Ich war diese Woche wohl hauptsächlich damit bechäftigt, meiner jetzigen Lebenssituation wieder eine positivere Haltung gegenüber einzunehmen – womit ich bisher offenbar gescheitert bin (daher auch meine Schreibblockade). Vielleicht habe ich deshalb mehr Nachrichten links liegen gelassen als sonst. Oder es ist tatsächlich wenig Nennenswertes zum Thema Depression geschrieben worden. Jedenfalls gibt es diese Woche nur zwei Themen, die möglicherweise auch Euer Interesse finden:
Und dann hat mich diese Woche noch jemand daran erinnert, warum ich eigentlich mit dem Bloggen über meine Depression angefangen habe: 5 Ways Blogging Can Save Your Sanity.
Über den Kongress, in dessen Rahmen jene Leitlinien beschlossen wurden, berichtet auch die FAZ. Schwerpunkt bilden in dem Artikel auf dem Kongress vorgestellte Erkenntnisse über die Rolle der Gliazellen und den Nervenbotenstoff Glutamat.
Auch diesen Sonntag wieder – wenn auch etwas später am Tage – Schlagzeilen aus dem Internet zum Thema Depression, ihrer Behandlung und Erforschung.
Die Frankfurter Rundschau Online versucht anhand neuer Forschungsergebnisse zu dem Hormon Vasopressin (Wikipedia) einen großen Bogen zu spannen über Depressionsursachen, Genetik und Familienpolitik: In der depressiven Falle.
Auch die ZEIT ONLINE berichtet über Die versteckte Krankheit, und lässt dabei auch Kritik zum “therapeutischen Missstand” nicht aus. Zum Ende hin kippt der Artikel wie ich finde dann aber doch zu sehr und zu unreflektiert in die rein biologistische Sicht der Krankheit. (Ein Problem, das dieser Bericht mit zahlreichen anderen aktuell Erschienenen teilt.)
Auch Spiegel Online versucht in Folge der Enke-Berichterstattung über Die verdrängte Volkskrankheit aufzuklären. (Spannend übrigens auch der Infotext in der linken Spalte zum Begriff Depressive Realism, der mir völlig neu war.)
Die FAZ hat Genetische Hinweise im Visier: Hier geht es jedoch um die Erforschung der Gründe dafür, dass “Antidepressiva [bei] einem Drittel der depressiven Patienten nicht helfen”.
Wie kino-zeit.de kann ich dem Film nur wünschen, tatsächlich die angestrebte breite Öffentlichkeit zu erreichen. Vielleicht sorgt der “tragische Zufall” (Ärztezeitung), dass der Kinostart zusammenfällt mit der Berichterstattung um Robert Enke, für die notwendige Aufmerksamkeit.