Jan
10
2010
Es gab zwei, sagen wir, “Nachrichten der Woche”, die sich im Netz weltweit in dutzenden Varianten wiederfanden:
Auch sonst fand sich Interessantes diese erste Arbeitswoche im neuen Jahrzehnt:
Na dann, schönen Restsonntag. Träumt was Schönes!
keine Kommentare | Stichworte: Antidepressiva, Ernährung, Gesundheitspolitik, Hirnforschung, Hirnstimulation, Japan, Robert Enke, Schlaf, Selbstverletzung, Sport, Sucht, Suizid, Therapie, Träume, Vitamine, Wirksamkeit | abgelegt unter Antidepressiva, Leben mit Depression, Politik, Psychologie/Psychiatrie/Neurologie
Nov
8
2009
Bevor ich mit den wochenaktuellen Nachrichten anfange, hier noch eine ältere Ausgabe meines Lieblingswebcomic xkcd, den ich erst gestern entdeckt habe:

Und nun wie geplant die Dinge, die mir diese Woche im Internet ins Auge gefallen sind:
-
Die Kombination dieser beiden Forschungsergebnisse gibt zu denken: Fast Food kann zu Depressionen führen und Junk Food macht abhängig wie Heroin! Während ich allerdings letztere Nachricht kaum woanders gefunden habe, hat erstere es zu weltweiter Verbreitung geschaft, wie z.B. beim britischen Mirror und der BBC (mit Video) sowie der Presseagentur AFP. Abschließend noch die originale Pressenachricht.
-
Apropos Abhängigkeit: (unter anderem) eine wunderbare Infografik zur Letalität von Drogen im Vergleich zur Presseberichterstattung – oder besser noch, direkt beim Grafiker selbst.
-
Noch etwas aus dem Vereinigten Königreich: Report highlights workplace stress
13.7 million working days are lost each year as a result of work-related mental illness. [...] However, simple measures such as giving positive feedback and allowing flexible hours and home working could significantly improve the wellbeing of staff and help reduce the cost of absenteeism [..]
-
Diese Kosten sind sicher auch ein Grund für die neue Initiative der EU work. in tune with life. move europe., die das Bewusstsein von Unternehmen für einen besseren Umgang mit psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz schärfen möchte.
-
Die WELT Online berichtet, Depressionen bei Kindern werden zu oft ignoriert.
-
ZEIT ONLINE veröffentlicht ein Interview zum Thema Gender-Medizin: “Männer und Frauen werden unterschiedlich krank”.
-
Die New York Times bloggt über Life as a Depressed Parent.
-
Newsweek versucht, einen Sinn in Depressionen zu finden: “Depression might be evolution’s way of fixing what ails us” – spannende Gedanken und Links zu weiteren Erkenntnissen.
-
Zwei neue Behandlungsmethoden, bei denen mir ein kalter Schauer über den Rücken läuft: Einmal sollen “Hirn-Schrittmacher” Neue Hoffnung für Schwerst Depressive sein, das andere Mal Transcranial Magnetic Stimulation.
-
“Eine Software zur Sprachanalyse soll aus Telefonaten herausfinden, ob ambulante Patienten mit chronischen Krankheiten eine klinische Depression entwickeln” (heise.de)
-
Nochmal eine Nachricht aus der Forschung, diesmal aus dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf: “Die Gabe eines Medikamentes, das die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol hemmt, zusätzlich zur antidepressiven Standardtherapie in den ersten drei Wochen bewirkte, dass die Therapie schneller wirkte.“
-
Psychologie Today mit Bedenkenswertem zu The continuing stigma of depression, unter anderem mit diesem schönen Satz, mit dem ich diese Woche auch beschließen möchte:
If we acknowledge that surviving depression requires a special toughness, we will [..] not see formerly depressed people as a broken legion, but as a resource who can teach us all about overcoming adversity.
keine Kommentare | Stichworte: Abhängigkeit, Beruf, Cortisol, Ernährung, Europäische Union, Fast Food, Forschung, Gender Medicine | abgelegt unter Antidepressiva, Leben mit Depression, Politik, Psychologie/Psychiatrie/Neurologie
Nov
1
2009
Seit einiger Zeit versuche ich, das Thema Depression im Internet per Google-Suchen, RSS-Feeds und Newsaggregatoren zeitnah zu verfolgen. Ergebnis sind einige Fundstücke, die ich aber nicht zuletzt aus zeitlichen Gründen nicht jedesmal kommentieren kann oder möchte. Also was liegt näher, als es anderen Blogs gleichzutun und einmal die Woche eine Linksammlung zu posten: die Worte zum Sonntag.
Frisch von heute:
Schönen Sonntag!
keine Kommentare | Stichworte: Ernährung, Forschung, Genetik, Kultur | abgelegt unter Leben mit Depression, Psychologie/Psychiatrie/Neurologie
Okt
26
2009
Passend zum heute Vormittag Geschriebenen erreicht mich via RSS die Nachricht von einer weiteren Wunderwaffe gegen Behandlungsmöglichkeit bei Depression: Folsäure (engl.: folate).
Der Psychcentral-Artikel ist zwar kaum verborgene Werbung für das Medikament Deplin – der gesamte Artikel geht laut Disclaimer auf eine Informationsveranstaltung des Herstellers des Medikaments bzw. medical food, der Firma Pamlab, zurück. Dennoch will ich ihn verlinken, denn laut Artikel und den auf der Website aufgeführten Forschungsberichten verbessert L-Folsäure die Wirkung von Antidepressiva.
Was ich daran so interessant finde, ist die Denkweise, die ich bei den dort Forschenden durchscheinen zu sehen glaube. Ich möchte es mal so formulieren: Wenn ein Antidepressivum nicht wirkt, sollte man dann ein Problem beim Behandelten suchen – oder bei dem Medikament?!?
Jeder Wissenschaftler wird natürlich sagen, dass sie weder das eine noch das andere täten: Es ist schließlich Wissenschaft, man würde alle Hypothesen prüfen. Doch mal ehrlich: Angesichts der Kosten solcher Forschungen, und den Firmen, die sie bezahlen, welcher Richtung wird wohl eher nachgegangen? Ich denke nicht, dass es Zufall ist, dass man mal schaut, was man mal noch so “einwerfen” kann, um die Ergebnisse der Antidepressiva zu verbessern, um dann z.B. mit L-Folsäure-Tabletten auf den Markt zu kommen…
Das zweite Zeitgeist-Problem, das ich hier noch am Werk sehe, und sich in dem Begriff medical food bzw. dem (von dort verlinkten) functional food äußert: Warum soll man Tabletten nehmen, statt lieber gesünder essen, so dass der Körper selbst ausreichend L-Folsäure aus den Grundstoffen erarbeiten kann? (Eine Frage, die man offensichtlich generell stellen muss, denn in einigen Ländern wird Folsäure bereits künstlich Nahrungsmitteln beigefügt.)
Ich habe mich für heute jedenfalls genug geärgert gewundert. Ich esse jetzt gleich erstmal einen schönen Salat aus den Zutaten meiner Biokiste. Kann ich nur empfehlen!
keine Kommentare | Stichworte: Deplin, Ernährung, Folsäure, Forschung, Functional Food | abgelegt unter Antidepressiva, Psychologie/Psychiatrie/Neurologie