gefunden, die mich alles mit mehr Freude und Offenheit, mit weniger Zweifeln und Befürchtungen machen und betrachten ließ. Aber eine Reihe von, sagen wir, &#8220;Misserfolgen&#8221; ließ mich all das wieder &#8220;verlernen&#8221;.</p>
<p>Ich habe praktisch kein Leben mehr, auch weil ich es meide. So wie ich meinen Vater wegschicken muss, weil mein Innenleben schon wegen der Erinnerungen rebelliert, die mit seiner reinen Anwesenheit verbunden sind, so schrecke ich auch häufig die Verabredung mit Freunden &#8211; nicht ihretwegen, sondern wegen meiner Probleme. Zum Beispiel, weil ich in depressiv angeschlagenem Zustand meine Schwierigkeiten habe, (hoffentlich) glückliche Familien oder, wenn es mir schlechter geht, schon einfach ein zu fröhliches Kind um mich zu haben, ohne auszuticken&#8230; Aber wer soll das nachvollziehen können? Zumal ich es ja eigentlich auch niemandem erkläre. Ich vergesse ja auch, es mir selbst immer wieder klar zu machen, so, wie ich meine Gefühle oder mein Verhalten &#8220;vergesse&#8221;.</p>
<p>&#8230;</p>
<p>Aber jetzt entschuldigt mich bitte, ich muss einen Therapieplatz finden&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Worte zum Sonntag (#18)</title>
		<link>http://nullwert.de/2010/02/28/worte-zum-sonntag-18/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 13:02:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben mit Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie/Psychiatrie/Neurologie]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
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		<description><![CDATA[Diese Woche will ich mit mehreren eigentlich voneinander unabhängigen Einzelmeldungen beginnen, die zusammengenommen&#8230; nun ja, entscheidet selbst: Vorausgesetzt, Intelligente Menschen sind eher Atheisten und gehen nachts später schlafen, aber Glaube an einen fürsorglichen Gott bei Depressionen hilft (vgl. auch Schlagzeilen bei Google) und Wer früh ins Bett geht, [..] seltener Depressionen [hat] (siehe), dann darf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Woche will ich mit mehreren eigentlich voneinander unabhängigen Einzelmeldungen beginnen, die zusammengenommen&#8230; nun ja, entscheidet selbst:</p>
<p>Vorausgesetzt, <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32160/1.html" title="Telepolis-Artikel">Intelligente Menschen sind eher Atheisten und gehen nachts später schlafen</a>, aber <a href="http://www.sciencedaily.com/releases/2010/02/100223132021.htm" title="Belief in a Caring God Improves Response to Medical Treatment for Depression, Study Finds">Glaube an einen fürsorglichen Gott bei Depressionen hilft</a> (<a href="http://news.google.de/news/search?um=1&amp;cf=all&amp;ned=de&amp;hl=de&amp;q=belief+god+depression+treatment&amp;as_qdr=a&amp;as_drrb=q&amp;cf=all">vgl. auch Schlagzeilen bei Google</a>) und <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,669457,00.html" title="Spiegel Online">Wer früh ins Bett geht, [..] seltener Depressionen [hat]</a> (<a href="http://nullwert.de/2010/01/03/worte-zum-sonntag-10/" title="Worte zum Sonntag #10">siehe</a>), dann darf man doch annehmen, dass Depressive statistisch gesehen intelligenter sein müssten als andere? Das sieht scheinbar auch das <em><a href="http://www.nytimes.com/2010/02/28/magazine/28depression-t.html" title="'Depression’s Upside', The New York Times Magazine">New York Times Magazine</a></em> so&#8230;</p>
<p>Oh, und nicht nur intelligenter, sondern auch weniger fahrlässig und egoistisch, wenn man dann noch das hier in Betracht zieht: &#8220;Psychologist Joe Forgas at the University of New South Wales in Sydney, Australia, [...] suggests that <a href="http://www.newscientist.com/article/dn18585-happiness-aint-all-its-cracked-up-to-be.html" title="'Happiness ain't all it's cracked up to be', New Scientist">happiness&#8217;s negative effects</a> all stem from a cheery mood&#8217;s tendency to lull you into feeling secure. This makes you look inwards and behave both more selfishly and more carelessly.&#8221;</p>
<p><sub>Thanks to <em><a href="http://www.theawl.com/2010/02/sometimes-im-happy" title="The Awl">The Awl</a></em> for starting this line of though.</sub></p>
