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	<title>nullwert &#187; Sport</title>
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	<description>Leben und Erleben mit Depression</description>
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		<title>Worte zum Sonntag (#33)</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Jun 2010 19:14:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben mit Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Als ich mit den Worten zum Sonntag anfing, da las ich noch täglich aufmerksam, was mir an vermeindlich neuen Erkenntnissen per automatisierter Suchen vors Auge kam &#8211; in der noch ungetrübten Hoffnung, etwas über meine Depression und mich selbst zu lernen. In gewisser Weise naiv, ich weiß&#8230; Die vermeindlichen Nachrichten aus der Wissenschaft wenden sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich mit den <em>Worten zum Sonntag</em> anfing, da las ich noch täglich aufmerksam, was mir an vermeindlich neuen Erkenntnissen per automatisierter Suchen vors Auge kam &#8211; in der noch ungetrübten Hoffnung, etwas über meine Depression und mich selbst zu lernen. In gewisser Weise naiv, ich weiß&#8230;</p>
<p>Die vermeindlichen Nachrichten aus der Wissenschaft wenden sich denn doch zu oft ausschließlich an eine esoterische Fachwelt. Selbst wenn von &#8220;namhafteren&#8221; Seiten ein Forschungsergebnis aufgegriffen wird, versteckt sich doch in 95% der Fälle einer von zwei Fällen dahinter: (<a href="http://www.time.com/time/health/article/0,8599,1998021,00.html?xid=rss-mostpopular" title="Is Exercise the Best Drug for Depression? - Time">Oft schon bekannte</a>) Fakten werden aufgegriffen, weil es gerade Wellen schlägt oder <a href="http://www.boston.com/bostonglobe/ideas/articles/2010/06/20/the_best_vacation_ever/" title="The best vacation ever - Boston Globe">gerade die passende Zeit dafür</a> ist, oder eine neue Erkenntnis wird <a href="http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/41627/Depression_macht_dick.htm" title="Depression macht dick - aerzteblatt.de">wegen ihres Effektwerts</a> verwertet, doch bei zweitem Hinsehen stellt sich die Faktenlage als äußerst dünn heraus oder ihre Interpretation ist mangelhaft oder schlicht nicht möglich. In einzelnen Fällen sollten die Forscher sich für den Dünnsinn schämen, den sie da in die Welt bringen, wie die Gruppe der <em>University of British Columbia</em>, die anhand der Untersuchung von 38 Männern anfängt, über <em><a href="http://www.sciencedaily.com/releases/2010/06/100616151637.htm" title="Male Desire to Be Strong and Protect Family Key to Preventing Suicides, Study Finds - Science Daily">men&#8217;s strong sense of masculine roles and responsibility as a provider and protector</a></em> zu fabulieren.</p>
<p>Mit anderen Worten: Das Lesen macht (mir) weder Spaß, noch bringt es einen Erkenntnisgewinn über das hinaus, was wir ohnehin wissen sollten &#8211; dass wir nämlich nichts wissen.</p>
<p>Da fand ich auch folgenden Satz im Artikel <em><a href="http://www.merkur.de/2010_24_Eingriff_in_die_P.42858.0.html?&amp;no_cache=1">Hirnschrittmacher &#8211; Eingriff in die Persönlichkeit</a></em> des <em>Rheinischen Merkur</em> bezeichnend:</p>
<blockquote>
<p>Laut <a href="http://www.iwe.uni-bonn.de/deutsch/index_mo14.html">[Prof. Dr. Thomas] Heinemann</a> werden schon bei der Behandlung einer Depression mit Medikamenten nur etwa zehn Prozent der Wirkungsweise verstanden.</p>
</blockquote>
<p>Es bleibt natürlich spannend zu beobachten, ob (oder vielmehr: wann und wie) es gelingt, die anderen 90% zu entdecken &#8211; aber ist es sinnvoll, das täglich oder wöchentlich anhand jeder noch so kleinen Nachricht zu versuchen?</p>
<p>Die folgenden zwei Nachrichten bestärkten mich auch wieder mal im Widerwillen, mich mit dem leidigen Thema Medikation zu beschäftigen: <em><a href="http://articles.latimes.com/2010/jun/19/opinion/la-ed-sexpill-20100619" title="über Flibanserin">First the pill, then the disease</a></em> der <em>Los Angeles Times</em> und <em>Telepolis&#8217;</em> <em><a href="http://www.heise.de/tp/blogs/3/147845" title="über Paracetamol">Überall lauert der Schmerz</a></em>. Das Problem ist und bleibt, dass für Pharmaunternehmen die <em>Behandlung</em> einer Krankheit das Geld bringt, nicht ihre <em>Beseitigung</em>. (Schlecht formuliert&#8230; Ihr versteht, was gemeint ist, hoffe ich.)</p>
