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	<title>nullwert &#187; Psychotherapie</title>
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	<description>Leben und Erleben mit Depression</description>
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		<title>In Treatment</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Feb 2011 20:31:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben mit Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehsendung]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich unterbreche mein derzeitiges Schweigen für einen kurzen Programmhinweis: Wie ich gerade sehe, läuft ab heute Abend Nacht, 23:55 Uhr, auf 3sat die zweite Staffel der ausgezeichneten Fernsehserie In Treatment, in der man den Sitzungen eines von Gabriel Byrne gespielten Psychotherapeuten beiwohnen kann. Ich habe von der Ausstrahlung der ersten Staffel leider nur eine Folge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich unterbreche mein derzeitiges Schweigen für einen kurzen Programmhinweis: Wie ich gerade sehe, läuft ab heute <strike>Abend</strike> Nacht, 23:55 Uhr, <a href="http://www.3sat.de/page/?source=/film/woche/150344/index.html">auf <em>3sat</em></a> die zweite Staffel der <a href="http://www.imdb.com/title/tt0835434/awards">ausgezeichneten</a> Fernsehserie <i>In Treatment</i>, in der man den Sitzungen eines von <a href="http://nullwert.de/2010/01/24/worte-zum-sonntag-13/">Gabriel Byrne</a> gespielten Psychotherapeuten beiwohnen kann.</p>
<p>Ich habe von der Ausstrahlung der ersten Staffel leider nur eine Folge vollständig gesehen. Was ich gesehen habe fand ich hervorragend gespielt und erstaunlich realistisch; ich empfehle die Serie unbedingt auch therapieunerfahrenen &#8220;Laien&#8221;, die sich fragen, was ich wohl einmal die Woche beim Therapeuten so treibe.</p>
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		<title>Eigentlich</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 22:45:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben mit Depression]]></category>
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		<description><![CDATA[Eigentlich hatte ich ja über etwas ganz anderes (als das hier) schreiben wollen&#8230; Eigentlich hatte ich auch damit gerechnet, dass ich zweimal die Woche einen Therapietermin hätte. Wie ich allerdings in meiner ersten Sitzung letzten Freitag erfahren habe (vgl. Eintrag vom Donnerstag), wurde nur eine Stunde pro Woche von meiner Therapeutin eingereicht und von der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eigentlich</em> hatte ich ja über etwas ganz anderes (als <a href="http://nullwert.de/2010/08/13/amygdala/">das hier</a>) schreiben wollen&#8230;</p>
<p><em>Eigentlich</em> hatte ich auch damit gerechnet, dass ich zweimal die Woche einen Therapietermin hätte. Wie ich allerdings in meiner ersten Sitzung letzten Freitag erfahren habe (vgl. <a href="http://nullwert.de/2010/08/05/danke-fur-das-gesprach/">Eintrag vom Donnerstag</a>), wurde nur eine Stunde pro Woche von meiner Therapeutin eingereicht und von der Krankenkasse so bewilligt. Diese &#8220;Planänderung&#8221; hat mich unvorbereitet getroffen &#8211; ähnlich wie die Verschreibung <a href="http://nullwert.de/2010/07/08/linksdrehend/">meiner neuen alten Medikation</a>. Plötzlich gleicht alles wieder meinen ersten Behandlungserfahrungen vor fünf Jahren, fehlt nur noch, dass mich meine alte Tagesklinik zum Jahresende wieder als Patienten aufnimmt&#8230;</p>
<p>Die ersten beiden Therapiestunden &#8211; diesen Montag war die zweite &#8211; waren dennoch&#8230; nun, ein Anfang. Und doch habe ich Vieles so schon einmal erzählt &#8211; dabei suche ich <em>eigentlich</em> nach einer neuen <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Narrative_Psychologie">Narration</a></em>.</p>
<p>Ich sollte jetzt eigentlich ins Bett&#8230;</p>
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		<title>Danke für das Gespräch</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 18:01:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben mit Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesklinik]]></category>