<p>In weiteren Schlagzeilgen:</p>
<ul>
<li>
<p>Eine weitere bedenkenswerte <a href="http://online.wsj.com/article/SB10001424052748704188104575083700227601116.html?mod=WSJ_latestheadlines" title="'Why Psychiatry Needs Therapy', Wall Street Journal">Meinung zum neuen DSM-Katalog</a> (vgl. <a href="http://nullwert.de/2010/02/21/worte-zum-sonntag-17/">letzte Woche</a>), von einem Professor der Geschichte der Medizin und Psychiatrie: &#8220;DSM-V accelerates the trend of making variants on the spectrum of everyday behavior into diseases: turning grief into depression, apprehension into anxiety, and boyishness into hyperactivity.&#8221;</p>
</li>
<li>
<p>Dazu passend: Die Nachricht <a href="http://www.sciencedaily.com/releases/2010/02/100225140910.htm" title="Nachricht bei Science Daily">Video Games May Help Combat Depression in Older Adults</a> ließ mich <em>subsyndromal</em> nachschlagen, was <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Syndrome">laut (englischer) Wikipedia</a> Zustände beschreibt, &#8220;which do not meet full criteria for a diagnosis, for example because the symptoms are fewer or less severe, but which nevertheless can be identified and related to the &#8216;full-blown&#8217; syndrome.&#8221;. Das wiederum erinnert mich an die merkwürdige Diagnose <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hypomanie" title="Wikepedia (de)">Hypomanie</a>&#8230;</p>
</li>
<li>
<p>Auch das gibt es: <a href="http://www.celebrities-with-diseases.com/">Celebrities With Diseases</a>.</p>
</li>
<li>
<p>Ich enthalte mich einfach mal jedweden aktuellen deutschlandpolitischen Kommentars und verlinke einfach diesen düsteren <a href="http://www.nytimes.com/2010/02/25/us/25stress.html?src=twt&amp;twt=nytimes" title="'At Closing Plant, Ordeal Included Heart Attacks', The New York Times">Artikel der New York Times</a> über die gesundheitlichen Auswirkungen von Entlassung und Arbeitslosigkeit&#8230;</p>
<p><strong>Nachtrag/Update:</strong> Heute (01.03.) nimmt sich auch <em>Telepolis</em> unter dem Titel <em><a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32151/1.html" title="Telepolis-Artikel">Arbeitslosigkeit und Suizid</a></em> des ernsten Themas an (ohne direkten Bezug auf den <em>NYT</em>-Artikel).</p>
</li>
<li>
<p>Eine sehr interessante <a href="http://www.informationisbeautiful.net/play/snake-oil-supplements/" title="Scientific evidence for popular health supplements - Information is Beautiful">Infografik über den Wissenstand zur Wirksamkeit von Nahrungsergänzungsmitteln</a> (<em>health supplements</em>) gibt es bei <a href="http://www.informationisbeautiful.net/2010/snakeoil-scientific-evidence-for-health-supplements/">Information is Beautiful</a>.</p>
</li>
<li>
<p>&#8220;Depression in women can be fueled by hostile husbands, a new study suggests.&#8221; &#8211; Gut, dass auch dieser bisher von niemanden auch nur erahnte Zusammenhang <a href="http://www.livescience.com/health/angry-husband-depression-women-100223.html" title="LiveScience.com">wissenschaftlich ergründet</a> wurde. <sub>(wieder gefunden bei <a href="http://www.theawl.com/2010/02/science-bad-men-make-women-sad" title="Bad Men Make Women Sad">The Awl</a>)</sub></p>
</li>
<li>
<p>Noch &#8220;besser&#8221; sind da nur noch Online-Tests, die immer dasselbe Ergebnis ausspucken &#8211; z.B. zur Frage, ob man unter behandlungsbedürftigen Depressionen leide: <em><a href="http://industry.bnet.com/pharma/10006801/webmds-depression-test-has-only-one-sponsored-answer-youre-at-risk/" title="Artikel bei BNET">WebMD&#8217;s Depression Test Has Only One (Sponsored) Answer</a></em>.</p>
</li>
<li>
<p>Die <em>Stuttgarter Zeitung</em> liefert <a href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2397104_0_9205_-das-gleichgewicht-der-botenstoffe-ist-gestoert.html" title="Artikel der Stuttgarter Zeitung">Informationen zu einigen der gängigsten Vorurteile zur Krankheit Depression</a> &#8211; der Titel <em>Das Gleichgewicht der Botenstoffe ist gestört</em> ist allerdings selbst fast ein Vorurteil, wie ich finde.</p>
</li>
<li>
