Apropos Rösler
Apropos: Rösler übernimmt Kuratoriums-Vorsitz der Enke-Stiftung.
Schade um Ruf und Namen dieser Einrichtung…
Apropos: Rösler übernimmt Kuratoriums-Vorsitz der Enke-Stiftung.
Schade um Ruf und Namen dieser Einrichtung…
Um es vorwegzunehmen: Die sich hinter den folgenden Links verbergenden Artikel aus der vergangenen Woche, in der Vielzahl von heute, die sich mit dem Thema Depression, Gesellschaft und die Wirkung des Suizids von Robert Enke vor einem Jahr beschäftigen – ich habe sie im besten Fall nur quergelesen. Ich möchte mich damit nicht wirklich auseinandersetzen. Wer will das schon? Vermutlich ist mit dieser Frage auch schon alles zur Problematik der medialen Verarbeitung von Enkes Schicksal gesagt.
Ich habe meinen erweiterten Grund, warum ich die Artikel jetzt nicht lesen will: Ich könnte mich an so Vielem festbeißen, mich mit den Details auseinandersetzen… Vielmehr: Lese ich, muss ich es auch. Es führt sofort zu Wut und darauf Frustration, weil ich an der Wahrnehmung und den kolportieren Halbwahrheiten zu der Krankheit letztendlich nichts ändern könnte. Allein so ein Satz wie…
Da, ich fange schon wieder an, beim ersten Artikel, den ich verlinken wollte. Nein, später einmal, wenn ich begriffen habe. Im Kontext.
Ich lasse Euch also mit den Artikeln für den Moment allein:
Die AFP fasst zusammen: Enke’s suicide changed little – und liefert aber auch die gute Nachricht:
“A former world-class athlete recently said in an interview that he was saved because his family heard about Enke and saw similar symptoms in him,” said Gebauer.
Aufmerksamkeit hilft.
Zum einunddreißigsten Male Worte und Zahlen zu Depression und (teils in weiterem Sinne) verwandten Themen aus dem Internet der vergangenen Woche:
From what we know of the future DSM-V, Anakin is a “good” to “very good” match to the future BPD[...]“.
Die Worte zum Sonntag haben sich inzwischen zu so etwas wie einem Ritual für mich entwickelt, einer wöchentlichen Mahnung, dass ich nicht vergesse, mit welcher Krankheit ich mich auseinandersetzen muss. An Tagen, an denen ich mit dieser Krankheit ohnehin schon wieder mehr zu schaffen habe, als ich möchte, gibt mir diese gewollte Pflichtaufgabe eine Gelegenheit, einen Schritt zurückzutreten.
Und damit zu den Worten dieser Woche…
The social environment shapes whether depression treatments work
Belastender Bericht zur Selbstmordserie bei France Télécom (vlg. Blogeintrag vom September letzten Jahres)
“Only 40% [sic] of patients in primary care respond to the first choice of antidepressant medication.” – What do I do about treatment-resistant depression?
“Entirely different signal paths and parts of the brain are involved when you try to remember something and when you just happen to remember something, prompted by a smell, a picture, or a word, for instance.” – Pressenachricht zum Ergebnis einer schwedischen Dissertation
Bezeichnenderweise ist das eine Wirtschaftsnachricht: Roche/Evotec berichtet über Fortschritte bei der Entwicklung eines Wirkstoffes gegen Depressionen.
Anti-Depressiva erhöhen Risiko für Grauen Star. (Darunter auch das interessante Detail (wenn es denn so stimmt): “SSRI sind die in der Welt am dritthäufigsten verschriebenen Medikamente.”)
Sowie Psychologie und Unterhaltung: The Psychology of Video Games (via).
Lasst es Euch gutgehen!