Jan
3
2010
Auch im neuen Jahrzehnt versuche ich weiter, einmal die Woche Bemerkenswertes zu den Themen Depression, Psychologie/Psychiatrie und Medizin zu verlinken:
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Ab morgen bin ich ja wieder volle 40 Stunden die Woche beschäftigt, also Zeit, mir in Erinnerung zu rufen: Man verkauft seine Arbeitskraft, nicht seine Seele.
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“Trotz aller Fortschritte im Bereich der Neurowissenschaften wurde in den letzten 40 Jahren kein einziger neuer Wirkstoff gegen Schizophrenie und in den letzten 20 Jahren kein einziger neuer Wirkstoff gegen Depression entwickelt.” – einer der interessanten Fakten, die beim Stellen der Zehn neurowissenschaftlichen Fragen für 2010 mit abfallen.
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“Please, tell me there’s hope.” – Der Artikel des CNN Mental Health Experts, der diese Hoffnung bringen soll, scheitert allerdings mit seinem Geeiere zwischen vermeintlich wissenschaftlichen Fakten und allgemeinem Denke positiv-Ratschlägen geradezu mustergültig, wie ich finde. So wie übrigens die meisten Psychiater, denen ich bisher begegnet bin. Es gibt einfach Fragen, die kann man nicht wissenschaftlich korrekt beantworten.
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Diese Nachricht hätte mehr Aufmerksamkeit verdient: Glaxo zieht Depressions-Broschüre aus dem Verkehr. Denn eigentlicher Hintergrund für diese kleine Nachricht ist der Stand der Wissenschaft um die Bedeutung des Serotoninmangels für die Entstehung bzw. Behandlung von Depressionen.
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Noch eine Nachricht, die ein wenig mehr Aufmerksamkeit verdient hätte: Stadtrat bekennt sich zu Depression . Der Politpunk schrieb darüber schon Anfang Dezember in seinem Blog: Ich lebe mit Depressionen und was verbirgst Du!?
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Und noch jemand bricht das Schweigen: Der Titel des Artikels Enke und ich redeten beide am Thema vorbei verbirgt, dass der Autor hier durch das Nachdenken über sein letztes Interview mit Robert Enke den Mut gefunden hat, über seine bisher versteckt gehaltene Krankheit zu schreiben: Parkinson.
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Wer früh ins Bett geht, hat seltener Depressionen – diese Nachricht ist so schön plakativ, dass sie die letzten Tage rund um die Welt gewandert ist. Allerdings ein halbes Jahr nach dem offiziellen Press Release der Columbia University…
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Abschließen will ich “with this simple New Year’s resolution: Have fun … now!” (Wenn nach einer Anmeldung verlangt wird, kann es helfen, Cookies zu aktivieren, um ohne Account zum Artikel vorgelassen zu werden.) ( via)
In diesem Sinne nochmals: Frohes Neues Jahr!
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Nov
22
2009
Auch diesen Sonntag wieder – wenn auch etwas später am Tage – Schlagzeilen aus dem Internet zum Thema Depression, ihrer Behandlung und Erforschung.
1 Kommentar | Stichworte: Depressive Realism, Facebook, Forschung, Genetik, Meditation, Tantra, Vasopressin, Versicherung, Video, Winterdepression | abgelegt unter Psychologie/Psychiatrie/Neurologie
Nov
8
2009
Bevor ich mit den wochenaktuellen Nachrichten anfange, hier noch eine ältere Ausgabe meines Lieblingswebcomic xkcd, den ich erst gestern entdeckt habe:

Und nun wie geplant die Dinge, die mir diese Woche im Internet ins Auge gefallen sind:
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Die Kombination dieser beiden Forschungsergebnisse gibt zu denken: Fast Food kann zu Depressionen führen und Junk Food macht abhängig wie Heroin! Während ich allerdings letztere Nachricht kaum woanders gefunden habe, hat erstere es zu weltweiter Verbreitung geschaft, wie z.B. beim britischen Mirror und der BBC (mit Video) sowie der Presseagentur AFP. Abschließend noch die originale Pressenachricht.
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Apropos Abhängigkeit: (unter anderem) eine wunderbare Infografik zur Letalität von Drogen im Vergleich zur Presseberichterstattung – oder besser noch, direkt beim Grafiker selbst.
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Noch etwas aus dem Vereinigten Königreich: Report highlights workplace stress
13.7 million working days are lost each year as a result of work-related mental illness. [...] However, simple measures such as giving positive feedback and allowing flexible hours and home working could significantly improve the wellbeing of staff and help reduce the cost of absenteeism [..]
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Diese Kosten sind sicher auch ein Grund für die neue Initiative der EU work. in tune with life. move europe., die das Bewusstsein von Unternehmen für einen besseren Umgang mit psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz schärfen möchte.
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Die WELT Online berichtet, Depressionen bei Kindern werden zu oft ignoriert.
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ZEIT ONLINE veröffentlicht ein Interview zum Thema Gender-Medizin: “Männer und Frauen werden unterschiedlich krank”.
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Die New York Times bloggt über Life as a Depressed Parent.
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Newsweek versucht, einen Sinn in Depressionen zu finden: “Depression might be evolution’s way of fixing what ails us” – spannende Gedanken und Links zu weiteren Erkenntnissen.
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Zwei neue Behandlungsmethoden, bei denen mir ein kalter Schauer über den Rücken läuft: Einmal sollen “Hirn-Schrittmacher” Neue Hoffnung für Schwerst Depressive sein, das andere Mal Transcranial Magnetic Stimulation.
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“Eine Software zur Sprachanalyse soll aus Telefonaten herausfinden, ob ambulante Patienten mit chronischen Krankheiten eine klinische Depression entwickeln” (heise.de)
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Nochmal eine Nachricht aus der Forschung, diesmal aus dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf: “Die Gabe eines Medikamentes, das die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol hemmt, zusätzlich zur antidepressiven Standardtherapie in den ersten drei Wochen bewirkte, dass die Therapie schneller wirkte.“
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Psychologie Today mit Bedenkenswertem zu The continuing stigma of depression, unter anderem mit diesem schönen Satz, mit dem ich diese Woche auch beschließen möchte:
If we acknowledge that surviving depression requires a special toughness, we will [..] not see formerly depressed people as a broken legion, but as a resource who can teach us all about overcoming adversity.
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Nov
1
2009
Seit einiger Zeit versuche ich, das Thema Depression im Internet per Google-Suchen, RSS-Feeds und Newsaggregatoren zeitnah zu verfolgen. Ergebnis sind einige Fundstücke, die ich aber nicht zuletzt aus zeitlichen Gründen nicht jedesmal kommentieren kann oder möchte. Also was liegt näher, als es anderen Blogs gleichzutun und einmal die Woche eine Linksammlung zu posten: die Worte zum Sonntag.
Frisch von heute:
Schönen Sonntag!
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