<p>Und zum Abschluss: <a href="http://www.mindhacks.com/blog/2010/02/area_responsible_for.html" title="mindhacks.com">Area responsible for neuroscience errors located</a>.</p>
</li>
</ul>
<p><strong>;-)</strong></p>
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		<title>Worte zum Sonntag (#17)</title>
		<link>http://nullwert.de/2010/02/21/worte-zum-sonntag-17/</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 12:14:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben mit Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie/Psychiatrie/Neurologie]]></category>
		<category><![CDATA[Abhängigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitszeit]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
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		<category><![CDATA[Elektrokrampftherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Gruppentherapie]]></category>
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		<description><![CDATA[Während Ihr die folgende Cut&#38;Paste-Zusammenstellung lesenswerter Artikel der vergangenen Woche durchgeht, könnt Ihr übrigens auch nullwert.de beim Musikmachen zuhören: &#8220;Wir wollen den Eltern helfen, ihre Hemmschwelle zu überwinden und die ganze Familie stärken&#8221; &#8211; Projekt ECHT STARK! (Dank an psychoMUELL!) &#8220;Wäre es nicht mutiger, darauf hinzuweisen, dass die Gesellschaft darauf hinsteuert, dass sich Leistung eben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während Ihr die folgende <em>Cut&amp;Paste</em>-Zusammenstellung lesenswerter Artikel der vergangenen Woche durchgeht, könnt Ihr übrigens auch <a href="http://www.codeorgan.com/?url=nullwert.de">nullwert.de beim Musikmachen zuhören</a>:</p>
<ul>
<li>
<p>&#8220;Wir wollen den Eltern helfen, ihre Hemmschwelle zu überwinden und die ganze Familie stärken&#8221; &#8211; Projekt <em><a href="http://www.uniklinik-ulm.de/news/article/1119/echt-stark.html" title="Projektseite des Universitätsklinikums Ulm">ECHT STARK!</a></em> (Dank an <a href="http://psychomuell.de/weblog/1687/projekt-echt-stark-">psychoMUELL!</a>)</p>
</li>
<li>
<p>&#8220;Wäre es nicht mutiger, darauf hinzuweisen, dass die Gesellschaft darauf hinsteuert, dass sich Leistung eben immer weniger lohnt. Das sollte noch um den Hinweis ergänzt werden, dass sich auch Bildung nicht mehr auszahlen könnte – jedenfalls nicht im Rahmen dieses Klipp-Klapp-Mechanismus, den hier Politik als ranziges Remedium verkündet.&#8221; &#8211; <em><a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32122/1.html" title="Telepolis-Artikel">Schöne neue Arbeitswelt</a>: Wie glücklich macht eigentlich Arbeit in einer Gesellschaft, deren Betriebssystem auf Konkurrenz, Siege und Niederlagen setzt?</em></p>
</li>
<li>
<p>&#8220;We need to know more about how the health effects of flexible working are experienced by different types of workers, such as women compared to men, old compared to young and skilled compared to unskilled population groups.&#8221; &#8211; <em><a href="http://www.news-medical.net/news/20100218/Review-Giving-employees-more-flexibility-over-their-work-schedules-likely-to-boost-their-health.aspx" title="The Medical News">Review: Giving employees more flexibility over their work schedules likely to boost their health</a></em> (Quelle: <a href="http://www.cochrane.org/">The Cochrane Collaboration</a> (<a href="http://www.cochrane.de">deutsche Website</a>; <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cochrane_Collaboration">Wikipedia-Eintrag</a>)</p>
</li>
<li>
<p>&#8220;More and more, we work at playing, larding our leisure with labor-related terms and themes: efficiency; perfectionisms; results.&#8221; &#8211; <em><a href="http://www.psychologytoday.com/articles/200910/goofing" title="Artikel bei Psychology Today  (engl.)">Goofing Off</a>: How a little play time can even be good for adults.</em></p>
</li>
<li>
<p>&#8220;[..] die Wissenschaft [weiss] noch immer nur wenig darüber, was bei dieser Behandlung im Gehirn wirklich passiert. Ein implantierbarer Sensor, der zurzeit in Tierversuchen getestet wird, soll dies nun ändern: Er registriert chemische Signale, die eine elektrische Stimulierung hervorruft.&#8221; &#8211; <em><a href="http://www.heise.de/tr/artikel/Chemischer-Blick-ins-Hirn-933574.html" title="Telepolis-Artikel">Chemischer Blick ins Hirn</a></em>.</p>