<p>Das Übrige sind dann das &#8220;Neueste&#8221; aus dem Gesundheitswesen, d.h. schlicht schlechte Nachrichten, wie z.B. die aus dem Raum Ludwigsburg in der <em>Stuttgarter Zeitung</em> über <a href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2525958_0_9223_-ludwigsburg-personalmangel-in-der-psychiatrie.html">Personalmangel in der Psychiatrie</a>. Oder warum nicht gleich <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32806/1.html" title="Krankenkassen droht Pleitewelle - Telepolis">über den möglichen Totalzusammenbruch des Systems</a>?</p>
<p>Kurz: Vielleicht stelle ich diese &#8220;Kolumne&#8221; ein &#8211; und die wenigen Links, die ich dann doch noch weiterverbreiten will, gebe ich wieder mit einem eigenen Blogeintrag  Raum.</p>
<p>Das wären diese Woche diese drei hier gewesen:</p>
<ul>
<li><em><a href="http://hyperboleandahalf.blogspot.com/2010/06/this-is-why-ill-never-be-adult.html">This is Why I&#8217;ll Never be an Adult</a></em></li>
<li><em><a href="http://issendai.livejournal.com/572510.html">How to Keep Someone With You Forever</a></em> &#8211; Antwort: &#8220;You create a sick system.&#8221; (<a href="http://www.metafilter.com/92873/How-to-Keep-Someone-With-You-Forever" title="MetaFilter">MeFi</a>)</li>
<li><em><a href="https://www.ncsfreedom.org/images/pdfs/KAP/2010_poly_web.pdf">What Psychology Professionals Should Know About Polyamory (PDF)</a></em> &#8211; vielleicht nicht nur <em>Psychology Professionals</em>..? (<a href="http://www.metafilter.com/92858/What-Psychology-Professionals-Should-Know-About-Polyamory" title="MetaFilter">MeFi</a>) (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Polyamorie">Wikipedia</a>)</li>
</ul>
<p>Mal sehen, wie es in einer Woche aussieht.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Worte zum Sonntag (#23)</title>
		<link>http://nullwert.de/2010/04/11/worte-zum-sonntag-23/</link>
		<comments>http://nullwert.de/2010/04/11/worte-zum-sonntag-23/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 12:07:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Alter]]></category>
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		<description><![CDATA[Nachdem ich Ostersonntag ja ein anderes Format ausprobiert habe, gibt es diesmal zwangsläufig Nachrichten und Links aus eigentlich zwei Wochen. Nicht vergessen: Sport hilft erheblich gegen Depressionen! Massage möglicherweise auch_&#8230; Und wenn das nicht hilft, einfach nicht schlafen? (Etwas gesunder Menschenverstand ist dabei sicher angebracht.) Zum Thema Meditation: If you can meditate in NYC, you [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich <a href="http://nullwert.de/2010/04/04/worte-zum-ostersonntag-1/">Ostersonntag</a> ja ein anderes Format ausprobiert habe, gibt es diesmal zwangsläufig Nachrichten und Links aus eigentlich zwei Wochen.</p>
<ul>
<li>Nicht vergessen: <em><a href="http://www.apotheken-umschau.de/Depression/Sport-hilft-erheblich-gegen-Depressionen-A100406BAD0P131682.html" title="Apotheken-Umschau">Sport hilft erheblich gegen Depressionen</a></em>!</li>
<li><a href="http://www.reuters.com/article/idUSTRE62T4AK20100330" title="Reuters">Massage möglicherweise auch</a>_&#8230;</li>
<li>Und wenn das nicht hilft, <a href="http://opinionator.blogs.nytimes.com/2010/04/07/in-sleepless-nights-a-hope-for-treating-depression/" title="'In Sleepless Nights, a Hope for Treating Depression', The New York Times'  Opinionator">einfach nicht schlafen</a>? (<a href="http://www.salem-news.com/articles/april102010/stress-therapy-pl.php" title="Salem-News.com">Etwas gesunder Menschenverstand</a> ist dabei sicher angebracht.)</li>
</ul>
<p>Zum Thema Meditation:</p>
<ul>
<li><em><a href="http://www.metafilter.com/90607/If-you-can-meditate-in-NYC-you-can-meditate-anywhere" title="MetaFilter">If you can meditate in NYC, you can meditate anywhere.</a></em> &#8211; Ich schaffe es nicht einmal zuhause&#8230;</li>
