Mai 7 2010

Erleben vs. Erinnerung

Zur Zeit fehlen mir die Worte, um so recht zu beschreiben, was in mir vorgeht. PEBKAC, sozusagen. Stattdessen will ich Daniel Kahneman das Wort überlassen – zu in etwa demselben Thema, das ich Über “Morgen” betitelt habe, obwohl es doch allein um meine Erinnerung ging:

Über die Schaltfläche “View subtitles” können auch deutsche Untertitel eingeblendet werden. Das Video gibt es außerdem auch frei in HD über den TED-Kanal in Miro.


Apr 18 2010

Worte zum Sonntag (#24)

Ohne lange Vorrede, die meiner Meinung nach bemerkenswerten Nachrichten der vergangenen Woche in umgekehrter chronologischer Reihenfolge (älteste zuletzt):

Und zwei bedenkenswerte Gedichte, über die ich diese Woche gestolpert bin – hier nur jeweils die letzten Zeilen:


and always serve bread with your wine.
But, son,
Always serve wine.

Advice to my Son by J. Peter Meinke


Those “oh-it’s-simply-nothing” things
That make life worth the fight.

The Elf-Errant by Moira O’Neill

Schönen Sonntag.


Mrz 28 2010

Zeitumstellung

2 Uhr werde ich wach erleben. Die Uhren, die zu dumm sind, sich selbst zu stellen, kann ich gleich selbst richtigstellen.

Ich wünschte, das gelänge mir mit mir selbst.

Ich jedenfalls gehe nicht mehr richtig. Ganz offensichtlich bewegt sich ein Teil von mir weit in der Vergangenheit. Der andere Teil fürchtet sich vor der Zukunft.

Es ist tatsächlich so, die Zeit vergeht die letzten Tagen anders. Sie verrinnt nicht, sie verschwindet, springt, oder bleibt stehen. Vielleicht liegt es daran, dass mein Gedächtnis sich weigert, sich an Stunden sinnlosen Dahinvegetierens zu erinnern, wenn ich wie jetzt, inzwischen mitten in der Nacht, ein wenig wacher werde. Wenn ich plötzlich etwas will nach all dem Weder-Wollen-Noch-Können, sei es etwas Essen, weil ich den Hunger wieder spüre, oder Schreiben, weil ich wieder – denken kann.

Wenn ich Psychiater anrufe oder anschreibe, habe ich immer mein Notizbuch bei mir liegen, damit ich nachsehen kann, falls ich eine Jahreszahl brauche oder einen Zeitraum. Ich habe die Zahlen schon so oft wiederholt, und meine Erinnerung versagt dennoch ihren Dienst.

Es ist Zeit, die Uhr zu stellen.


Mrz 14 2010

Worte zum Sonntag (#20)

Die Worte zum Sonntag haben sich inzwischen zu so etwas wie einem Ritual für mich entwickelt, einer wöchentlichen Mahnung, dass ich nicht vergesse, mit welcher Krankheit ich mich auseinandersetzen muss. An Tagen, an denen ich mit dieser Krankheit ohnehin schon wieder mehr zu schaffen habe, als ich möchte, gibt mir diese gewollte Pflichtaufgabe eine Gelegenheit, einen Schritt zurückzutreten.

Und damit zu den Worten dieser Woche…

Lasst es Euch gutgehen!