		<category><![CDATA[Vorgespräch]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie schon die letzten Male, da ich versucht habe zu schreiben, beginnen sich meine Gedanken, die sich eben noch so klar abzuzeichnen schienen, aufzulösen. Nein, eigentlich entpuppen sie sich sich bei näherer Betrachtung als ein unauflösbares Gespinnst, dass sich jedem Versuch zu widersetzen scheint, ihm eine Form zu geben. Ich war schon immer so. Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie schon die letzten Male, da ich versucht habe zu schreiben, beginnen sich meine Gedanken, die sich eben noch so klar abzuzeichnen schienen, aufzulösen. Nein, eigentlich entpuppen sie sich sich bei näherer Betrachtung als ein unauflösbares Gespinnst, dass sich jedem Versuch zu widersetzen scheint, ihm eine Form zu geben. Ich war schon immer so. Es waren wohl Angst und Isolation, und der blinde Spiegel, der mir meine Eltern waren, die meinen Blick nach innen so weit schärften, dass ich meine Gefühle und Gedanken schon beim Betrachten verstümmle. Ich kann auch jetzt nicht anders als beim Durchlesen das Prätentiöse des eben Geschriebenen zu sezieren und mich zu fragen: Was will ich eigentlich&#8230;</p>
<p><span id="more-2074"></span></p>
<p>Es ist dasselbe Gefühl, das ich diesen Montag Morgen hatte, als ich der Therapeutin der <a href="http://www.ginsterhof.de/">Tagesklinik Ginsterhof</a> gegenübersaß, die mich fragte, ob ich denn nun in die Warteliste aufgenommen werden wollte oder nicht. Die Antwort hatte ich mir eigentlich bereits letzte Woche zurechtgelegt &#8211; ein klares <em>Nein</em> &#8211; doch im Rahmen des Vorgesprächs, an dessen Ende wir jetzt angekommen waren, blickte ich nur noch verloren auf ein mir nicht mehr verständliches Gewirr aus Gefühlen und losen Argumentationsfäden, die sich aus ihren Fragen ergeben hatten.</p>
<p>Ich war überzeugt, es ginge mir besser. <a href="http://nullwert.de/2010/07/16/unverfangliches/" title="vergleiche vor drei Wochen">Seit drei Wochen</a> gelingt es mir, montags, mittwochs und freitags je eine halbe Stunde Laufen zu gehen. Langsam fällt es mir sogar leichter. Durch die Anstrengung schlafe ich offenbar besser ein, und ich entwickle auch langsam wenn schon nicht Appetit so doch Hunger auf etwas Solides zum Frühstück, ein Gefühl, dass ich so vielleicht zuletzt vor fünf Jahren bei einem Wanderurlaub hatte.</p>
<p>Es war gar nicht daran zu denken, diesen Fortschritt zu gefährden, diesen kleinen Erfolg an Selbstüberwindung aufzugeben, weil ich das Training durch Autofahrten zu einer Klinik ersetzen müsste. Dazu kam, dass mir letzten Freitag die Krankenkasse die psychoanalytisch fundierte Therapie genehmigt hat. <a href="http://nullwert.de/2010/05/21/vorwarts/" title="nach zweieinhalb Monaten...">Endlich</a>. Sollte ich jetzt wenige Wochen mit der Therapie beginnen, um sie dann durch einen Klinikaufenthalt unterbrechen zu müssen? Was sollte das? Unsinn!</p>
<p>Doch dann trafen mich zwei Sätze: &#8220;Ihr Leidensdruck muss wirklich sehr groß sein, bei allem, was Sie beschrieben haben.&#8221; &#8211; &#8220;Ich glaube, Sie wollen Ihre Lage beschönigen.&#8221;</p>
<p>Das Stückchen roter Faden, dem ich gefolgt war, mein bisschen positive Perspektive meiner Lage, um mich zum Laufen zu überwinden, damit ich nicht verzweifle angesichts der kommenden Wochen und Monate unvorhersehbarer Therapieergebnisse, verlor sich plötzlich wieder in der ganzen freudlosen Scheiße, die ich gerade zu beschreiben versucht hatte. Sie hat recht, dachte ich, ich stehe immer noch ganz am Anfang. Vielleicht machte ich nicht nur ihr sondern vor allem mir etwas vor. Ich verlor die Fassung und musste mit mir ringen, um zu erreichen, wozu ich gekommen war: &#8220;Lassen Sie mich bitte noch mit meiner Therapeutin reden, bevor ich mich entscheide.&#8221;</p>
<p>Ich verstehe nicht, wie eine Therapeutin das zulassen kann &#8211; mich nach Hause schicken verzweifelter und verstörter als ich gekommen bin. Sie hat mir keinen Mut gemacht, statt dessen säht sie Angst: <em>Wir helfen Ihnen</em>, lese ich zwischen den Zeilen, <em>aber dazu müssen Sie loslassen. Sie überschätzen sich. Sie müssen ihren eingeschlagenen Weg wieder aufgeben. Wenn nicht, können wir Ihnen nicht helfen. Es ist dann <em>Ihre Schuld</em></em>.</p>
<p>Natürlich hat sie das so nicht gesagt. Ich will auch annehmen, dass sie diesen Eindruck nicht beabsichtigt hat. Aber&#8230;</p>
<p>Ich wollte eigentlich etwas ganz anderes schreiben. Guten Nachrichte, dachte ich. Dass ich morgen endlich meine Therapie beginnen kann, dass ich seit einem Monat überhaupt keinen Alkohol getrunken und meinen Koffeinkonsum halbiert habe. Ich laufe regelmäßig &#8211; drei Mal die Woche, morgens(!).</p>
<p>Aber was bleibt ist der Zweifel, der Montag gesäht wurde: Mache ich mir was vor?</p>
<p>Gute Arbeit. <em>Danke für das Gespräch.</em></p>
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		<title>Chatprotokoll zum Thema Depression</title>
		<link>http://nullwert.de/2010/07/20/chatprotokoll-zum-thema-depression/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 21:08:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychologie/Psychiatrie/Neurologie]]></category>