<li>&#8230;dabei wäre es wohl gut für mich: <em><a href="http://www.news-medical.net/news/20100408/Transcendental-Meditation-may-reduce-symptoms-of-depression.aspx" title="The Medical News">Transcendental Meditation may reduce symptoms of depression</a></em> &#8211; <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Transzendentale_Meditation" title="Wikipedia">Transzendentale Meditation</a> ist auch bekannt als <em><a href="http://www.independent.co.uk/life-style/health-and-families/health-news/how-the-beatles-meditation-technique-could-cure-depression-1938712.html" title="The Independent (UK)">The Beatles&#8217; meditation technique</a></em> oder die <a href="http://www.stern.de/kultur/film/david-lynch-ozean-der-glueckseligen-zufriedenheit-600855.html" title="stern.de">David Lynchs</a> (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=0a86oKl34ZQ&amp;feature=related" title="YouTube Video">siehe auch</a> die von ihm gegründete <em><a href="http://www.davidlynchfoundation.org/">David Lynch Foundation</a></em> und ihren Link zu <em><a href="http://www.tm.org/" title="tm.org">The Transcendental Meditation Program</a></em>).</li>
</ul>
<p>Aus der Forschung:</p>
<ul>
<li>Vielleicht wurde <em><a href="http://www.faz.net/s/Rub7F74ED2FDF2B439794CC2D664921E7FF/Doc~E79814D0FF614431C8A56AB6BD6610C9A~ATpl~Ecommon~Scontent.html" title="Frankfurter Allgemeine Zeitung">Ein Schalter für Depressionen</a></em> gefunden (siehe auch <em><a href="http://www.news-medical.net/news/20100406/Study-Genetic-mutation-in-mice-elevates-risk-of-stress-induced-depression.aspx" title="The Medical News">Genetic mutation in mice elevates risk of stress-induced depression</a></em>)</li>
<li>Etwas hochtrabender Titel, aber interessant: <em><a href="http://www.news-medical.net/news/20100409/Secrets-to-happiness-depression-in-centenarians-identified.aspx" title="The Medical News">Secrets to happiness, depression in centenarians identified</a></em>.</li>
<li>Dazu passt auch: &#8220;Self-esteem rises steadily as people age but starts declining around the time of retirement [...]&#8221; &#8211; <em><a href="http://www.news-medical.net/news/20100403/Changes-in-self-esteem-over-time.aspx" title="The Medical News">Changes in self-esteem over time</a></em>.</li>
<li>Und vielleicht auch, Achtung: <em><a href="http://www.psychologytoday.com/blog/creativity-and-personal-mastery/201004/why-positive-thinking-is-bad-you" title="Psychology Today">Why Positive Thinking is Bad For You</a></em> (<a href="http://lifehacker.com/5512562/when-positive-thinking-creates-unnecessary-stress" title="Lifehacker">via</a>) (Beim Lesen nicht vergessen: Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/American_Dream">besondere U.S.-amerikanische Hintergrund</a> und die Tatsache, dass dies eine private Meinung in einem Subblog der Zeitschrift ist.)</li>
</ul>
<p>Etwas Vermischtes zu Gesellschaft und Politik:</p>
<ul>
<li><em><a href="http://www.heise.de/tp/blogs/8/147339" title="Telepolis">Röslers Handyschwindel</a></em>?</li>
<li><em><a href="http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3946&amp;Alias=wzo&amp;cob=484636" title="Wiener Zeitung">Wie man Urlaub vom &#8220;Ich&#8221; nimmt</a></em></li>
<li><em><a href="http://www.11freunde.de/bundesligen/128783" title="11Freunde">Fans sind gnadenlos</a></em>: &#8220;Die Gesellschaft ist noch nicht so weit, dass sie Fußballern seelische Schwächen zugesteht.&#8221;</li>
<li><em><a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Weitere-Ermittlungen-nach-Suizid-Serie-bei-France-Telecom-974619.html" title="heise online">Weitere Ermittlungen nach Suizid-Serie bei France Télécom</a></em></li>
<li><em><a href="http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/Internet-Psychotherapie;art304,3075983" title="Der Tagesspiegel">Die Online-Therapie</a></em>: &#8220;[..] während Behandlungen, für die Psychotherapeut und Patient online kommunizieren, in den Niederlanden nach einer speziellen Weiterbildung mit den Kassen abgerechnet werden können und in Großbritannien das Nationale Gesundheitsinstitut Nice das netzbasierte Programm Beating the Blues in seinen Leitlinien zur Depression empfiehlt, sind hierzulande seriöse internetbasierte Hilfsangebote für die kranke Seele noch Mangelware.&#8221;</li>
</ul>
<p>Und zum Abschluss noch eine Geschichte mit <em>Happy End</em>: <em><a href="http://www.oregonlive.com/pets/index.ssf/2010/04/pet_talk_saved_from_depression.html" title="OregonLive.com">Saved from depression by his faithful basset hound, a man bikes 3,300 miles with her to raise awareness</a></em>.</p>
<p>Schönen Sonntag Euch da draußen.</p>
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		<title>Es läuft wieder</title>
		<link>http://nullwert.de/2010/04/02/es-lauft-wieder/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Apr 2010 15:46:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben mit Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Laufen]]></category>