</li>
<li>
<p>&#8220;<em><a href="http://www.heise.de/tp/blogs/3/147098" title="Telepolis-Artikel">Das Hirn schläft von innen nach außen ein</a></em>. Der Cortex hat noch etwas Freilauf.&#8221;</p>
</li>
<li>
<p>&#8220;Durch die Festlegung eines bestimmten Krankheitsbilds wird also auch zukünftiger Forschung der Weg gewiesen [...]. Nicht zuletzt prüfen natürlich auch die Finanzierer wissenschaftlicher Forschung, inwiefern ein vorgeschlagenes Projekt in die vorhandenen Strukturen passt. Drittens beeinflusst es auch die Patienten selbst, welche Krankheit ihnen attestiert wird und wie die Krankheit verstanden wird.&#8221; &#8211; <em><a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32099/1.html" title="Telepolis-Artikel">Die psychiatrischen Erkrankungen der Zukunft</a></em> über das <em><a href="http://www.psych.org/MainMenu/Research/DSMIV.aspx">Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders</a></em> (auch bei <a href="http://psychomuell.de/weblog/1686/dsm-5-zukuenftige-psychiatrische-erkrankungen">psychoMUELL!</a>). Anmerkung: Um das Thema dreht sich auch das Buch <em><a href="http://crazylikeus.com/">Crazy Like Us</a></em>, das darauf wartet, endlich von mir gelesen zu werden. Aus dem Klappentext: &#8220;In <em>Crazy Like Us</em>, Ethan Watters [der Autor] reveals that the most devastating consequence of the spread of American culture has [...] [been] our bulldozing of the human psyche itself: We are in the process of homogenizing the way the world goes mad.&#8221;)</p>
</li>
<li>
<p>&#8220;We don&#8217;t know whether trying to change your outlook on life can alter your risk of heart disease. It&#8217;s not clear whether it&#8217;s even possible to drastically change your default happiness level. However, some research suggests that regular exercise, sex, and good sleep might be helpful.&#8221; &#8211; <em><a href="http://www.guardian.co.uk/lifeandstyle/besttreatments/2010/feb/18/happiness-linked-to-a-healthier-heart" title="The Guardian">Happiness linked to a healthier heart</a></em> (Übrigens ein weiteres gutes Beispiel, wie man Ergebnisse wisssenschaftlicher Studien sinnvoll Laien vermittelt.)</p>
</li>
<li>
<p>&#8220;<a href="http://dict.leo.org/ende?lp=ende&amp;p=DEdPgA&amp;search=befriend">Befriending</a> is an emotional support intervention commonly offered by the voluntary sector.&#8221; &#8211; <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Abk%C3%BCrzungen_(Netzjargon)#L">LOL</a>!</strong> <sub>&#8216;tschuldigung&#8230;</sub> (aus <em><a href="http://behavioralhealthcentral.com/index.php/20100217203305/Clinical-News/university-of-manchester-publishes-research-in-depression-prevention.html">University of Manchester publishes research in depression prevention</a></em>)</p>
</li>
<li>
<p>&#8220;We didn&#8217;t know you were an introvert. We thought you were just a bitch.&#8221; &#8211; <em><a href="http://www.psychologytoday.com/blog/the-introverts-corner/200912/we-gotta-fight-our-right-not-party">We Gotta Fight for our Right Not to Party</a></em>, ein Blogeintrag aus <em><a href="http://www.psychologytoday.com/blog/the-introverts-corner">The Introvert&#8217;s Corner</a></em> bei <em>Psychology Today</em> (<a href="http://www.boingboing.net/2010/02/17/the-introverts-corne.html?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+boingboing%2FiBag+%28Boing+Boing%29&amp;utm_content=Google+Reader">via boingboing</a>; Kommentare dort: &#8220;<a href="http://www.boingboing.net/2010/02/17/the-introverts-corne.html#comment-715574">OK, I&#8217;ll ask</a>. Why does a self-described introvert have a public blog?&#8221;; &#8220;That&#8217;s funny, <a href="http://www.boingboing.net/2010/02/17/the-introverts-corne.html#comment-715585">I considered myself an introvert</a> for a long time but recently realized I AM just a bitch.&#8221;)</p>
</li>
</ul>
<p>Schönen Sonntag, <a href="http://talesofacity.wordpress.com/2010/02/13/time-table-for-the-big-move/">wo immer Ihr gerade seid</a>!</p>
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