		<category><![CDATA[Behandlung]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Medikation]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei der Suche nach einer deutschen Pressemitteilung zum vorigen Eintrag bin ich auf ein Protokoll einer Onlinefragestunde vom 15. Juli mit dem Ärztlichen Direktor der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Freiburg, Prof. Dr. Mathias Berger, gestoßen. Das Protokoll ist in der ursprünglichen Form belassen, d.h. es wurde nicht transkribiert und ist deshalb nur mühsam [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der Suche nach einer deutschen Pressemitteilung zum <a href="http://nullwert.de/2010/07/20/farblos/" title="Farblos">vorigen Eintrag</a> bin ich auf ein <a href="http://www.uniklinik-freiburg.de/onlinemagazin/live/aktuelles/depressionchat.html">Protokoll einer Onlinefragestunde vom 15. Juli</a> mit dem Ärztlichen Direktor der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Freiburg, <a href="http://www.uniklinik-freiburg.de/person/1-27167931-0/index.xml">Prof. Dr. Mathias Berger</a>, gestoßen.</p>
<p>Das Protokoll ist in der ursprünglichen Form belassen, d.h. es wurde nicht transkribiert und ist deshalb nur mühsam nachzuvollziehen, da Fragen und Antworten chatüblich nicht direkt beieinander stehen. Das ist auch der Grund, weshalb ich es selbst noch nicht vollständig gelesen habe. Ich konnte aber schon sehen, dass sich sich zahlreiche häufig gestellte Fragen mit kurzen Antworten dazu finden und auch einige seltener zur Sprache kommende Stichworte.</p>
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		<title>Gestern, Heute, Morgen</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 21:58:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben mit Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
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		<description><![CDATA[Gestern war mein erster Psychotherapietermin unter der neuen Voraussetzung, dass sie so auch fortgesetzt wird. Mein Start in den Tag hatte unter dem Eindruck der nur noch vage bewusst erinnerten Alpträume der Vornacht gelitten, und von dort aus kamen wir zwangsläufig auf meine Schulzeit zu sprechen, meine familiären Probleme (deren Kern ich hier demnächst irgendwie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gestern</strong> war mein erster Psychotherapietermin unter der neuen Voraussetzung, dass sie so auch fortgesetzt wird. Mein Start in den Tag hatte unter dem Eindruck der nur noch vage bewusst erinnerten Alpträume der Vornacht gelitten, und von dort aus kamen wir zwangsläufig auf meine Schulzeit zu sprechen, meine familiären Probleme (deren Kern ich hier demnächst irgendwie erläutern will, <em>muss</em>, sollte&#8230; den ich hier irgendwie loswerden will, irgendwie &#8211; irgendwann). Das Problem für mich war, dass ich all dies schon in meiner vorigen Therapie erzählt hatte, und auch dieselben Reaktionen der Therapeutin bekam. Alles erschien mir wie ein Déjà Vu, und es fiel mir schwer, nach ehrlichen Worten zu suchen. Als ich ging, noch vor den Kopf gestoßen vom überraschenden Terminende, war ich verärgert, weiss aber nicht, ob es vielleicht eine Abwehrreaktion war darauf, dass ich meine Schutzmauern einmal mehr aufreißen sollte, oder, wie ich mir einbildete, dass ich dies ja schon alles hinter mir habe &#8211; was solle also Neues daraus entstehen? Ich habe tatsächlich Angst, dass <em>diese</em> Therapieform wirklich zu nah an dem ist, was ich bereits über zweieinhalb Jahre erfahren habe, dass mich diese Erfahrung nicht weiterbringen wird&#8230;</p>
<p><strong>Heute</strong> erschien mir die Welt wieder in einem anderen Licht. Vielleicht, weil mich nicht schon in der Nacht die Vergangenheit eingeholt hatte. Es blieb jedenfalls so, weil es mir gelang, den Tag im Jetzt zu verbringen: Es gab Dinge zu tun, Termine einzuhalten, aber auch einfach den Sonnenschein zu genießen, spazierenzugehen. Ich hatte sozusagen den ganzen Tag über meine kleinen <a href="http://mnmal.tumblr.com/post/555699301/zen-is-simple">Zen-Momente</a>. Ein guter Tag, den ich mit einem völlig überflüssigen Spaziergang von 45 Minuten durch den Stadtpark um 21 Uhr abgerundet habe.</p>
<p><strong>Morgen</strong> ist ein neuer Tag. Zukunft, die mir Angst macht. Denke ich an Morgen, denke ich an Arbeit, an Geld, Erfolg, Rente, Familie, Ziele, nicht erreichte Ziele, Einsamkeit, Arbeitslosigkeit, Altenheim. An Morgen zu denken geht zur Zeit nicht, es schadet mir. Irgendwann ist es nicht mehr vermeidbar, aber zur Zeit muss ich auf mich aufpassen. Ich denke wieder an Morgen, wenn es soweit ist.</p>