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		<description><![CDATA[Will sagen: Ich laufe wieder. (Falls man das so nennen kann, wenn man alle 500 Meter erstmal wieder ins Gehen zurückschalten muss, um wieder Luft zu holen. Aber immerhin.)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Will sagen: <em>Ich</em> laufe wieder. (Falls man das so nennen kann, wenn man alle 500 Meter erstmal wieder ins Gehen zurückschalten muss, um wieder Luft zu holen. Aber immerhin.)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Worte zum Sonntag (#11)</title>
		<link>http://nullwert.de/2010/01/10/worte-zum-sonntag-11/</link>
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		<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 14:27:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gab zwei, sagen wir, &#8220;Nachrichten der Woche&#8221;, die sich im Netz weltweit in dutzenden Varianten wiederfanden: Die erste handelt von einem Therapieerfolg durch Hirnstimulation. (Aber bei all dem Hype nicht vergessen: Es geht erst um nur einen einzigen Fall!) Die Zweite: Meta-Analyse: Medikamente wirken nur bei schweren Depressionen (Die Ärzteblatt-Fassung ist die Wohl objektivste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gab zwei, sagen wir, &#8220;Nachrichten der Woche&#8221;, die sich im Netz weltweit in dutzenden Varianten wiederfanden:</p>
<ul>
<li>
<p>Die erste handelt von einem <a href="http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/depression/behandlung/depressionen-therapieerfolg-durch-hirnstimulation_aid_469005.html" title="bei Focus Online (ausgerechnet beim Focus... pardon ;)">Therapieerfolg durch Hirnstimulation</a>. (Aber bei all dem Hype nicht vergessen: Es geht erst um nur einen einzigen Fall!)</p>
</li>
<li>
<p>Die Zweite: <em><a href="http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/39558/Meta-Analyse_Medikamente_wirken_nur_bei_schweren_Depressionen.htm" title="Artikel bei aerzteblatt.de">Meta-Analyse: Medikamente wirken nur bei schweren Depressionen</a></em> (Die <em>Ärzteblatt</em>-Fassung ist die Wohl objektivste deutschsprachige Zusammenfassung.)</p>
</li>
</ul>
<p>Auch sonst fand sich Interessantes diese erste Arbeitswoche im neuen Jahrzehnt:</p>
<ul>
<li>
<p>&#8220;Viel war nach dem Tod Robert Enkes zu lesen. Aber was hat sich durch die öffentliche Debatte verändert?&#8221; &#8211; fragt die <em>ZEIT ONLINE</em> <a href="http://www.zeit.de/sport/2010-01/depression-enke-deisler-folgen?page=1" title="Die Leistungsgesellschaft wird sich nicht ändern">einmal in einem Artikel</a> und <a href="http://www.zeit.de/sport/2010-01/enke-deisler-depression-bayern-outing" title="Ein paar Tage nach Enke war alles vergessen">einmal einen Betroffenen im Interview</a>. Auch die NZZ Online berichtet über Depression im Leistungssport: <em><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/aktuell/wenn_das_innere_feuer_erlischt_1.4421068.html" title="Artikel bei NZZ Online">Wenn das innere Feuer erlischt</a></em>.</p>
</li>
<li>
<p>Der britische <em>Observer</em> fragt: <em><a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2010/jan/10/margaret-drabble-marian-keyes-depression" title="Artikel unter guardian.co.uk">Why are so many middle-aged women cursed by depression?</a></em></p>
</li>
<li>
<p>Verknüpft mit Depressionen ist auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Selbstverletzung" title="Wikipedia">ein Suchtverhalten</a>, über das die <em>Welt Online</em> diese Woche berichtet: <em><a href="http://www.welt.de/wissenschaft/psychologie/article5762100/Immer-mehr-junge-Menschen-verletzen-sich-selbst.html" title="Artikel bei Welt Online">Immer mehr junge Menschen verletzen sich selbst</a></em>.</p>
</li>
<li>
<p><em>FAZ.NET</em> berichtet über die Selbstmordrate in Japan: <em><a href="http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc~E29AF620CFA1648CDA4D73F498ED37C79~ATpl~Ecommon~Scontent.html" title="Artikel bei FAZ.NET">Blaues Licht für bessere Stimmung</a></em></p>
</li>
<li>
<p><em>DER WESTEN</em> (die Online-Ausstülpung der <em>WAZ</em> Zeitungen) meint, man könne <em><a href="http://www.derwesten.de/kultur/wochenende/gesundheit/Mit-Vitamin-B-fit-im-Kopf-id2358228.html" title="Artikel bei DER WESTEN">Mit Vitamin B fit im Kopf</a></em> bleiben. (Ich nehme übrigens seit Jahresanfang eine B-Komplex-Kapsel pro Tag als Nahrungsergänzung, mal sehen, ob es hilft.)</p>
