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	<title>nullwert &#187; Presse</title>
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	<description>Leben und Erleben mit Depression</description>
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		<title>Pressedienst</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Oct 2010 16:26:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychologie/Psychiatrie/Neurologie]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[Vergangenen Mittwoch erschien das Stern-Magazin Gesund leben: Wege aus dem Seelentief. Es ist für €5,90 beim Zeitschriftenhändler zu erwerben. Was ich davon bisher gelesen habe schien mir aber bisher grundsätzlich nur an der Oberfläche zu kratzen. Genretypisch finden sich zahlreiche &#8220;Schicksale&#8221; beschrieben, die natürlich alle ihre Krisen erfolgreich überwunden haben. (Gut, man darf den Leuten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vergangenen Mittwoch erschien das <em>Stern</em>-Magazin <em><a href="http://www.stern.de/magazin/gesund-leben/magazin-wege-aus-dem-seelentief-1607030.html">Gesund leben: Wege aus dem Seelentief</a></em>. Es ist für €5,90 beim Zeitschriftenhändler zu erwerben.</p>
<p>Was ich davon bisher gelesen habe schien mir aber bisher grundsätzlich nur an der Oberfläche zu kratzen. Genretypisch finden sich zahlreiche &#8220;Schicksale&#8221; beschrieben, die natürlich alle ihre Krisen erfolgreich überwunden haben. (Gut, man darf den Leuten auch nicht den Mut nehmen, aber&#8230;) Die Ratgeber zu Behandlungsformen und Medikamenten sind mir zu kurz, als dass ich glaube, dass sie jemandem weiterhelfen.</p>
<p>Wenn man denn überhaupt das Magazinformat für den Einstieg in so ein Thema wählen will, empfehle ich eher das schon vor einigen Monaten erschienene Heft der <em>ZEIT</em>-Redaktion <em><a href="http://www.zeit.de/zeit-wissen/2010/s2/Inhalt">ZEIT WISSEN Ratgeber Psychologie &#8211; Glücklich Leben</a></em>. Es sollte zumindest noch an größeren Bahnhofskiosken für €6,95 erhältlich sein.</p>
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		<title>Zur &#8220;Offenbarung eines Depressiven&#8221;</title>
		<link>http://nullwert.de/2009/11/16/offenbarung-eines-depressiven-vs/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 18:57:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben mit Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie/Psychiatrie/Neurologie]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe mich gestern Abend (und heute gleich nochmal) deutlich mehr über die Behauptungen Manfred Lütz&#8217; aufgeregt, als es tatsächlich gerechtfertigt ist. Der Passus, der mich aus dem Gleichgewicht brachte, war dieser: Solche Depressionen haben nichts mit unserer schnelllebigen Zeit zu tun. [...] An dieser Krankheit ist niemand schuld. Man beschreibt sie am besten als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mich gestern Abend (und heute gleich nochmal) deutlich mehr über <a href="http://debatte.welt.de/kommentare/170409/enke+war+kein+opfer+unserer+zeit">die Behauptungen Manfred Lütz&#8217;</a> aufgeregt, als es tatsächlich gerechtfertigt ist. Der Passus, der mich aus dem Gleichgewicht brachte, war dieser:</p>
<blockquote>
<p>Solche Depressionen haben nichts mit unserer schnelllebigen Zeit zu tun. [...] An dieser Krankheit ist niemand schuld. Man beschreibt sie am besten als Stoffwechselstörung im Gehirn, die mit Stoffwechselprodukten – Medikamenten – heute gut behandelt und in den meisten Fällen geheilt werden kann.</p>
</blockquote>
<p>Diese Sätze waren so formuliert, dass man sie statt als medizinische Aussage auch als politische oder moralische missverstehen konnte. Aber selbst wenn ich das auf diese Weise (und aus privaten Gründen) Missverstandene beiseite lasse, halte ich diese Aussagen für irreführend. Denn sie sollen nahelegen, dass Depressionen eine rein physische Störung sind: Weder die &#8220;Zeit&#8221; (Kultur, Umwelt, Politik, Finanzsituation, Stress&#8230;) noch persönliches (Fehl-)Verhalten (niemand schuld) seien Ursachen der Krankheit, sondern eine Stoffwechselstörung. Dies ist schlicht weder bewiesen, noch unumstritten &#8211; im Gegenteil. Und: Laut Lütz wären Medikamente die Behanldung der Wahl &#8211; von Psychotherapie, Sport und Ernährung kein Wort. Wie übrigens auch von den zahlreichen Nebenwirkungen der Antidepressiva.</p>
<p>Und dann wäre da noch das kleine Adjektiv &#8220;gut&#8221;&#8230;</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,661554,00.html">Spiegel Online</a> hat einen Mitarbeiter gefunden, der sich namentlich &#8220;outet&#8221; und über seine individuellen Erfahrungen mit seiner Ausprägung der Krankheit Depression berichtet -<br />
und dabei auch endlich einmal das zur Sprache bringt, was die aktuell allseits gefragten und zitierten &#8220;Spezialisten&#8221; so gerne unter den Tisch kehren:</p>
<blockquote>