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		<title>Psychotherapie an einer Klinikambulanz</title>
		<link>http://nullwert.de/2010/04/24/psychotherapie-an-einer-klinikambulanz/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Apr 2010 20:33:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben mit Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Ambulanz]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich vorgestern meinen Termin bei meiner Hausärztin wahrnahm und ihr von den letzten Ereignissen berichtete, stand bereits schon fest, dass ich das überraschende Angebot, eine regelmäßige Therapie an einer Institutsambulanz zu beginnen, natürlich annehmen würde. Vielen Dank für Eure Kommentare, auch diejenigen offline, die mich in der Entscheidung bekräftigt haben. Ich dachte, für diejenigen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich vorgestern meinen Termin bei meiner Hausärztin wahrnahm und ihr von den letzten Ereignissen berichtete, stand bereits schon fest, dass ich <a href="http://nullwert.de/2010/04/20/unverhofft/" title="Unverhofft">das überraschende Angebot</a>, eine regelmäßige Therapie an einer Institutsambulanz zu beginnen, natürlich annehmen würde.</p>
<p>Vielen Dank für <a href="http://nullwert.de/2010/04/20/unverhofft/#comments">Eure Kommentare</a>, auch diejenigen <em>offline</em>, die mich in der Entscheidung bekräftigt haben.</p>
<p>Ich dachte, für diejenigen, die es vielleicht wegen eigener Probleme einmal hierher verschlägt, sollte ich doch nochmal klarstellen, was die Therapie an <strike>einer</strike> zumindest dieser Institutsambulanz zu einer bei einem niedergelassenen Therapeuten unterscheidet. (Alle Angaben natürlich &#8211; wie im Prinzip auf diesen Seiten immer &#8211; ohne Gewähr, ich gebe es so wieder, wie ich es verstanden habe; im Ernstfall klärt wichtige Fragen bitte immer mit dem Fachpersonal!)</p>
<p><span id="more-1797"></span></p>
<p><strong>Edit:</strong> <strike>Da die Therapie im Rahmen der Ambulanzaufgaben stattfindet, wird sie auch über die Klinik finanziert. Sie bekommt ein festes Budget (aus öffentlichen Geldern/von den Krankenkassen???), womit sie ihre Arbeit finanzieren muss; darunter fallen wiederum meine Therapiestunden. Das bedeutet, sie müssen nicht bei meiner Krankenkasse beantragt und bewilligt werden.</strike> Ich zitiere besser aus dem besser informierten <a href="http://nullwert.de/2010/04/24/psychotherapie-an-einer-klinikambulanz/comment-page-1/#comment-382">Kommentar von Ilana unten</a>: &#8220;Die Abrechnung läuft über die Krankenkasse, aber eben nicht wie beim niedergelassenen Therapeuten die Therapiestunden, sondern eher wie bei einem Facharzt – eine Pauschale – da es für die Kasse eben auch wie ein Facharztbesuch zählt, gibt es keine begrenzte Stundenanzahl.&#8221; Wodurch auch Einschränkungen wie <a href="http://nullwert.de/2010/04/20/unverhofft/#comment-379">eine festgelegte Anzahl &#8220;Probestunden&#8221;</a> entfallen. (Dank auch an <a href="http://nullwert.de/2010/04/20/unverhofft/#comment-380">Ilana</a> für den Hinweis.)</p>
<p>Wegen des in einer Ambulanz unvorhersehbaren Arbeitsaufkommens ist nicht dieselbe Terminsicherheit gegeben wie bei einem niedergelassenen Therapeuten, der ja mit einer feste Zahl Patienten rechnen kann und weitere gegebenenfalls abweist. Es ist also nicht planbar, ob wirklich jede Woche ein Termin möglich ist; es soll sich in meinem Fall wohl auf einen Termin alle ein bis zwei Wochen einpendeln, was für diese Therapieform denke ich in Ordnung geht. (Meine vorherige Therapeutin konnte mir einen Termin pro Woche in den schweren Zeiten einrichten, später wurde dies langsam &#8220;runtergefahren&#8221; auf einen Termin alle zwei Wochen, dann einen monatlich.) Der umgekehrte Weg ist aber eben auch möglich, womit das Ganze auch seine gute Seite zeigt: Sollte ich einmal akut Hilfe benötigen, kann ich quasi jederzeit in der Ambulanz aufschlagen und wäre dann dort schon bekannt. Wie ein Niedergelassener mit kurzfristigen Hilferufen umgeht, hängt dagegen allein von dessen Vorgehen und seinem Ermessen ab.</p>
<p>Da die Klinik natürlich auch Psychiater beschäftigt, kann dort auch die Einstellung und Überwachung meiner Medikation erfolgen. Damit bin ich (erstmal) auch von der Last befreit, &#8220;mal eben&#8221; endlich <strike>den</strike> einen Psychiater meines Vertrauens zu finden.</p>
<p>Ich denke, das waren die entscheidenden Punkte. Wie sich das konkret entwickelt werde ich hier weiter berichten &#8211; der erste Termin unter den veränderten Grundvoraussetzungen ist kommenden Dienstag.</p>
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		<title>Anstrengungen</title>