</li>
<li>
<p>Über den reinen Irrsinn &#8211; d.h. die ideologische Politik hinter Krankheitsdefinitionen &#8211; am Beispiel Toronto: <em><a href="http://www.boingboing.net/2010/01/08/you-will-become-ment.html" title="via BoingBoing">You will become mentally ill in 2013</a></em></p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> <a href="http://www.boingboing.net/2010/01/10/the-americanization.html" title="zum BoingBoing Artikel">Über BoingBoing</a> nochmal zum selben Themenkreis ein Artikel der <em>New York Times</em>: <em><a href="http://www.nytimes.com/2010/01/10/magazine/10psyche-t.html" title="Artikel der New York Times">The Americanization of Mental Illness</a></em></p>
</li>
<li>
<p><a href="http://www.psychologytoday.com/blog/charting-the-depths/201001/depression-treatment-we-need-better-not-simply-more" title="Depression treatment: We need better not simply more - Psychology Today">Eine interessante Meinung</a>: &#8220;Undertreatment of depression is not the real story; the real story is the recalcitrance [dt.: Widerspenstigkeit] of depression, even to state-of-the-art treatments. That&#8217;s the hard truth we should be telling the public.&#8221;</p>
</li>
<li>
<p><em>National Geographic</em> veröffentlicht <a href="http://blogs.ngm.com/blog_central/2009/12/the-cost-of-care.html" title="The Cost of Care - NGM Blog Central">spannende Zahlen zu den Ausgaben für medizinische Hilfe</a> &#8211; in eine schön aussagekräftige Grafik gegossen. (Leider fehlt <em>Germany</em>&#8230;)</p>
</li>
</ul>
<p>Na dann, schönen Restsonntag. <a href="http://www.metafilter.com/88168/Dreams-are-my-reality" title="Dreams are my reality - MetaFilter">Träumt was Schönes</a>!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>(M)eine neue Perspektive</title>
		<link>http://nullwert.de/2009/10/31/meine-neue-perspektive/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 Oct 2009 13:03:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor ca. zwei Wochen setzte langsam Panik ein angesichts meiner Erwartungen an den Wiedereinstieg ins Berufsleben. Zeitgleich waren meine Freunde beschäftigt, so dass ich wenig aus dem Haus kam. Ich konnte täglich beobachten, wie es mir schlechter ging. Es musste was geschehen. Ich musste etwas dagegen unternehmen. Glücklicherweise fiel mir einen Abend ein Buch in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor ca. zwei Wochen setzte langsam Panik ein angesichts meiner Erwartungen an den Wiedereinstieg ins Berufsleben. Zeitgleich waren meine Freunde beschäftigt, so dass ich wenig aus dem Haus kam. Ich konnte täglich beobachten, wie es mir schlechter ging. Es musste was geschehen. <em>Ich</em> musste etwas dagegen unternehmen.</p>
<p>Glücklicherweise fiel mir einen Abend ein Buch in die Hand, dass ich aus den Augen und dem Sinn verloren hatte: &#8220;Gesund durch Meditation&#8221; von Jon Kabat-Zinn. Ich begann zu lesen und an einer Stelle machte es &#8220;Ding!&#8221; und der Groschen war bei mir gefallen: Mit einem Mal sah ich Meditation und viele Übungen aus meinem sechswöchigen Tagesklinikaufenthalt vor drei Jahren mit ganz anderen Augen.</p>
<p><span id="more-1126"></span></p>
<p>Bisher hatte ich Meditation und vergleichbare Übungen wie z.B. die Progressive Körperentspannung immer einzig und allein als ein Mittel betrachtet, Stress zu bekämpfen. Wenn ich aber deprimiert bin &#8211; oder gar wie zur Zeit nicht einmal arbeite &#8211; habe ich nie das Gefühl, im eigentlichen Sinn &#8220;gestresst&#8221; zu sein. Weshalb dann also Meditation oder Körperentspannungsübungen?</p>
<p>Irrtümlich hatte ich angenommen, Meditation müsse einem leicht fallen &#8211; schließlich sei es eine <em>Entspannungsübung</em>. Das Buch machte mir aber endlich klar, was ich missverstanden hatte: Es ist keine, sondern vielmehr ist Meditation eine Übung in <em>Konzentration</em>. Damit wurde mir endlich klar, warum ich meine Versuche zu meditieren als anstrengend empfand: Das ist es, wie es jedes Konzentratieren auf eine einzige Sache ist. Mir wurde damit auch klar, was das &#8220;Ziel&#8221; der Übung ist: eine bewusste Selbstwahrnehmung. Verkürzt und typisch esoterisch ausgedrückt: Es geht darum, wieder zu lernen, <em>sich selbst richtig wahrzunehmen</em>.</p>
