Einen Tag später
Vorigen Eintrag habe ich bereits gestern Nacht (von Montag auf Dienstag) geschrieben, aber erst nachträglich öffentlich geschaltet.
Ich habe mich dafür entschieden, weil ich – unbewusst und zum ersten Mal, glaube ich – meine Jugend angesprochen habe. In meiner Selbstbeschreibung habe ich sie – bewusst – übergangen. Aber ich stelle fest, dass ich ohne sie vielleicht den wichtigsten Punkt meiner Geschichte ausgelassen habe, und ich so vielleicht fälschlicherweise eine bestimmte Vorstellung der Depression vermittle: die eines plötzlich eintretenden, quasi unerklärbar über einen hereinbrechenden “Fluchs”, einer Krankheit, die einen möglicherweise nur wegen eines Gendefekts befällt.
Aber so einfach ist es nicht. Nicht in meinem Fall. Und das muss ich erzählen – will ich erzählen!
Es ist vielleicht doch kein Zufall, dass mir dies bewusst wird an dem Tag, an dem ich mich auf Rat anderer entschieden habe, einen neuen therapeutischen Weg einzuschlagen zu versuchen, mit dem ich bisher meine Schwierigkeiten hatte: Psychoanalyse.
Die Behandlung fängt also nochmal von vorne an. Und so auch dieses Blog, irgendwie. Dieselbe Geschichte – Version 2.0.