		<link>http://nullwert.de/2010/04/13/anstrengungen/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 18:55:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben mit Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Psychoanalyse]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gelingt mir nicht, meine Gedanken zuende zu führen. Ich versuche sie durch den Schreibprozess in Ordnung zu bringen, aber es gelingt mir nicht, die Brüche zu kitten, die losen Enden auf irgendeinene Weise zu verknüpfen. Ich verliere auch immer wieder den sprichwörtlichen roten Faden. (Und schon möchte ich mich wieder bei Wikipedia verlieren&#8230;) Nun, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gelingt mir nicht, meine Gedanken zuende zu führen. Ich versuche sie durch den Schreibprozess in Ordnung zu bringen, aber es gelingt mir nicht, die Brüche zu kitten, die losen Enden auf irgendeinene Weise zu verknüpfen. Ich verliere auch immer wieder den sprichwörtlichen <em>roten Faden</em>. (Und schon möchte ich mich wieder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Faden#Der_rote_Faden">bei Wikipedia verlieren</a>&#8230;)</p>
<p>Nun, ich will aber auch nicht aufgeben, ich weigere mich, der Unvollständigkeit der Gedanken nachzugeben. Wenn ich nicht wenigstens ein paar Worte hier verlieren kann&#8230;</p>
<p><span id="more-1762"></span></p>
<ul>
<li>
<p>Als ich vorhin von der Pflichtaufgabe, mir eine weitere Überweisung vom Hausarzt ausstellen zu lassen, wieder nach Hause kam, stellte ich fest, wie erschöpft ich war. Ich wollte im Prinzip in mir zusammenfallen. Um das nicht zu tun, habe ich getan, was ich dann immer tue: Den Rechner angeschaltet, und mich von den Gedanken und Bildern anderer ins wirre weltweite Netz forttragen lassen. Dasselbe war schon letzte Woche und gestern wieder zu beobachten. Ich komme nach Hause, als hätte ich einen vollen Arbeitstag hinter mir. Was strengt mich so an?</p>
</li>
<li>
<p>Es ist auf gewisse Weise beruhigend, beobachten zu können, dass eine bisher unbeteiligte Therapeutin dieselben Einschätzungen trifft wie ihre Vorgängerinnen. Zumindest hat man den Eindruck, wenigstens die Statistik habe man auf seiner Seite: <em>90% der befragten Therapeutinnen meinen&#8230;</em> &#8211; Es ist in etwa so beruhigend wie es verwirrend ist, von verschiedenen Ratgebern immer wieder neue Behandlungsempfehlungen zu erhalten.</p>
</li>
<li>
<p>Ich hatte also gestern einen weiteren Termin in der Ambulanz des Klinikums Eilbek. Und konnte feststellen, wie das Gespräch bald denselben Weg nahm wie in mehreren Erstgesprächen zuvor, mit denselben Beobachtungen, was meine <em>Trigger</em> angeht und die Ursachen, die sie haben. Es ging soweit, dass sich die Therapeutin an einer Stelle entschuldigte, dass ich was sie gerade sagte sicher schon unzählige Male zuvor gehört haben müsse. Ich meinte, ich könne die Erinnerung durchaus mal wieder gebrauchen.</p>
</li>
<li>
<p>Ein anderes Gespräch stellte meinen irgendwie irgendwann schon vorgefassten Plan, mich einer Psychoanalyse zu unterwerfen, wieder in Frage. Eigentlich, indem genau die Punkte angeführt wurden, die mich schon früher einer Psychoanalyse gegenüber haben skeptisch sein lassen. Interessant war die Meinung meines Gegenübers, er sehe die Zunft der reinen Psychoanalytiker aussterben. In Zukunft gäbe es nur noch Psychotherapeuten, die in mehreren Therapieformen gleich gut ausgebildet seien, und Ihre Therapie den Bedürfnissen der Patienten anpassten. Eigentlich stellt man sich doch die Frage, warum das nicht schon längst so ist?</p>
</li>
<li>
<p>Sonntag Abend bin ich im Fernsehen in der Sendung <em>Titel, Thesen, Temperamente</em> auf einen <a href="http://www.daserste.de/ttt/beitrag_dyn~uid,ih0mr9cxbkp2e0gw~cm.asp" title="Die Sprache der Pirahá - Wie der Missionar Dan Everett selbst missioniert wurde">spannenden Beitrag</a> über ein neu erschienenes Buch von <a href="http://llc.illinoisstate.edu/dlevere/" title="offizielle Homepage">Dan Everett</a> unter anderem über die Rolle der Sprache für Psyche und Gesellschaft gestoßen. Ich musste an das denken, was zwei Freundinnen unabhängig voneinander via Email über Ihre Wahrnehmung meiner Blogeinträge und Emails, oder kurz: meiner Sprache gesagt haben. Irgendwie geht es im Prinzip eben darum &#8211; wie es ein Titel einer <a href="http://www.psychologytoday.com/blog/the-playing-field/200912/losing-the-language-happiness" title="Losing the Language of Happiness">Kritik dieses Buchs bei <em>Psychology Today</em></a> formuliert: den <em>Verlust der Sprache des Glücklichseins</em>.</p>
</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Worte zum Sonntag (#23)</title>