<p>So verstand ich auch plötzlich besser, oder erinnerte mich wieder daran, was während der Übungen in der Tagesklinik eigentlich mit mir passiert war: Ich hatte dort gelernt, mich besser wahrzunehmen, und nicht mehr wie eine Maschine auf jeden Impuls mit einer automatischen un(ter)bewussten Handlung oder Gefühlsreaktion zu antworten. Vielleicht ist es das, was mir damals am meisten geholfen hat &#8211; und nicht, wie ich dachte, die Medikamentenbehandlung und das Gespräch mit anderen Depressionskranken.</p>
<p>Zwei Dinge hatten mich bisher abgehalten, mich dauerhaft mit Meditieren zu beschäftigen, obwohl ich mehrfach gelesen hatte, dass Meditation sehr gute Hilfe gegen depressive Zustände bietet: Zum einen, dass ich bei jedem Versuch glaubte, gescheitert zu sein, weil ich weder einen &#8220;meditativen&#8221; noch einen entspannten Zustand erreicht hatte, zum anderen, weil mir niemand erklärt hatte, warum es eigentlich helfen soll. Beides ist nun hinfällig: Ich war nie gescheitert &#8211; ich hatte Sinn und Zweck falsch verstanden. Und ich verstand, warum es helfen sollte: Es ist eine Übung, die mir hilft, die Automatismen abzustellen, die offenbar immer wieder in mein den Depressionen Vorschub leistendem Fehlverhalten münden, weil ich lerne, meine Gefühlsreaktionen bewusster wahrzunehmen &#8211; und sie einfach mal nicht zu beachten.</p>
<p>Seit dieser Erkenntnis folge ich dem Übungsprogramm des Buches und mache eine dreiviertelstündige Meditationsübung pro Tag. Mit einer Abwandlung: Statt der Meditation gehe ich auch (bisher zwei- bis dreimal die Woche) Laufen. Auch das gelingt mir nun leichter: Ich sehe als Ziel des Laufens nicht, schneller/länger/weiter zu kommen, wie ich es bisher immer tat, sondern ich betrachte es jetzt als &#8220;Laufmeditation&#8221; und versuche einfach, konzentriert regelmäßig zu atmen &#8211; während ich laufe. Der Trick für mich ist, dass ich damit nicht mehr das Gefühl haben muss, &#8220;gescheitert&#8221; zu sein, wenn ich mal nicht so lange laufe. Ist egal, darum geht es nicht: Hauptsache, ich habe versucht, mich auf das zu konzentrieren, was während des Laufens mit mir vorgeht &#8211; Ziel der Übung erreicht.</p>
<p>Das geht jetzt anderthalb Wochen sehr gut, und tatsächlich ist meine Panik vor dem Arbeitsantritt vergangen. Zum einen, weil die Übungen mir langsam beibringen, die aufkommenden Panikgefühle einfach als Körpersignal zu verstehen, sie wahrzunehmen und dann &#8220;vorbeiziehen&#8221; zu lassen. Zum anderen, weil das Laufen mich natürlich als Nebeneffekt(!) auch körperlich fitter macht, so wie mich die Meditation als Nebeneffekt auch (je nach Tag unterschiedlich stark) entspannt. Und <em>last but not least</em>: Ich habe endlich das Gefühl, ein Werkzeug, einen &#8220;Trainingsplan&#8221; gegen alles möglicherweise Eintretende gefunden zu haben, und damit der Zukunft nicht hilflos ausgesetzt zu sein.</p>
<p>Ich hoffe, diese neue Sicht der Dinge hält der Prüfung durch die Alltagsrealität ab kommenden Montag stand.</p>
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		<title>&#8220;Ich-sollte-mehr-Sport-treiben&#8221;-ismus</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Aug 2009 13:20:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben mit Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>

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		<description><![CDATA[Passenderweise an einem Tag, an dem man sich weigern will, überhaupt irgendeine Bewegung zu tätigen, da sie bei 21°C und gefühlten 200% Luftfeuchtigkeit zu den unangenehmsten Schweissausbrüchen führen, stoße ich auf eine sehr schöne Wortprägung, welche ich im Titel ins Deutsche zu übertragen versucht habe: “I must go to the gym more often”-ism. Das ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Passenderweise an einem Tag, an dem man sich weigern will, überhaupt irgendeine Bewegung zu tätigen, da sie bei <a href="http://www.wolframalpha.com/input/?i=temperature+in+hamburg+germany+on+august+10%2C+2009">21°C</a> und <a href="http://www.wolframalpha.com/input/?i=humidity+in+hamburg+germany+on+august+10%2C+2009">gefühlten 200% Luftfeuchtigkeit</a> zu den unangenehmsten Schweissausbrüchen führen, stoße ich auf eine sehr schöne Wortprägung, welche ich im Titel ins Deutsche zu übertragen versucht habe:</p>
<blockquote>
<p><a href="http://www.rockpapershotgun.com/2009/08/09/the-sunday-papers-80/">“I must go to the gym more often”-ism</a>.</p>
