Mai
10
2010
Edit (11.5.): Ich versuche es nochmal. Die Originalfassung des Eintrags weiter unten.
Es ging geht mir nicht gut, die Nachwirkungen der Therapiesitzung letzte Woche. Die letzten Tage habe ich mich zuhause eingeigelt, irgendwo am Rand einer schwereren Depression.
Der Rest war Schweigen.
Doch es brauchte ein…
Es ist schon wieder 2:10 Uhr morgens und meine Gedanken laufen wieder und wieder gegen dieselbe Wand. Irgendetwas will gesagt werden… Ich könnte kotzen, diese Sprachlosigkeit schnürt mir die Brust zu.
Wenn ich nur ehrlich zu mir und meinem Gegenüber bin…
Ab und zu gelingt es mir für einen Moment, ein Stück echten Gefühls zu bergen… Vorhin, beim Schreiben einer Email. Im Dialog, ganz alleine gelingt es mir nicht. Wenigstens eine leere (Monitor-)Seite muss mir zuhören. Mir selbst mache ich mache nur zu gerne etwas vor. Wenn ich nur meinem Gegenüber und mir genug Aufmerksamkeit schenke…
Deshalb hatte ich doch angefangen, hier zu bloggen. Und dazu allein dienen die unzähligen Gespräche in der Therapie. Und doch vergesse ich immer wieder, das Gespräch aufrecht zu erhalten, nach Worten zu ringen, auch wenn es mir schwer fällt.
Und deshalb glaube ich, werde ich doch eine psychoanalytische Therapie suchen. Ich brauche die Intensität, das unvermeidbare Gespräch. Auch wenn mir die Worte zunächst im Halse stecken bleiben.
Und doch wollte ich anderes sagen, als ich angefangen habe zu schreiben… Ein andernmal.
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Mai
3
2010
Vor zwei Wochen hatte ich angedeutet, dass sich eine Möglichkeit ergeben könnte, kurzfristig einen Erstgesprächstermin zu einer psychoanalytischen Therapie zu bekommen. Ich habe allerdings nicht mehr berichtet, dass es erfolgreich war. Das hole ich jetzt nach, heute war ich zu einem ersten Termin bei einer Psychoanalytikerin.
Ich kann immer noch nicht recht einschätzen, was mir Termin bedeuten soll. Inhaltlich verlief er eigentlich nicht anders als andere Erstgespräche. Einzig, ich war gesprächiger, kann aber nicht sagen, ob das “vorausschauender Gehorsam” war, weil ich erwartete, eine Psychoanalytikerin würde mich ohnehin anschweigen, oder ob sie mir tatsächlich die Führung des Gesprächs überließ. Und ich hatte viel zu erzählen. In der Nacht zuvor hatte ich kaum geschlafen, weil ich morgens um 5:30 Uhr nach Alpträumen aufgewacht war, die vorausnahmen, worüber ich zu sprechen hatte. Offensichtlich ging mir schon die Erwartung des Termins näher, als ich bemerkt habe. Wie dann auch die Unterhaltung selbst: Ich dachte, “Therapiemüdigkeit” hätte mich schon abgestumpft, und ich würde die Termine und Fakten ähnlich distanziert runterbeten wie in den kurzen Gesprächen mit den Psychiatern in den letzten Wochen – so, wie es mir zeitweise bei meinem letzten Therapietermin vorkam – dem war aber ganz und gar nicht so.
Bedeutet das, ich habe der Therapeutin unbewusst schon mehr Vertrauen geschenkt? Ich weiss es nicht. Das Ganze ließ mich irritiert und “angegriffen” zurück. Vielleicht auch wegen der Erschöpfung nach der unruhigen Nacht, wie soll ich das unterscheiden…
Nächste Woche gibt es einen Nachfolgetermin. Die Therapie in der Ambulanz werde ich einmal verschieben, um nicht noch weiter durcheinander zu geraten. Eine der beiden Therapien kann ich erst wirklich auf- und annehmen, wenn ich mich auch entschlossen habe, dabei zu bleiben.
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Apr
13
2010
Es gelingt mir nicht, meine Gedanken zuende zu führen. Ich versuche sie durch den Schreibprozess in Ordnung zu bringen, aber es gelingt mir nicht, die Brüche zu kitten, die losen Enden auf irgendeinene Weise zu verknüpfen. Ich verliere auch immer wieder den sprichwörtlichen roten Faden. (Und schon möchte ich mich wieder bei Wikipedia verlieren…)
Nun, ich will aber auch nicht aufgeben, ich weigere mich, der Unvollständigkeit der Gedanken nachzugeben. Wenn ich nicht wenigstens ein paar Worte hier verlieren kann…
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Mrz
20
2010
Nachdem mein Vater nun abgereist ist und ich gestern die letzten “Pflichtaufgaben” abgehakt habe, fühle ich mich nach den ersten Fehlschlägen bei der Suche nach einem Therapeuten als wäre ich gegen eine Wand aus Hoffnungslosigkeit gelaufen und in eine Art Schockstarre verfallen. Man kann das auch Depression nennen.
Die letzten Male hatte ich bei der Therapeutensuche auf dubios zustandegekommene kopierte Listen einer Klinik oder eines Beraters zurückgreifen müssen, oder einfach das Branchenbuch rauf- und runtertelefoniert. Diesmal habe ich von meiner Therapeutin eine vermeindliche “Abkürzung” erhalten, die mir bei der Suche nach einem Therapieplatz helfen sollte: Als ersten Anlaufpunkt könne ich mich an das Michael Balint Institut wenden.
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