		<link>http://nullwert.de/2010/04/11/worte-zum-sonntag-23/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 12:07:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Sport]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem ich Ostersonntag ja ein anderes Format ausprobiert habe, gibt es diesmal zwangsläufig Nachrichten und Links aus eigentlich zwei Wochen. Nicht vergessen: Sport hilft erheblich gegen Depressionen! Massage möglicherweise auch_&#8230; Und wenn das nicht hilft, einfach nicht schlafen? (Etwas gesunder Menschenverstand ist dabei sicher angebracht.) Zum Thema Meditation: If you can meditate in NYC, you [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich <a href="http://nullwert.de/2010/04/04/worte-zum-ostersonntag-1/">Ostersonntag</a> ja ein anderes Format ausprobiert habe, gibt es diesmal zwangsläufig Nachrichten und Links aus eigentlich zwei Wochen.</p>
<ul>
<li>Nicht vergessen: <em><a href="http://www.apotheken-umschau.de/Depression/Sport-hilft-erheblich-gegen-Depressionen-A100406BAD0P131682.html" title="Apotheken-Umschau">Sport hilft erheblich gegen Depressionen</a></em>!</li>
<li><a href="http://www.reuters.com/article/idUSTRE62T4AK20100330" title="Reuters">Massage möglicherweise auch</a>_&#8230;</li>
<li>Und wenn das nicht hilft, <a href="http://opinionator.blogs.nytimes.com/2010/04/07/in-sleepless-nights-a-hope-for-treating-depression/" title="'In Sleepless Nights, a Hope for Treating Depression', The New York Times'  Opinionator">einfach nicht schlafen</a>? (<a href="http://www.salem-news.com/articles/april102010/stress-therapy-pl.php" title="Salem-News.com">Etwas gesunder Menschenverstand</a> ist dabei sicher angebracht.)</li>
</ul>
<p>Zum Thema Meditation:</p>
<ul>
<li><em><a href="http://www.metafilter.com/90607/If-you-can-meditate-in-NYC-you-can-meditate-anywhere" title="MetaFilter">If you can meditate in NYC, you can meditate anywhere.</a></em> &#8211; Ich schaffe es nicht einmal zuhause&#8230;</li>
<li>&#8230;dabei wäre es wohl gut für mich: <em><a href="http://www.news-medical.net/news/20100408/Transcendental-Meditation-may-reduce-symptoms-of-depression.aspx" title="The Medical News">Transcendental Meditation may reduce symptoms of depression</a></em> &#8211; <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Transzendentale_Meditation" title="Wikipedia">Transzendentale Meditation</a> ist auch bekannt als <em><a href="http://www.independent.co.uk/life-style/health-and-families/health-news/how-the-beatles-meditation-technique-could-cure-depression-1938712.html" title="The Independent (UK)">The Beatles&#8217; meditation technique</a></em> oder die <a href="http://www.stern.de/kultur/film/david-lynch-ozean-der-glueckseligen-zufriedenheit-600855.html" title="stern.de">David Lynchs</a> (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=0a86oKl34ZQ&amp;feature=related" title="YouTube Video">siehe auch</a> die von ihm gegründete <em><a href="http://www.davidlynchfoundation.org/">David Lynch Foundation</a></em> und ihren Link zu <em><a href="http://www.tm.org/" title="tm.org">The Transcendental Meditation Program</a></em>).</li>
</ul>
<p>Aus der Forschung:</p>
<ul>
<li>Vielleicht wurde <em><a href="http://www.faz.net/s/Rub7F74ED2FDF2B439794CC2D664921E7FF/Doc~E79814D0FF614431C8A56AB6BD6610C9A~ATpl~Ecommon~Scontent.html" title="Frankfurter Allgemeine Zeitung">Ein Schalter für Depressionen</a></em> gefunden (siehe auch <em><a href="http://www.news-medical.net/news/20100406/Study-Genetic-mutation-in-mice-elevates-risk-of-stress-induced-depression.aspx" title="The Medical News">Genetic mutation in mice elevates risk of stress-induced depression</a></em>)</li>
<li>Etwas hochtrabender Titel, aber interessant: <em><a href="http://www.news-medical.net/news/20100409/Secrets-to-happiness-depression-in-centenarians-identified.aspx" title="The Medical News">Secrets to happiness, depression in centenarians identified</a></em>.</li>
<li>Dazu passt auch: &#8220;Self-esteem rises steadily as people age but starts declining around the time of retirement [...]&#8221; &#8211; <em><a href="http://www.news-medical.net/news/20100403/Changes-in-self-esteem-over-time.aspx" title="The Medical News">Changes in self-esteem over time</a></em>.</li>
<li>Und vielleicht auch, Achtung: <em><a href="http://www.psychologytoday.com/blog/creativity-and-personal-mastery/201004/why-positive-thinking-is-bad-you" title="Psychology Today">Why Positive Thinking is Bad For You</a></em> (<a href="http://lifehacker.com/5512562/when-positive-thinking-creates-unnecessary-stress" title="Lifehacker">via</a>) (Beim Lesen nicht vergessen: Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/American_Dream">besondere U.S.-amerikanische Hintergrund</a> und die Tatsache, dass dies eine private Meinung in einem Subblog der Zeitschrift ist.)</li>