</blockquote>
<p>Das ist die treffendste Beschreibung einer Geisteshaltung, die mir selbst immer wieder zum Verhängnis wird. Der sprechendste Name für eine Pseudo-Einstellung, an der ich ganz privat kranke. Vermutlich aber auch die gesamte Gesellschaft. Ich rede jetzt mal nur von mir.</p>
<p><span id="more-582"></span></p>
<p>Wenn ich diesen Satz in letzter Zeit sagte, dann war dies letztendlich verbunden mit einem unausgesprochenen, manchmal sogar unbewussten Kontext, den aber jeder von sich selber kennt, nehme ich an. Eingangs: &#8220;Ja, ja, ich weiss schon.&#8221;; gefolgt von dem Hauptsatz: &#8220;Ich sollte mehr Sport treiben.&#8221; Abgeschlossen mit: &#8220;Aber is&#8217; klar, eigentlich will ich dann doch nicht, ist soviel Aufwand, keine Lust, wozu eigentlich&#8230;&#8221; usw. usf.</p>
<p>Dieser Satz ist eine vorweggenommene Entschuldigung: Ja, ich weiss bescheid, ich wüsste es sogar besser, aber, na ja, &#8220;Du kennst das ja!&#8221; Man deutet an, dass man es besser machen könnte, aber aus allzu-menschlichen Gründen lassen wir es dann doch bleiben. Mit einem Augenzwinkern, das Gegenüber weiss ja, wie es ist.</p>
<p>Ich könnte schwören, ich habe den Satz schon einmal von jedem Menschen gehört, den ich kenne. Nur nicht von denen, die es tun. Die einfach mehr Sport treiben.</p>
<p><a href="http://www.rockpapershotgun.com/2009/08/09/the-sunday-papers-80/">Erst in dem Artikelkontext</a> ist mir eben klar geworden, wofür dieser Satz steht: Für alles, von dem wir zu wissen glauben, dass es ethisch oder gesundheitlich besser für uns wäre, wir uns aber mit unserer &#8220;menschlichen Schwäche&#8221; gleich vorwegnehmend dafür entschuldigen wollen, dass wir es nicht schon getan haben und vermutlich auch nie tun werden.</p>
<p>Weitere Beispiele: Ich sollte öfter mal das Auto stehenlassen und einfach mit dem Rad fahren. Ich sollte mich gesünder ernähren. Ich sollte eigentlich mehr für die Umwelt tun. usw. usf.</p>
<p>Kommt einem bekannt vor? Diese Art nicht überzeugend vorgebrachter Allgemeinplätze strahlt uns auch immer aus der Zeitung an: Wir sollten den Kohlendioxidausstoß bis 20xy um z% verringern. Wir sollten aus der Atomkraft aussteigen. Wir sollten mehr für unsere Bildung ausgeben. Wir sollten öfter mal auf das Auto verzichten und&#8230;</p>
<p>Der &#8220;Ich-sollte-mehr-Sport-treiben&#8221;-ismus ist die Haltung, die uns erlaubt, eine positive moralische Haltung vorzugaukeln ohne tatsächlich handeln zu müssen. Wenn ich denke: &#8220;Stimmt, eigentlich sollte ich&#8230;&#8221; &#8211; dann ist das schon das Anfang vom Ende. Es ist keine Überzeugung. Es ist keine Einstellung, es ist ein Aufgeben vor dem Beginnen.</p>
<p>Das Einzige was tatsächlich am Ende zählt sind die Sätze, die mit &#8220;Ich will&#8221; und &#8220;Ich (tue)&#8221; beginnen.</p>
<p>Alles andere ist eine Krankheit. Sie ist ansteckend und weiter verbreitet als die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Influenza-Pandemie_2009">Schweinegrippe</a>. Bei mir führt sie zu Depressionen. Die Depressionen sind das Symptom, nicht die Krankheit. Ich will so nicht weiter machen!</p>
<blockquote>
<p>Es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist.<br />
   Es wär nur Deine Schuld, wenn sie so bleibt.</p>
</blockquote>
<p><a href="http://www.songtextemania.com/die_arzte_songtexte_11731/deine_schuld_songtext_399796.html">Deine Schuld</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ger%C3%A4usch_%28Album%29">Die</a> <a href="http://www.bademeister.com/">Ärzte</a></p>
<p>Übrigens, am 27. September sind <a href="http://synonyme.woxikon.de/synonyme/qual.php">Wahlen</a> zum <a href="http://www.youtube.com/user/openreichstag">Open Reichstag</a>, äh, <a href="http://www.unterrichtsmaterial-schule.de/unterrichtsmaterial1.shtml">Deutschen</a> <a href="http://www.bundestag.de/">Bundestag</a>.</p>
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		<title>Mein Körper und Ich</title>
		<link>http://nullwert.de/2009/06/22/mein-korper-und-ich/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 19:35:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben mit Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich verstehe meinen Körper nicht. Er spricht eine andere Sprache als ich: Wenn ich etwas will, versteht mich auch mein Körper häufig nicht. Ich kann nicht sagen, was er will, also mache ich weiter mit dem, was ich tun wollte. Mein Körper reagiert mit Verweigerung, er macht nicht mit. Ich versuche es mit Verhandlungen, mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich verstehe meinen Körper nicht.</p>
