Sep 15 2009

Depression und “manliness”

Auf der Suche nach Ratschlägen zu klassischen britischen Anzügen bin ich auf The Art of Manliness gestoßen – und dort, in diesem Kontext überraschend (aber ganz und gar nicht unangebracht) – auf einen Artikel zum Thema Depression: Dealing with Male Depression.

Der Autor beschreibt einen ganz anderen, aber nicht gänzlich fremden Lebens- und Leidensweg als meinen. Ganz anders, weil unter meinen Depressionen nie andere direkt leiden mussten – ich habe mich versteckt, vielleicht aber auch einfach nie die Beziehung beginnen lassen, in der jemand hätte leiden können – oder ich mache mir was vor… Aber vertraut, weil meine Depression in der Kindheit begann und ich dennoch erst sehr spät im Studium das Ganze als Krankheit kennengelernt habe – und erst noch später als solche begreifen konnte. Und zum Kontext “Männlichkeit” (engl.: manliness): Ja, sie spielt (auch) bei mir eine bedeutendere Rolle, als ich mir angesichts einer vermeindlich metrosexuellen Gesellschaft und nach einer Art Post-68er-Erziehung eingestehen wollte – durfte, konnte, will…

Ich merke, irgendwann werde ich auch darüber etwas schreiben müssen.