</ul>
<p>Etwas Vermischtes zu Gesellschaft und Politik:</p>
<ul>
<li><em><a href="http://www.heise.de/tp/blogs/8/147339" title="Telepolis">Röslers Handyschwindel</a></em>?</li>
<li><em><a href="http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3946&amp;Alias=wzo&amp;cob=484636" title="Wiener Zeitung">Wie man Urlaub vom &#8220;Ich&#8221; nimmt</a></em></li>
<li><em><a href="http://www.11freunde.de/bundesligen/128783" title="11Freunde">Fans sind gnadenlos</a></em>: &#8220;Die Gesellschaft ist noch nicht so weit, dass sie Fußballern seelische Schwächen zugesteht.&#8221;</li>
<li><em><a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Weitere-Ermittlungen-nach-Suizid-Serie-bei-France-Telecom-974619.html" title="heise online">Weitere Ermittlungen nach Suizid-Serie bei France Télécom</a></em></li>
<li><em><a href="http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/Internet-Psychotherapie;art304,3075983" title="Der Tagesspiegel">Die Online-Therapie</a></em>: &#8220;[..] während Behandlungen, für die Psychotherapeut und Patient online kommunizieren, in den Niederlanden nach einer speziellen Weiterbildung mit den Kassen abgerechnet werden können und in Großbritannien das Nationale Gesundheitsinstitut Nice das netzbasierte Programm Beating the Blues in seinen Leitlinien zur Depression empfiehlt, sind hierzulande seriöse internetbasierte Hilfsangebote für die kranke Seele noch Mangelware.&#8221;</li>
</ul>
<p>Und zum Abschluss noch eine Geschichte mit <em>Happy End</em>: <em><a href="http://www.oregonlive.com/pets/index.ssf/2010/04/pet_talk_saved_from_depression.html" title="OregonLive.com">Saved from depression by his faithful basset hound, a man bikes 3,300 miles with her to raise awareness</a></em>.</p>
<p>Schönen Sonntag Euch da draußen.</p>
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		<title>Wie erwartet</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 15:13:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben mit Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Psychoanalyse]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Therapeutensuche]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem mein Vater nun abgereist ist und ich gestern die letzten &#8220;Pflichtaufgaben&#8221; abgehakt habe, fühle ich mich nach den ersten Fehlschlägen bei der Suche nach einem Therapeuten als wäre ich gegen eine Wand aus Hoffnungslosigkeit gelaufen und in eine Art Schockstarre verfallen. Man kann das auch Depression nennen. Die letzten Male hatte ich bei der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem mein Vater nun abgereist ist und ich gestern die letzten &#8220;Pflichtaufgaben&#8221; abgehakt habe, fühle ich mich nach den ersten Fehlschlägen bei der Suche nach einem Therapeuten als wäre ich gegen eine Wand aus Hoffnungslosigkeit gelaufen und in eine Art Schockstarre verfallen. Man kann das auch Depression nennen.</p>
<p>Die letzten Male hatte ich bei der Therapeutensuche auf dubios zustandegekommene kopierte Listen einer Klinik oder eines Beraters zurückgreifen müssen, oder einfach das Branchenbuch rauf- und runtertelefoniert. Diesmal habe ich von meiner Therapeutin eine vermeindliche &#8220;Abkürzung&#8221; erhalten, die mir bei der Suche nach einem Therapieplatz helfen sollte: Als ersten Anlaufpunkt könne ich mich an das <a href="http://www.mbi-hh.de/" title="Michael Balint Institut">Michael Balint Institut</a> wenden.</p>
<p><span id="more-1653"></span></p>
<p>Tatsächlich bietet das Institut eine <a href="http://www.mbi-hh.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=15&amp;Itemid=21">Ambulanz</a>, die einen &#8220;bei entsprechender Indikation&#8221; an niedergelassene Therapeuten weitervermittle. Allerdings erfahre ich am Telefon, dass sie dies nur bei noch nicht diagnostizierten Fällen anbieten. Da ich ja diagnostiziert sei, könne man mir nicht direkt helfen.</p>
<p>Ich wende mich also vorsichtig per E-Mail-Anfrage an meine Krankenkasse. Überraschend bekomme ich anderthalb Stunden später einen Rückruf eines Beraters, der mir mitteilt, mir keine Therapeutenliste geben zu können, ich solle mich aber an den <em><a href="http://www.kvhh.net/kvhh/pages/index/p/220/0/t/Psychotherapeutischer-Bereitschaftsdienst">Psychotherapeutischen Bereitschaftsdienst</a></em> der <em><a href="http://www.kvhh.net">Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg</a></em> wenden. (Übrigens auch zu finden im &#8220;<a href="http://www.patientenberatung-hamburg.de/sites/arztsuche.html">Kleingedruckten</a>&#8221; der <a href="http://www.patientenberatung-hamburg.de/">Patientenberatung Hamburg</a>.) Diese hätte sogar eine Liste der als frei gemeldeten Therapieplätze.</p>
