Kein Gefängnis
Meine tageszeitung veröffentlichte heute mit dem Montagsinterview ein Gespräch mit Prof. Dr. Andreas Heinz, Leiter der Psychiatrie der Charité Mitte.
Meine tageszeitung veröffentlichte heute mit dem Montagsinterview ein Gespräch mit Prof. Dr. Andreas Heinz, Leiter der Psychiatrie der Charité Mitte.
Auf die Frage von vorgestern gab es eigentlich nur eine mögliche Antwort, die ich beim Schreiben bereits kannte. Doch ich wollte erst sehen, ob ich am nächsten Morgen wirklich über meinen eigenen Schatten springen können würde. Und ich konnte. Nach kurzen vier Stunden Schlaf bin ich Donnerstag um 9 Uhr zur Psychiatrischen Institutsambulanz des Schön Klinikums Hamburg-Eilbek aufgebrochen.
Mein letzter Psychiater und meine jetzige neue Psychiaterin haben mit ihren weniger häufig besuchten Vorgängern gemein, dass sie ihre Diagnose für sich behalten. Miteinander haben sie gemein, dass sie mir unabhängig voneinander zuletzt jeweils ein Medikament zur Behandlung vorgeschlagen haben (Lamotrigin und davor Lithium), das primär der sogenannten Phasenprophylaxe dient, also Stimmungsschwankungen bei bipolaren Störungen ins Lot bringen soll.
Diesmal habe ich nachgefragt: Sind Sie also der Meinung, ich habe eine bipolare Störung? Ihre Antwort, sinngemäß: Ja, ich hätte ja selbst eine manische oder hypomanische Phase beschrieben, und die depressiven Schwankungen stünden ja ohnehin außer Frage.
Diese Antwort hatte ich befürchtet…
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