Jul
20
2010
Schon einmal haben Wissenschaftler sich mit der Farbwahrnehmung von unter Depressionen leidenden Menschen beschäftigt. Nun haben Wissenschaftler der Universität Freiburg eine neue Studie dazu veröffentlicht (via):
“These data highlight the profound ways that depression alters one’s experience of the world,” commented Dr. John Krystal, Editor of Biological Psychiatry. “The poet William Cowper said that ‘variety’s the very spice of life’, yet when people are depressed, they are less able to perceive contrasts in the visual world. This loss would seem to make the world a less pleasurable place.”
Es ist also tatsächlich nachweislich so: Depression hüllt die Welt in einen grauen Schleier, wie auch der englische Independent titelt (sinngemäß übersetzt).
keine Kommentare | Stichworte: Farbe, Forschung, Wahrnehmung | abgelegt unter Psychologie/Psychiatrie/Neurologie
Feb
14
2010
Hier wieder die sonntägliche Liste der Artikel, die ich vergangene Woche lesenswert fand:
-
Depression: Leben Grau in Grau berichtet kurz von einer Studie, deren Ergebnis das Manchester Color Wheel (zu sehen bei MSNBC) hervorgebracht hat: “The Color Wheel could be used to assess health status, mood or even treatment outcome in a variety of clinical situations. It may also have utility in circumstances where verbal communication may not be optimal, such as with children.”
-
Die TK fordert Qualitätssicherung für Psychotherapie: “Eine Auswertung sämtlicher Behandlungen der an Depression erkrankten TK-Versicherten hatte gravierende regionale Unterschiede aufgedeckt. [...] Auch der Umfang der Therapie sei weniger vom individuellen Bedarf der Patienten als vielmehr von der maximal von der Krankenkasse finanzierten Therapiestundenzahl abhängig.”
-
Ob da ein Trinkgeld für den Arzt hilft?
-
Oder doch eher der Konsens bei der Depressionstherapie, der Ende letzten Jahres beschlossen wurde und nochmal von der Ärztezeitung zusammengefasst wird?
-
In den USA ist ein weiteres Buch erschienen, dass sich kritisch mit dem derzeitigen Umgang mit der Krankheit Depression auseinandersetzt: Manufacturing Depression: The Secret History of a Modern Disease von Gary Greenberg. Bisher weiss ich nichts weiter darüber, außer was ein mir sonst (noch) unbekanntes Blog darüber schrieb und man bei einem gewissen weltweit arbeitenden Buchversand dazu finden kann (u.a. einen Auszug aus dem ersten Kapitel).
-
“Ein ‘objektiver wissenschaftlicher Beweis dafür, dass die Akupunktur bestimmte Gehirnareale beeinflusst’“?
-
Bernd Enke (wenn ich es recht verstehe ein Onkle Robert Enkes) meint in einem Interview: “Haben Sie Mut zum Mittelmaß”. Joachim “Jogi” Löw in ähnlichem Kontext: “Wir brauchen Mut zur Schwäche”
-
Diesen Mut bewies diese Woche der Autor des Depressionsblog, so etwas wie dem inoffiziellen Vorbild für mein Tun hier, mit dem Blogeintrag Mein Leben: Umbruch, Abbruch, Zäsur – mein Anfang nach dem Ende und wie es mit dem Depressionsblog weitergehen wird. Ich stehe in keiner Verbindung zu ihm, trotzdem bewegt es mich sehr, das zu lesen. Ich wünsche ihm viel Erfolg und alles Gute!
2 Kommentare | Stichworte: Behandlung, Farbe, Literatur, Psychotherapie, Qualitätssicherung, Robert Enke | abgelegt unter Antidepressiva, Leben mit Depression, Politik, Psychologie/Psychiatrie/Neurologie