<p>Ich bin keine Ausnahme, die ärztliche Versorgung von Depressiven in Deutschland ist eine Katastrophe. Ich weiß von Psychiatern, die die erfolgreichen modernen Medikamente nicht einmal kennen, und es gibt immer noch zahlreiche Kliniken, die Depressive aus reiner Bequemlichkeit mit Tranquilizern ruhigstellen.</p>
</blockquote>
<p>Es wäre jetzt die Zeit für Presse und Politik, sich dieses vernachlässigten Themas anzunehmen. Es hilft nämlich nichts, die Öffentlichkeit via Enkes Schicksal über das Phänomen &#8220;Depressionen&#8221; aufzuklären (falls man das verbreitete Halbwissen &#8211; siehe oben &#8211; überhaupt als &#8220;Aufklärung&#8221; bezeichnen mag), die so Informierten aber in der monatelangen Warteschlange des nächstbesten schlecht ausgebildeten Psychiaters oder Psychotherapeuten &#8220;verhungern&#8221; zu lassen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Worte zum Sonntag (#3)</title>
		<link>http://nullwert.de/2009/11/15/worte-zum-sonntag-3/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 11:19:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie/Psychiatrie/Neurologie]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Medikation]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Robert Enke]]></category>
		<category><![CDATA[Symptome]]></category>

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		<description><![CDATA[Quod erat demonstrandum: Die Presse machte sich diese Woche wie erwartet über Enkes Schicksal und das Thema Depression her. Die heutigen Worte zum Sonntag sind daher eine Zusammenstellung der Artikel, die weniger das private Einzelschicksal Robert Enkes sondern die Krankheit in den Vordergrund zu stellen versuchten: WELT ONLINE: &#8220;Depression – Krankheit zwischen Tabu und Tod&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Quod erat demonstrandum</em>:  Die Presse machte sich diese Woche wie erwartet über Enkes Schicksal und das Thema Depression her. Die heutigen <em>Worte zum Sonntag</em> sind daher eine Zusammenstellung der Artikel, die weniger das private Einzelschicksal Robert Enkes sondern die Krankheit in den Vordergrund zu stellen versuchten:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.welt.de/wissenschaft/psychologie/article5175138/Depression-Krankheit-zwischen-Tabu-und-Tod.html">WELT ONLINE: &#8220;Depression – Krankheit zwischen Tabu und Tod&#8221;</a></li>
<li><a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2009-11/robert-enke-depression">ZEIT ONLINE: &#8220;Tödliche Schwäche&#8221;</a></li>
<li><a href="http://www.zeit.de/wissen/2009-11/depressionen-enke">und nochmal die ZEIT, diesmal im Ressort <em>Wissen</em>: &#8220;Tödliche Traurigkeit&#8221;</a></li>
<li><a href="http://www.stern.de/gesundheit/depression-der-graue-schleier-ueber-der-seele-1521172.html">stern.de: Interview mit Ulrich Hegerl</a>, u.a. Direktor der Klinik für Psychiatrie der Universität Leipzig und Vorstandvorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe</li>
<li><a href="http://www.faz.net/s/Rub8E1390D3396F422B869A49268EE3F15C/Doc~EBAD126F6D9FD4527AD733D24C3146D50~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlenews">FAZ über &#8220;Die Krankheit, die man nicht haben darf&#8221;</a></li>
<li><a href="http://www.faz.net/s/RubFB1F9CD53135470AA600A7D04B278528/Doc~E510903027F344EFB898196D7A103B491~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlenews">nochmal die FAZ über den &#8220;Robert Enke in uns allen&#8221;</a></li>
<li><a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/853/494193/text/">SZ: &#8220;Tabu Depression&#8221;</a></li>
<li><a href="http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/875936">der SZ-Newsticker über Sven Hannawald und dessen Depression</a></li>
<li><a href="http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/875844">und nochmal allgemein zu Depressionen</a></li>
<li><a href="http://www.abendblatt.de/sport/article1266795/Depression-Symptome-und-Ursache.html">Hamburger Abendblatt: &#8220;Depression: Symptome und Ursache&#8221;</a></li>
<li><a href="http://www.rp-online.de/wissen/gesundheit/Depressionen-eine-Erkrankung-des-Gehirns_aid_782026.html">RP Online mit einer Art FAQ zur Krankheit</a></li>
<li>selbst die BILD versucht mit einer Serie zum Thema <strike>Geld zu</strike> zu helfen, <a href="http://www.bild.de/BILD/ratgeber/gesund-fit/2009/11/14/bild-serie-depressionen/so-helfen-medikamente-und-therapien.html">z.B. mit dem Artikel &#8220;So helfen Medikamente und Therapien&#8221;</a></li>
</ul>
<p>Abschließen will ich diese ansonsten (fast) unkommentierte Presseschau mit einem Zitat aus dem sehr bedenkenswerten <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/6/146555">Telepolis Blogbeitrag &#8220;Heldenverehrung&#8221; von Rolf Maresch</a>: &#8220;Leute, [...] haltet doch mal inne. Das war nur ein Fußballtorwart [...]&#8220;</p>
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