Mai
9
2010
Ohne lange Vorrede:
Zitat der Woche:
It’s no wonder depression is one of those diseases people still think they can “tough out.” It’s not a disease. It’s a punchline.
Let’s End the Chocolate Depression Jokes! (vgl. vorige Woche)
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Mrz
21
2010
Merkwürdig: Ich mag nicht aus dem Haus, nicht telefonieren, keinen Appetit haben – Schreiben geht (fast) immer…
Und zum Abschluss noch ein themenfremder Link zu ganz anderem Lesestoff: Die British Library hat die Erstfassung von Alice’s Adventures in Wonderland von Lewis Carroll in Bild und Text online gestellt (via).
Ich glaube, es scheint schien die Sonne…
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Feb
14
2010
Hier wieder die sonntägliche Liste der Artikel, die ich vergangene Woche lesenswert fand:
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Depression: Leben Grau in Grau berichtet kurz von einer Studie, deren Ergebnis das Manchester Color Wheel (zu sehen bei MSNBC) hervorgebracht hat: “The Color Wheel could be used to assess health status, mood or even treatment outcome in a variety of clinical situations. It may also have utility in circumstances where verbal communication may not be optimal, such as with children.”
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Die TK fordert Qualitätssicherung für Psychotherapie: “Eine Auswertung sämtlicher Behandlungen der an Depression erkrankten TK-Versicherten hatte gravierende regionale Unterschiede aufgedeckt. [...] Auch der Umfang der Therapie sei weniger vom individuellen Bedarf der Patienten als vielmehr von der maximal von der Krankenkasse finanzierten Therapiestundenzahl abhängig.”
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Ob da ein Trinkgeld für den Arzt hilft?
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Oder doch eher der Konsens bei der Depressionstherapie, der Ende letzten Jahres beschlossen wurde und nochmal von der Ärztezeitung zusammengefasst wird?
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In den USA ist ein weiteres Buch erschienen, dass sich kritisch mit dem derzeitigen Umgang mit der Krankheit Depression auseinandersetzt: Manufacturing Depression: The Secret History of a Modern Disease von Gary Greenberg. Bisher weiss ich nichts weiter darüber, außer was ein mir sonst (noch) unbekanntes Blog darüber schrieb und man bei einem gewissen weltweit arbeitenden Buchversand dazu finden kann (u.a. einen Auszug aus dem ersten Kapitel).
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“Ein ‘objektiver wissenschaftlicher Beweis dafür, dass die Akupunktur bestimmte Gehirnareale beeinflusst’“?
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Bernd Enke (wenn ich es recht verstehe ein Onkle Robert Enkes) meint in einem Interview: “Haben Sie Mut zum Mittelmaß”. Joachim “Jogi” Löw in ähnlichem Kontext: “Wir brauchen Mut zur Schwäche”
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Diesen Mut bewies diese Woche der Autor des Depressionsblog, so etwas wie dem inoffiziellen Vorbild für mein Tun hier, mit dem Blogeintrag Mein Leben: Umbruch, Abbruch, Zäsur – mein Anfang nach dem Ende und wie es mit dem Depressionsblog weitergehen wird. Ich stehe in keiner Verbindung zu ihm, trotzdem bewegt es mich sehr, das zu lesen. Ich wünsche ihm viel Erfolg und alles Gute!
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Jan
10
2010
Gerade eben habe ich in den heutigen Worten zum Sonntag eilig und etwas beiläufig auf einen Artikel der New York Times hingewiesen: The Americanization of Mental Illness. Inzwischen habe ich die sechs Seiten vollständig in Ruhe gelesen, und halte den Text für so gut, dass ich ihn mit einem separaten Blog-Eintrag würdigen will.
Der Autor teilt eine Menge der Sorgen, die ich persönlich beim Umgang meiner Ärzte und meines Umfelds mit meiner Krankheit, der Depression, beobachtet zu haben glaube – untermauert die Bedenken aber mit Verweisen auf zahlreiche wissenschaftliche Studien.
Ein Beispiel von mehreren:
“The results of the current study suggest that we may actually treat people more harshly when their problem is described in disease terms,” Mehta wrote. “We say we are being kind, but our actions suggest otherwise.” The problem, it appears, is that the biomedical narrative about an illness like schizophrenia carries with it the subtle assumption that a brain made ill through biomedical or genetic abnormalities is more thoroughly broken and permanently abnormal than one made ill though life events.
Diese biomedical narrative, die Reduktion der Erklärung für geistige und seelische Beschwerden auf biologistische Ursachen, konnten wir in Deutschland gerade anhand der intensiven Berichterstattung über Depressionen nach dem Selbstmord Robert Enkes beobachten.
Das Buch des Autors Ethan Watters mit dem Titel Crazy Like Us, auf dem der Artikel basiert, werde ich mir wohl bestellen; es soll offenbar am 12. Januar erscheinen. Ich werde also voraussichtlich nochmal auf das Thema zurückkommen.
Nachtrag: Es gibt einen auf deutsch erschienenen Text von Ethan Watters auf GEO.de zu einem weiteren sehr interessanten Thema, den genetischen Ursachen von Krankheiten. Und er ist wieder äußerst lesenswert: Epigenetik: der Übercode.
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