Jun 29 2009

“Indem sie schweigen, rufen sie laut.”

Nach der Hilflosigkeit kommt das Verzagen, und es wird begleitet von einem lauten Schweigen, das mich betäubt, sobald ich hinhöre. Dieses Schweigen ist eines der Zahnräder, die den Teufelskreis meiner Depression immer wieder am Laufen hält.

Je schlechter es mir geht, umso mehr nimmt meine Sprachlosigkeit zu. Hören meine Arbeitskollegen mein Fluchen, heisst es: Heute geht es ihm gut, er flucht wieder. Kein Witz. Und treffend.

Deshalb war dies ein gutes Wochenende und ein erfolgreicher Start in die Woche (auch wenn ich den Sonntag verschlafen habe und fürchtete, wieder unterzugehen): Es gab zwei Gespräche, die ich unerwartet offen führen konnte, und mal wieder das Schweigen gebrochen haben.

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Jun 12 2009

Neulich beim Psychiater (Medikation)

Am vergangenen Dienstag war ich also bei “meinem” Psychiater. Das “Mein” muss in Anführungszeichen, weil man ihn mit einem dutzend anderer Wartender teilen muss, und feste Termine hauptsächlich Erstgesprächen vorbehalten sind.

Ich nehme zur Behandlung meiner Depression nun seit über anderthalb Jahren Trevilor. Wie ich bis zu meinem letzten Einbruch vor drei Monaten dachte, mit Erfolg. Da dieser Erfolg nun infragegestellt war, nehme ich nun seit etwa zwei Monaten noch Nortrilen dazu, um die Abwärtsbewegung zu stoppen und mich insgesamt wieder “wacher” zu machen.

Mir ging diese Behandlung aber gegen den Strich: Noch ein Medikament! Ich beobachte Nebenwirkungen wie z.B. einen leichten Tinnitus! Ich vergesse regelmäßig einen der drei täglichen Einnahmen! usw.
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