<p>Er spricht eine andere <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sprache" title="Sprache">Sprache</a> als <em>ich</em>: Wenn <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ich" title="Ich">ich</a> etwas will, versteht mich auch mein <a href="http://de.wiktionary.org/wiki/Körper" title="Körper">Körper</a> häufig nicht. Ich kann nicht sagen, was er will, also mache ich weiter mit dem, was ich tun wollte. Mein Körper reagiert mit Verweigerung, er macht nicht mit. Ich versuche es mit Verhandlungen, mit Kompromissen, mit Widerspruch, mit <em>Quid pro quo</em>. Meist hilft das alles nichts. Wenn mein Körper nicht will, dann ist Feierabend, was immer ich auch anfangen wollte.<br />
<span id="more-414"></span></p>
<p>Mein Körper verhält sich schon mein Leben lang wie ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Linksautonom" title="Linksautonom">Linksautonomer</a>. Seine Haltung sieht man ihm schon von Weitem an: Seine knochige Gestalt erinnert an ein Skelett. Augenringe weisen auf durchgrübelte Nächte hin. Im Verhältnis  zum dürren Oberkörper scheinen die kräftigeren Beine sagen zu wollen: &#8220;Mich kriegt ihr nicht!&#8221; Drehe man meinen Körper um 90 Grad in die Seitenansicht, sähe man mich nicht mehr, wird mir seid der Kindheit von Dritten berichtet.</p>
<p>Es kann so nicht weitergehen. Unser Zwist reibt uns beide auf. Wir berauben uns gegenseitig unserer Freiheiten: <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25296/1.html">Freier Wille</a> ist <a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/668/317542/text/">undenkbar</a>, wenn der <a href="http://www.blutner.de/philos/Texte/descart.html">Körper</a> sich nicht <a href="http://www.gutefrage.net/alles-zu/freiheit/philosophie/1">frei</a> bewegen kann. Mein Körper kann nicht er selbst sein, wenn ich ihm immer wieder zuwider handle.</p>
<p><strong><a href="http://www.flickr.com/photos/invisibleandpink/296414426/">Frieden</a> jetzt!</strong></p>
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		<title>Pläne</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Jun 2009 14:38:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben mit Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>

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		<description><![CDATA[Schwer, welche zu machen, solange es einem schon schwer fällt, aufzustehen oder zum Psychiater zu gehen (zwei Stunden Wartezeit heute, für ein Zehn-Minuten-Gespräch&#8230;). Mir ist jedenfalls morgens (d.h. die zwei Stunden nach meinem Aufstehen, wann immer das sein mag) jedenfalls nicht mehr zu trauen&#8230; Habe also gestern erst in der schlaflosen Zeit nach Mitternacht einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schwer, welche zu machen, solange es einem schon schwer fällt, aufzustehen oder zum Psychiater zu gehen (zwei Stunden Wartezeit heute, für ein Zehn-Minuten-Gespräch&#8230;). Mir ist jedenfalls morgens (d.h. die zwei Stunden nach meinem Aufstehen, wann immer das sein mag) jedenfalls nicht mehr zu trauen&#8230;<br />
<span id="more-326"></span></p>
<p>Habe also gestern erst in der schlaflosen Zeit nach Mitternacht einen Weg abgesteckt, wie ich mir &#8220;unmedizinisch&#8221; weiterhelfe:</p>
<ul>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sport">Sport Treiben</a>: Laufen und <a href="http://hundredpushups.com/">Liegestützen</a> habe ich mir vorgenommen. <a href="http://dailyburn.com/">DailyBurn</a> soll mir dabei helfen. Immerhin hat mir der Planer anstandslos abgekauft, dass ich Gewicht <em>zulegen</em> will.</li>
<li><a href="http://www.slowfood.de/">Besser Essen</a>, d.h. gesünder und zielgerichteter. Dazu brauche ich noch Unterstützung. Plan also: Jemanden finden (<a href="http://vital-in-hamburg.de/">hier?</a>), der mir bei der Planung meiner Ernährung hilft.</li>
<li>Mehr Lesen: Solange ich soviel weniger weiss als meine Ärzte werde ich mich ihnen gegenüber weiter unwohl fühlen. Und wozu habe ich studiert, wenn nicht, um Geschriebenes zur Wissensfindung nutzen zu lernen?</li>
</ul>
<p>So, und jetzt erstmal einen Kaffee&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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