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	<title>nullwert &#187; Hypomanie</title>
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	<description>Leben und Erleben mit Depression</description>
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		<title>Glaube und Zweifel</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Oct 2009 15:12:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben mit Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Diagnostik]]></category>
		<category><![CDATA[Hypomanie]]></category>
		<category><![CDATA[Lamotrigin]]></category>
		<category><![CDATA[Neurologie]]></category>
		<category><![CDATA[Phasenprophylaxe]]></category>
		<category><![CDATA[Psychiatrie]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein letzter Psychiater und meine jetzige neue Psychiaterin haben mit ihren weniger häufig besuchten Vorgängern gemein, dass sie ihre Diagnose für sich behalten. Miteinander haben sie gemein, dass sie mir unabhängig voneinander zuletzt jeweils ein Medikament zur Behandlung vorgeschlagen haben (Lamotrigin und davor Lithium), das primär der sogenannten Phasenprophylaxe dient, also Stimmungsschwankungen bei bipolaren Störungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein letzter Psychiater und meine jetzige neue Psychiaterin haben mit ihren weniger häufig besuchten Vorgängern gemein, dass sie ihre Diagnose für sich behalten. Miteinander haben sie gemein, dass sie mir unabhängig voneinander zuletzt jeweils ein Medikament zur Behandlung vorgeschlagen haben (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lamotrigin">Lamotrigin</a> und davor <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lithium#Medizin">Lithium</a>), das primär der sogenannten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Phasenprophylaktikum">Phasenprophylaxe</a> dient, also Stimmungsschwankungen bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bipolare_Störung">bipolaren Störungen</a> ins Lot bringen soll.</p>
<p>Diesmal habe ich nachgefragt: Sind Sie also der Meinung, ich habe eine bipolare Störung? Ihre Antwort, sinngemäß: Ja, ich hätte ja selbst eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Manie">manische</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hypomanie">hypomanische Phase</a> beschrieben, und die depressiven Schwankungen stünden ja ohnehin außer Frage.</p>
<p>Diese Antwort hatte ich befürchtet&#8230;<br />
<span id="more-801"></span></p>
<p>Warum? Träfe sie zu, wäre die Zeit vom Sommern 2007 bis in den Sommer 2008, in der es mir hervorragend ging, ebenfalls ein Krankheitssymptom gewesen: eine (hypo)manische Phase. Oder anders gesagt: Mein Glück wäre (selbstschadende?) Einbildung gewesen. <em>Ich</em> war gar nicht glücklich, <em>es</em> tat nur so.</p>
<p>In dieser Zeit habe ich einiges ausprobiert und über mich gelernt, wie ich dachte. Nicht zuletzt, um an einem Beispiel deutlich zu machen, worum es hier geht, auch in Bezug auf meine Sexualität. Das sind Erfahrungen, an die ich mich die letzten miesen Monate geklammert habe: <strong>Da war ich schon, das kann ich wieder schaffen!</strong></p>
<p>Anders ausgedrückt: Wenn mir jemand bewiese, dass selbst diese überwiegend glückliche Zeit ein Traumgebäude war, das zum Einstürzen verdammt ist, dann bliebe mir nichts mehr an Halt.</p>
<p>Jetzt kommt also ein Mensch daher und meint, die Ereignisse der letzten zwei Jahre begreifen und klinisch einordnen zu können, nachdem er mich gerade einmal etwa eine Stunde lang kennt &#8211; wovon ein Teil reine Bürokratie war. Wenn es hoch kommt, haben wir 40 Minuten über mein Leben und 10 Minuten über diese kurze Phase Glücklichsein gesprochen. Das soll reichen, a) eine Hypomanie diagnostizieren und b) auf dieser Annahme eine Medikation aufbauen zu können?!?</p>
<p>Leider war sie nicht bereit oder in der Lage, Zeit und Worte zu finden, mir diese Diagnose zu begründen. (Statt dessen war die Reaktion auf meine Ablehnung gegenüber dem Medikament offensichtlich das Streichen der ursprünglich versprochenen regelmäßigen Termine. Ich könne mich bei akuten Problemen jederzeit wieder melden. <em>OH, danke!!!</em>)</p>
<p>Die Behandlung glich bei mir bisher in allen Fällen einer Sitzung im Beichtstuhl: Hinsetzen, seine Sünden bekennen und die Absolution erteilt bekommen &#8211; in Form einer Medikamentengabe, an deren Nutzen ich wohl zu glauben habe. Das funktioniert super, wenn es einem beschissen geht: Dann glaubt man gerne alles, solange es nur Hilfe verspricht. (So funktioniert Kirche ja auch&#8230;)</p>
<p>Das kann und darf so nicht sein! Bei den möglichen Nebenwirkungen muss die Verschreibung begründbar sein, und die Diagnose zweifelsfrei. Selbst ohne Nebenwirkungen: Dies sind Medikamente, deren genaue Wirkungsweisen in weiten Teilen noch unbekannt sind (siehe oben verlinkte <a href="http://de.wikipedia.org">Wikipedia</a>-Artikel, besser noch ihre englischsprachigen Versionen). Oder anders gesagt: Niemand kann genau sagen, was in und mit meinem Gehirn passieren wird.</p>
<p><strong>MIT &#8211; <em>MEINEM</em> &#8211; GEHIRN!!!</strong></p>
<p>Pardon, ich bewahre mir meine Zweifel, aus reinem Selbsterhaltungstrieb. Womöglich ist das aber auch nur wieder ein manisch-narzistisches Verhalten, ein Symptom, meine Krankheit&#8230; <sub>(dazu aber ein andernmal)</sub></p>
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