<p>Das ist aber nicht so einfach, wie es sich anhört: Das ist kein 24-Stunden-Notfalldienst, auch keine &#8220;Hotline&#8221;. Wochentags theoretisch zwischen 13-15 Uhr und 19-20 Uhr erreichbar, muss ich schätzungsweise drei Stunden lang an zwei Tagen dutzendweise Anrufversuche unternehmen, weil durchgängig besetzt ist. Um das noch unangenehmer zu machen, als es ohnehin schon ist, äußert sich das Belegtsein erst nach zwei Mal normalem Klingeln, erst dann wird man aus der freien Leitung geschmissen.</p>
<p>Als ich durchkomme, berät mich immerhin eine Ärztin vom Fach, die freundlich und offenbar kompetent Fragen stellt, um auch sicherzustellen, dass meine Therapeutensuche nicht &#8220;ziellos&#8221; ist sondern tatsächlich eine Indikation vorliegt. Dann gibt sie mir die Adressen von Psychoanalytikern, die freie Therapieplätze gemeldet hätten: ganze drei Stück! Und davon muss ich zwei gleich wieder streichen: Einer der drei bietet lediglich tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie an, keine Psychoanalyse; das ist nicht nur etwas anderes, es ist auch kaum zu erwarten, dass mir ein Wechsel in diese Therapieform von der Krankenkasse anerkannt wird. Eine zweite Adresse liegt am südlichen Ende von Harburg, schon von zuhause mindestens eine halbe Stunde mit dem Auto entfernt &#8211; von der Arbeit aus praktisch nicht zu machen. Es bleibt ein (<em>ein</em>!) freier Therapieplatz bei einem Psychoanalytiker.</p>
<p>Man kann sich ausrechnen, wie die Chancen stehen, dass ausgerechnet bei diesem einen gleich die &#8220;Chemie&#8221; stimmt. Und was bedeutet es, dass dies der einzige ist, der nicht ausgebucht ist?!? Man kann nur hoffen, das ist ein Zufall. Nicht, dass er überhaupt erreichbar gewesen wäre: Wie ich es schon von früher kenne, man bekommt weder eine Sekretärin &#8211; die können sich offenbar Therapeuten in den seltensten Fällen (d.h. nur in Gemeinschaftspraxen) leisten &#8211; noch den Therapeut selbst an die Strippe. Außer in den großzügig berechneten Telefonsprechstunden natürlich: Di und Do von 11 bis 11:30 Uhr.</p>
<p>Kurz: Ich werde doch wieder <a href="http://psych-info.de/" title="z.B. mittels Psych-Info">Telefonlisten</a> nach dem Zufallsprinzip durchklingeln müssen. Nur dass ich diesmal schon weiss, dass ich dann keinen freien Therapieplatz bekomme, sondern mich um einen Platz auf einer Warteliste bewerbe. Das bedeutet konkret &#8211; so erinnere ich es vom letzten Mal: anrufen, auf Band sprechen oder zur Sprechzeit wiederholen; anfragen, ob überhaupt noch Patienten in die Warteliste genommen werden; wenn ja, einen &#8211; vermutlich in einiger Ferne liegenden &#8211; Erstgesprächstermin zur Feststellung der gegenseitigen Verträglichkeit ausmachen; um dann ggf. auf einer Warteliste zu landen. Zur Wartezeit habe ich von vor dreieinhalb Jahren, meiner ersten Therapeutensuche, noch Aussagen wie &#8220;in einem dreiviertel Jahr&#8221; oder &#8220;nächstes Jahr&#8221; im Ohr&#8230;</p>
<p>Und das ist dann keine &#8220;Intervention&#8221;, keine <em>konkrete</em> Unterstützung bei irgendetwas, das ich aktuell irgendwie auf die Reihe bringen muss. Ein von der Krankenkasse hinzugebetener unabhängiger Berater (eine Art <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Case_Manager">Case Manager</a>) meinte sogar einmal, eine Psychoanalyse solle ich besser überhaupt erst angehen, wenn ich wieder fest mit beiden Beinen im Leben stünde &#8211; also wenn es mir schon (ganz) gut geht. Eigentlich ist das also gar nicht das, was ich mir <em>jetzt gerade</em> an Unterstützung erhoffe. Genau genommen ist es nichts Weiteres als das immer gleiche Versprechen, dass am Ende des Tunnels irgendwo ein Licht sei &#8211; aber jetzt solle ich erstmal bitte weiter im Dunkel des Tunnels vorwärtskriechen.</p>
<p>Niemand kann mir sagen, woher ich die Kraft dazu nehmen soll. Mein Beruf gibt sie mir jedenfalls nicht, soviel habe ich feststellen müssen. Mein Privatleben auch nicht &#8211; ich habe keins mehr. Wegen der Depressionen, wegen meines mich Abschottens. Ich sage ja heute schon wieder eine Verabredung ab, weil ich mich selbst nicht im Spiegel anschauen kann.</p>
<p>Aber was habe ich erwartet? Die Welt ändert sich nunmal <strike>nicht</strike>  <strike>nicht so einfach</strike> nicht so schnell. Das einzige, das <em>ich</em> ändern <strike>kann</strike> können sollte, wäre ich selbst. Aber was erwarte ich <em>von mir</em>?</p>
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